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08.05.2018 Pressemitteilung

„Niedrige Fleischpreise und immer mehr Tierwohl passen nicht zusammen!“

BBV-Veredelungspräsident zum gefallenen Schweinepreis und zur Fleischkennzeichnung

München (bbv) – Der Erzeugerpreis für Schweine ist aktuell deutlich gefallen. So bekommen Schweinehalter derzeit mit 1,37 Euro pro Kilogramm Schlachtgewicht fünf Cent weniger als in der Vorwoche. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai sind es sogar 22 Prozent weniger. BBV-Veredelungspräsident Gerhard Stadler erläutert dazu:
Derzeit bekommen Schweinehalter mit 1,37 Euro pro Kilogramm Schlachtgewicht fünf Cent weniger als in der Vorwoche. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai sind es sogar 22 Prozent weniger.
© Eisenhans - Fotolia.com
„Unseren Schweinehaltern droht im Schraubstock zwischen immer höheren Tierwohlanforderungen einerseits und dem Preisdruck von Lebensmitteleinzelhandel und Schlachtunternehmen andererseits die Luft auszugehen. Wir sind bereit, den Wünschen der Verbraucher nach mehr Tierwohl und nach der Kennzeichnung von Fleisch nach der Haltungsform der Tiere Rechnung zu tragen. Wir können in unseren Ställen aber nur dann mehr Tierwohl umsetzen, wenn dies dauerhaft bezahlt wird. Niedrige Fleischpreise und gleichzeitig immer mehr Tierwohl – das passt einfach nicht zusammen!“

Auf seiner Tagung der Kreisbäuerinnen und Kreisobmänner hat der Bayerische Bauernverband in der vergangenen Woche eine Position zur Kennzeichnung von Fleisch nach Haltungsformen verabschiedet. Der BBV spricht sich für eine bundeseinheitliche verpflichtende staatliche Kennzeichnung aus. Nur so kann dem Verbraucher wirklich Transparenz und Orientierung geboten und ein Dschungel von unterschiedlichen Systemen verhindert werden. Außerdem wird es nur mit einer verpflichtenden Kennzeichnung gelingen, auch verarbeitete Produkte und den Außer-Haus-Verzehr (z.B. Kantinen) in die Kennzeichnung einzubinden. „Entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung von mehr Tierwohl ist und bleibt, dass die Tierhalter, die ihre Tiere nach über dem Gesetz liegenden Vorgaben halten, auch einen entsprechend höheren Preis für ihre Erzeugnisse erzielen“, sagt Stadler.

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