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04.05.2015 Pressemitteilung

Viele Anmeldungen zu Initiative Tierwohl: Ja zu noch mehr Tierwohl

Bauern setzen mit hoher Beteiligung eindrucksvolles Signal an Politik und Gesellschaft

München (bbv) – Über zweieinhalb Jahre lang haben Unternehmen und Verbände aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel gemeinsam die Initiative Tierwohl beim Schwein ausgearbeitet.
Bauern setzen mit hoher Beteiligung eindrucksvolles Signal an Politik und Gesellschaft.
© BBV
Sowohl der Deutsche als auch der Bayerische Bauernverband haben mitgearbeitet. Vom 1. bis 28. April 2015 hatten nun die Schweinehalter in Deutschland Gelegenheit, sich verbindlich für die Teilnahme anzumelden. Bundesweit haben sich 4.653 Betriebe mit insgesamt 25,5 Mio. Schweinen angemeldet. In Bayern wollen 343 Schweinehalter an der Initiative Tierwohl teilnehmen. Der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl sieht in der hohen Beteiligung der Bauern an der Initiative Tierwohl ein starkes Signal an Politik und Gesellschaft. „Unsere Bauern sind bereit, noch mehr Tierwohl in ihren Ställen umzusetzen, wenn die Mehrkosten ausgeglichen werden“, sagte Heidl. „Nur mit so einer marktkonformen Umsetzung lassen sich höhere Anforderungen an die Tierhaltung mit dem Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft vereinbaren.“
 
Die hohe Teilnahmebereitschaft der  Schweinehalter übersteigt das vom Lebensmitteleinzelhandel bereitgestellte Budget für die Initiative Tierwohl bei weitem. Für diesen Fall war vorgesehen, dass zuerst die Betriebe berücksichtigt werden sollen, die so früh wie möglich die Kriterien der Initiative Tierwohl umsetzen können. Da das Budget aber auch nicht für alle Landwirte ausreicht, die sofort einsteigen wollen, musste das Los entscheiden. Bundesweit konnte so 2.142  und in Bayern 183 Schweinehaltern die Teilnahme zugesagt werden. Bauernpräsident Heidl fordert, dass sich weitere Lebensmitteleinzelhändler an der Initiative beteiligen und Geld in den Tierwohl-Fonds einzahlen. Bisher zahlen Aldi, Edeka, Kaufland, Kaiser`s Tengelmann, Lidl und Rewe Beiträge zur Initiative Tierwohl. Auch die verarbeitenden Betriebe und die Gastronomie sieht Heidl in der Pflicht, wenn es darum geht das Tierwohl in den deutschen Ställen noch weiter zu verbessern. „Wenn wirklich alle in der Wertschöpfungskette Verantwortung übernehmen, könnten auch die Schweinehalter teilnehmen, die jetzt nicht ausgelost wurden“. Heidl appelliert außerdem an die Politik, diesen Weg der Wirtschaft anzuerkennen und zu unterstützen. „Freiwilliges Engagement der Wirtschaft wie im Rahmen der Initiative Tierwohl für Schweine muss Vorrang vor ordnungspolitischen Maßnahmen haben. Denn nationale Alleingänge gefährden den Tierhaltungsstandort Deutschland und die regionale Erzeugung von Lebensmitteln.“
 
Basis der Brancheninitiative für mehr Tierwohl ist die Finanzierung durch zahlreiche große Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels. So zahlen Aldi, Edeka, Kaufland, Kaiser`s Tengelmann, Lidl und Rewe seit 1. Januar 2015 einen Beitrag von vier Cent pro Kilo Fleisch oder Wurst, die in ihren Geschäften verkauft werden. Dieses Geld wird dann an die Schweinehalter in Deutschland ausgezahlt, die freiwillig an der Initiative teilnehmen und sich verpflichten, zusätzliche Tierwohlkriterien auf ihren Betrieben einzuhalten. Die teilnehmenden Schweinehalter bekommen so losgelöst vom Marktpreis einen individuellen Zuschuss, der die Kosten für die Umsetzung der höheren Tierwohlkriterien ausgleichen soll. Die Höhe des Ausgleichs richtet sich nach den zusätzlichen Tierwohl-Kriterien im Stall. Unabhängige, akkreditierte Zertifizierungsstellen kontrollieren die Einhaltung regelmäßig.

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