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15.01.2013 Pressemitteilung

„Bauern werden gebraucht – heute mehr denn je!“

BBV-Präsident Heidl fordert starke Agrarpolitik für bayerische Landwirte

München (bbv) – Für die bayerischen Bauern steht in diesem Jahr viel auf dem Spiel: Während in Brüssel die Entscheidung über die künftige EU-Agrarpolitik näher rückt, stehen 2013 auch die Bundestagswahl und die Landtagswahlen in Bayern an. „Die moderne Land- und Forstwirtschaft produziert neben Nahrungsmitteln auch Erneuerbare Energie und ist für den Erhalt der bayerischen Kulturlandschaft verantwortlich“, sagte Walter Heidl, der Präsident des Bayerischen Bauernverbandes, heute beim Neujahrspressegespräch in München. „Bauern werden gebraucht – heute mehr denn je!“ Deshalb setzt sich der Bauernverband seit Monaten für gute Rahmenbedingungen und eine starke Agrarpolitik ein. Von möglichen Änderungen und Einschnitten bei den EU-Direktzahlungen, der Ausgleichszulage oder den Agrarumweltprogrammen wie dem KULAP wären in Bayern mehr als 750.000 Menschen im ländlichen Raum betroffen.
BBV-Präsident Heidl fordert starke Agrarpolitik für bayerische Landwirte .
© Bayerischer Bauernverband
Nach den derzeitigen Plänen der EU-Kommission müsste jeder Landwirt im Zuge des sogenannten Greenings einen Teil seiner Ackerflächen aus der Bewirtschaftung nehmen und stilllegen. Allein in Bayern wären das rund 100.000 Hektar. „Landwirtschaftliche Fläche ist knapp und täglich geht durch Baumaßnahmen weiter fruchtbarer Boden verloren“, so Heidl. „Unsere Bauern brauchen ihre Flächen zur Erzeugung von Nahrungsmitteln und nachwachsenden Rohstoffen. Eine Stilllegung ist völlig fehl am Platz!“ Stattdessen müssten vorhandene Landschaftselemente und freiwillige Umweltleistungen beim Greening angerechnet werden. Außerdem forderte Heidl die Europaabgeordneten und den EU-Agrarrat auf, Betriebe mit klein strukturierten Flächen oder Gebiete mit vielfältiger Landschaftsstruktur zu befreien und einen Katalog mit sinnvollen Umsetzungsmöglichkeiten durchzusetzen. Nur so könnten die bayerischen Landwirte ihre vielfältigen gesellschaftlichen Aufgaben auch weiterhin erfüllen.
 
Tank oder Teller muss nach Ansicht des bayerischen Bauernpräsidenten dabei kein Widerspruch sein. „Bauern können beides. Fakt ist nämlich, dass bei der Erzeugung von Eiweißfuttermitteln als Nebenprodukt Biokraftstoff anfällt. So entstehen in Deutschland hochwertige und gentechnikfreie Eiweißfuttermittel und gleichzeitig kann so Energie aus Nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden.“ Auf effiziente und nachhaltige Weise würden so mehr als zwei Millionen Tonnen Soja ersetzt und Importe überflüssig gemacht. „Was wir deshalb brauchen, ist eine faire Bewertung von Erneuerbaren Energien und Kraftstoffen!“, forderte Heidl.

Eine zentrale Herausforderung sei es außerdem, der Bevölkerung effiziente und gleichzeitig nachhaltige Land- und Forstwirtschaft näher zu bringen. „Viele Menschen haben heute den Bezug zur Arbeit auf unseren Höfen und Feldern verloren“, so Heidl. „Deshalb existiert oft ein falsches Bild von Landwirtschaft und auch die Wertschätzung für heimisch erzeugte Lebensmitteln geht zunehmend verloren.“ Zusammen mit Marktpartnern müssten sich die bayerischen Landwirte dieser Entwicklung stellen. „Zu unserer Verantwortung als Bauern gehört es, dass wir Verbrauchern einen Blick in die Wirklichkeit zeitgemäßer Landwirtschaft und verantwortungsvoller Tierhaltung ermöglichen.“
 
Auch ein weiteres gesellschaftliches Problem beschäftigt die Bauern: Ernährungsbedingte Krankheiten nehmen zu, die Altersarmut steigt und immer mehr Haushalte sind verschuldet.  Die Landfrauen im Bayerischen Bauernverband haben den Handlungsbedarf erkannt und haben deshalb eine Unterschriftenaktion gestartet, um das Fach „Alltags- und Lebensökonomie“ an bayerischen Schulen einzuführen. Rückenwind bekommen die Landfrauen dabei von den zahlreichen Befürwortern – darunter auch die Moderatorin Ursula Heller oder die Bundestagsabgeordnete Marlene Mortler. Die Aktion läuft noch bis Ende April, Unterschriftenlisten können unter www.BayerischerBauernVerband.de heruntergeladen werden.
 
Den Inhalt zur Pressemappe finden Sie hier.

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