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06.02.2014 Pressemitteilung

Einschleppung der Schweinepest aus Osteuropa verhindern

Vor Olympia in Sotschi: Bauernverband bittet Reisende um erhöhte Vorsicht

München (bbv) – Ausgehend von Osteuropa ist die Afrikanische Schweinepest weiter auf dem Vormarsch. Das für Schweine tödliche Virus wurde in der vergangenen Woche erstmals in Litauen nachgewiesen und hat damit die EU erreicht. Bei einer Einschleppung aus Osteuropa wären auch die rund 3,5 Millionen Schweine betroffen, die in Bayern gehalten werden, ein Impfstoff gegen die Afrikanische Schweinepest ist bis heute nicht verfügbar. Während die Krankheit für Menschen ungefährlich ist, verläuft sie bei Schweinen tödlich.
© CNL-IMAGE-360°-Fotolia.com
 
Wegen der akuten Verbreitungsgefahr ruft der Bayerische Bauernverband Reisende zu besonderer Vorsicht auf: „Gerade im Zusammenhang mit den Olympischen Winterspielen in Sotschi bitten wir um höchste Aufmerksamkeit, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern“, sagt Georg Wimmer, stellvertretender Generalsekretär des Bayerischen Bauernverbandes. „Hier sind nicht nur Landwirte, sondern alle Personen mit Kontakten nach Osteuropa gefordert.“ 
 
Nach Aussage des Bundesforschungsinstitutes für Tiergesundheit (Friedrich-Löffler-Insitut FLI) sei das Virus enorm überlebensfähig und könnte zum Beispiel über Transportfahrzeuge, die aus betroffenen Regionen zurückkehren, weiter verbreitet werden. Doch auch Produkte aus nicht durchgegartem Fleisch infizierter Schweine könnten die Krankheit übertragen. In Fleisch- und Wurstwaren halte sich das Virus über Wochen und Monate. „Deshalb sollten zum Beispiel keine Speisen mit Schinken und Salami mitgebracht oder achtlos entsorgt werden“, so Wimmer. Kleidung, die im Urlaub mit Tieren in Kontakt gekommen ist, sollte umgehend gewaschen werden. Nach der Rückker von einem Aufenthalt in Osteuropa sollten auch nicht unmittelbar heimische Ställe besucht werden. Große Gefahr gehe aber auch von Wildschweinen und Schadnagern (z. B. Ratten) aus.
 
Bei einer Einschleppung könnten einige Handelspartner den Import von Schweineprodukten aus der EU stoppen. „Damit drohen indirekt auch massive wirtschaftliche Folgen für die bayerischen Schweinehalter“, fürchtet Wimmer. So hat Russland nach dem Auftreten der Schweinepest in Litauen den Schweine- und Schweinefleisch-Import aus der EU ausgesetzt. Die EU-Kommission und der Bauernverband kritisieren diese Maßnahme und fordern den Importstopp auf betroffene Regionen zu beschränken.
 
Die Afrikanische Schweinepest wurde erstmals 1921 in Kenia beschrieben und ist südlich der Sahara weit verbreitet. Die Hauptüberträger dort sind Warzenschweine. Für den Menschen und andere Haustierarten ist die Klassische Schweinepest nicht gefährlich. Auch der Verzehr von Fleisch infizierter Schweine stellt kein gesundheitliches Risiko dar.

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