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21.09.2017

Klare Kante im Einsatz für die Bauernfamilien und den Erfolg auf den Höfen

Georg Wimmer wird ab 2018 neuer BBV-Generalsekretär

München (bbv) – Nach fast 19 Jahren als Generalsekretär des Bayerischen Bauernverbandes wird sich Hans Müller am 1. Januar 2018 in den Ruhestand verabschieden. Das Präsidium des Bayerischen Bauernverbands hat nun Georg Wimmer einstimmig als dessen Nachfolger gewählt.
© BBV

 
Nach der Wahl würdigte Bauernpräsident Walter Heidl die Verdienste von Hans Müller: „Er hat unseren Verband mit enormem persönlichen Einsatz und viel Herzblut geführt und geprägt. Hans Müller hat dabei nie nur die Geschäfte dieses Verbandes geführt, sondern ist immer vor allem auch Praktiker und Anwalt der Bauernfamilien gewesen“, sagte Heidl.

„Es waren stürmische Zeiten, durch die Hans Müller den Bauernverband, den Berufsstand und die Landwirtschaft in Bayern gelotst hat. Trotzdem hatte er immer unsere gemeinsamen Ziele im Blick: mehr Wertschöpfung auf den Höfen und gleichzeitig mehr Lebensqualität für die Menschen auf dem Land.“ Auf diesem Weg waren ihm die Einbindung der Jugend, die Zusammenarbeit mit den Kirchen, Politik und Wirtschaft über die unterschiedlichsten Erzeugungsrichtungen hinweg besondere Anliegen. Zuletzt war er maßgeblich an der Entstehung des Vereins „Unsere Bayerischen Bauern“ (www.unsere-bauern.de) beteiligt.

Der künftige Generalsekretär Georg Wimmer ist Diplom-Agraringenieur und stammt von einem Bauernhof im Landkreis Landshut. Seit 1998 ist Wimmer bereits Stellvertretender Generalsekretär des Bayerischen Bauernverbandes. Zudem leitete er seit 2004 das Bayerische Zentral-Landwirtschaftsfest. Seine Laufbahn hat Wimmer im Jahr 1984 als erster Umweltreferent des Bauernverbandes begonnen, ab 1994 leitete er die Abteilung für Agrar- und Forstpolitik, Umweltfragen, Steuerwesen und Nachwachsende Rohstoffe des Verbandes.

Als Generalsekretär des Bayerischen Bauernverbandes möchte Wimmer weiter dafür arbeiten, die Stärke und Vielfalt der Zukunftsbranche Land- und Forstwirtschaft zu erhalten. „Bayern ist geprägt von bäuerlichen Familienbetrieben. Ich werde mich mit aller Kraft dafür einsetzen, eine wirtschaftlich solide Situation und die Eigenständigkeit für alle Bauernfamilien zu sichern“, sagt Wimmer. „Was wir dafür brauchen, ist eine quantitative und qualitative Weiterentwicklung der Betriebe mit dem Ziel der Erhöhung der Wertschöpfung und Steigerung der Lebensqualität auf dem Land.“ Das heißt aus Wimmers Sicht gerade nicht „immer höher, immer weiter“: „Vielmehr sollten wir uns auf das konzentrieren, was Land- und Forstwirtschaft hier in Bayern ausmacht, Bodenständigkeit, Tradition, Leidenschaft und Familie, aber auch Innovation.“

„Immer mehr Verbraucher legen Wert auf besonders nachhaltig erzeugte Produkte und Lebensmittel. Erzeugnisse aus der Region werden immer beliebter, jedoch werden auch die Anforderungen und Erwartungen an die Land- und Forstwirtschaft immer höher. Doch Handel und Politik sind auf dem Holzweg, wenn sie in dieser Situation immer neue Regeln und Auflagen auf den Weg bringen wollen. Damit werden bäuerliche Strukturen zerstört“, sagt Wimmer. In einer oft hitzigen Debatte über die Arbeit auf den Höfen und im Stall möchte er klare Kante zeigen – für die Bauernfamilien, für die Wahrung der Eigentumsrechte und gegen eine oftmals unfaire Meinungsmache von einigen Organisationen, die hier im Eigeninteresse vor allem ein Geschäftsmodell sehen.

Wimmers erklärtes Ziel ist es, die Verbandspolitik, die Beratung und die Dienstleistungen des Bayerischen Bauernverbandes noch stärker an den Interessen und Bedürfnissen seiner rund 150.000 Mitglieder auszurichten. „Mit einem starken und modernen Verband können wir der Land- und Forstwirtschaft eine Stimme geben und gemeinsam die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft auf dem Land stellen.“

Für Wimmer spielen dabei der landwirtschaftliche Nachwuchs und die Aus- und Fortbildung herausragende Rollen. Er möchte deshalb mehr junge Menschen für die Verbandsarbeit begeistern und gleichzeitig die Zusammenarbeit mit den Hochschulen und Ausbildungseinrichtungen weiter intensivieren. Auch die Einbindung der Landfrauen in die verbandliche Arbeit soll noch enger werden: „Ich bin der festen Überzeugung, dass die Landfrauen und Bäuerinnen entscheidende inhaltliche Impulse geben und wir alle von einer verstärkten Zusammenarbeit nur profitieren können“, sagt Wimmer.
 
Führungsteam ab 2018: Georg Wimmer (2. v. l) mit seinen Stellvertretern Günter Betz (li.), Carl von Butler (2. v. re.) und Matthias Borst (re.)
© BBV
 
 
Neben Wimmer als Generalsekretär hat die Präsidentenkonferenz des Bayerischen Bauernverbandes zudem drei Stellvertreter ernannt, die weiterhin ihren Fach- und Querschnittsbereichen vorstehen. Während die Geschäfte bisher von Generalsekretär und Stellvertretendem Generalsekretär geführt wurden, setzt Wimmer auf eine engere Verzahnung mit den Fach- und Querschnittsbereichen über ein Führungsteam im Münchner Generalsekretariat. Wimmers erster Stellvertreter wird Günter Betz, Direktor für Personal und Finanzen.

Darüber hinaus werden Matthias Borst, Direktor des Fachbereichs Agrar- und Umweltpolitik, sowie Carl-Wilhelm von Butler, Direktor des Querschnittsbereiches Recht in stellvertretender Funktion den neuen BBV-Generalsekretär unterstützen. In den vergangenen vier Jahren war von Butler als Geschäftsführer des Bayerischen Waldbesitzerverbandes tätig. „Durch die neue Konstellation kann die Arbeit an der Spitze des Verbandes auf ein breiteres fachliches und personelles Fundament gestellt werden und gleichzeitig die Struktur in der Zentrale des Bauernverbandes gestrafft werden“, sagt Wimmer.
 
 
Zum Download:
Porträt-Foto Georg Wimmer
(5,6 MB - 300dpi)
 

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