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11.12.2013 Pressemitteilung

Doppelt nutzen statt einseitig schlechtmachen

Bei EU-Entscheidung zu Biokraftstoffen und Eiweißfutter ist Sachlichkeit entscheidend

München (bbv) – Die Energie- und Umweltminister der EU-Mitgliedsstaaten beraten in dieser Woche über die Zukunft der Biokraftstoffe in Europa, am Donnerstag wird eine Entscheidung erwartet. Ursprünglich sollten bis 2020 zehn Prozent der Energie im Mobilitätsbereich aus Biokraftstoffen stammen, nun will die EU-Kommission den Anteil bei fünf Prozent deckeln.
Bei EU-Entscheidung zu Biokraftstoffen und Eiweißfutter ist Sachlichkeit entscheidend.
© BBV
Außerdem könnten auch heimische Biokraftstoffe künftig durch „iLUC-Faktoren“ schlecht gerechnet werden. „Der aktuelle Vorschlag würde das Aus für Biokraftstoffe aus Raps bedeuten, während zum Beispiel Importkraftstoff aus Zuckerrohr profitiert“, kritisiert Bayerns Bauernpräsident Walter Heidl. „Die heimischen Biokraftstoffe dürfen nicht auf  solch unwissenschaftliche Art für Rodungen im Regenwald verantwortlich gemacht werden.“
 
Um die Möglichkeiten und Chancen von Biokraftstoffen für die Landwirtschaft und die Energiewende objektiv zu beurteilen, könne man heimische Biokraftstoffe nicht mit den Problemen, die mit der Produktion in anderen Teilen der Erde zusammenhängen, in einen Topf werfen. Werden Getreide, Raps oder Zuckerrüben aus Bayern verarbeitet, entsteht zu 60 Prozent hochwertiges Eiweißfutter und zu 40 Prozent umweltfreundlicher Treibstoff. Bei der Herstellung von Bioethanol aus einem Hektar Zuckerrüben, fällt so viel Eiweißfuttermittel an, dass damit der Sojaanbau auf 1,3 Hektar ersetzt werden kann. So besteht der Markt für Eiweißfutter in Deutschland mittlerweile zu einem Drittel aus Rapsschrot oder Trockenschlempe, die als Nebenprodukt bei der Herstellung von Biokraftstoffen entstehen. „Durch diese Doppelnutzung von Ackerfrüchten aus heimischem Anbau können Soja-Importe reduziert und gleichzeitig fossile Kraftstoffe ersetzt werden“, sagt Heidl. „Doch iLUC-Faktoren würden das Aus für einen wesentlichen Teil der Eiweißfutterproduktion in Deutschland bedeuten.“
 
Die Kritiker von Biokraftstoffen verweist Heidl auf eine akuelle Studie der Universität Gießen. In einer Untersuchung haben die Wissenschaftler herausgefunden, dass Biodiesel und Bioethanol einen sehr viel geringeren Einfluss auf Agrarpreise haben, als oft behauptet wird. „Es ist mehr als scheinheilig, wenn immer wieder versucht wird, mit dieser Argumentation die ganze Biokraftstoffbranche für den Hunger in der Welt verantwortlich zu machen und ins Abseits zu stellen. Obendrein sind das oft sind dieselben Leute, die sich für Stilllegungen von Ackerflächen hier in Deutschland einsetzen“, kritisiert Heidl. „Wir können Teller, Trog und Tank in Einklang bringen – und die Verarbeitung von heimischen Ackerfrüchten zu Futtermitteln und Biokraftstoffen ist das beste Beispiel dafür!“

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