Termine und Seminare
Dienstag 22. Mai 2018
| Garmisch-Partenkirchen
1-Tageslehrfahrt nach Garmisch-Partenkirchen
 [weiter...]
Dienstag 22. Mai 2018
Ansbach | Ansbach
Hofgarten Ansbach-ein barockes Juwel
Der Besucher wird über die 500-jährige [weiter...]
Dienstag 22. Mai 2018
Bamberg | Bamberg
Genießen mit heimischen Spargel - Kochkurs
Rund um den heimischen Spargel werden neben den [weiter...]
 [Alle Termine...]
Zur Homeseite
15.11.2013 Pressemitteilung

Wo, bitte schön, bleibt die Landwirtschaft?

Koalitionsverhandlungen: Bauernpräsident Heidl blickt mit großer Sorge nach Berlin

München (bbv) – Nicht nur die Wirtschaftsweisen kritisieren in ihrem Gutachten die Pläne der angehenden großen Koalition. Zu der Warnung des Sachverständigenrats vor einer Politik zulasten nachfolgender Generationen kommt auch scharfe Kritik aus der Land- und Forstwirtschaft: „Die bisherigen Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen gehen in vielen Bereichen in die komplett falsche Richtung. Wo ist der Kurs für eine effiziente, innovative und nachhaltige Land- und Forstwirtschaft geblieben?“, sagt der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl. „Wir vermissen ein klares Bekenntnis zur Land- und Forstwirtschaft als Zukunftsbranche. Union und SPD müssen die Anliegen der bayerischen Bauern endlich ernst nehmen!“
Düstere Wolken ziehen über dem Himmel der Land- und Forstwirtschaft auf - Bauernpräsident Heidl blickt mit Sorge auf die Koalitionsverhandlungen in Berlin.
© BBV
Mit Sorge blickt Heidl nach Berlin. Aus Verhandlungskreisen ist zu erfahren, dass die SPD die Agrardieselrückvergütung abschaffen will – für Bayerns Bauern geht es hier um insgesamt 85 Mio. Euro im Jahr. „Damit steht eine Regelung im Feuer, die Familienbetrieben hilft, wettbewerbsfähig zu bleiben und mit den hohen Betriebskosten umzugehen“, sagt Heidl.  Die deutschen Landwirte sind im Vergleich zu ihren europäischen Kollegen im Nachteil: Auf europäischer Ebene liegt Deutschland mit rund 26 Cent Steuern je Liter an der Spitze der Belastungen. Die Hauptkonkurrenten in der Landwirtschaft, darunter Frankreich und Dänemark, werden mit weniger als 10 Cent je Liter belastet. Darüber hinaus sollen Änderungen bei der Erbschafts- und Schenkungssteuer geplant sein, sodass die Hofübergabe deutlich schwerer werden könnte. „Das ist eine zentrale Frage, wenn es um die Zukunft der bayerischen Land- und Forstwirtschaft geht“, sagt Heidl. „Am bestehenden Erbschaftsrecht darf keinesfalls gerüttelt werden!“ Auch eine Stilllegung im Wald, die einen massiven Eingriff in Eigentumsrechte darstellen würde, lehnt Heidl entschieden ab. Gemeinsam mit dem Bayerischen Waldbesitzerverband und dem Bayerischen Grundbesitzerverband hat sich der Bauernverband an die Parteivorsitzenden von CSU, CDU und SPD gewandt und die Postkartenaktion „Hände weg vom Eigentum!“ gestartet.
 
Derweil wird offen über eine Zusammenlegung von Bundeslandwirtschaftsministerium und Umweltministerium nachgedacht und die Abschaffung der bewährten steuerlichen Vereinfachungsregeln, die gerade Erleichterungen für bäuerliche Familien im Haupt- und Nebenerwerb bedeuten, steht zur Debatte. Auch die Energiewende soll wohl gebremst und der Ausbau bei der Bioenergie auf Abfallreste beschränkt werden. „Ich frage mich schon: Wer hat eigentlich die Wahl gewonnen, wedelt da der Schwanz mit dem Hund?“, sagt Heidl. „Der Großteil der land- und forstwirtschaftlichen Bevölkerung in Bayern hat konservativ gewählt und dem CDU-/CSU-Programm für eine effiziente, innovative und nachhaltige Land- und Forstwirtschaft seine Stimme gegeben. Es geht deshalb nicht nur um die Zukunft und die Wettbewerbsfähigkeit der 112.000 Familienbetriebe in Bayern, sondern auch um politische Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit.“

Diesen Artikel empfehlen:
Seite drucken Nach oben
Zur Homeseite
string(9) "tag_cloud" string(11) "bbv_vor_ort"
BBV vor Ort
Unterfranken Oberfranken Mittelfranken Oberpfalz Schwaben Oberbayern Niederbayern
string(0) ""