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02.12.2011 Pressemitteilung

Flächen der Bauern schützen

Bauernverband warnt zum Internationalen Tag des Bodens vor Flächenentzug

München (bbv) – "Land- und forstwirtschaftliche Nutzflächen müssen besser geschützt werden." Das fordert Hans Müller, Generalsekretär des Bayerischen Bauernverbandes anlässlich des Internationalen Tag des Bodens am 5. Dezember. "Unser Boden ist die Grundlage für eine sichere Versorgung mit Lebensmitteln, Futter und nachwachsenden Rohstoffen auch in Zukunft. Der Entzug von land- und forstwirtschaftlichen Nutzflächen, wie wir ihn seit Jahren erleben, muss endlich ein Ende haben", so Müller.
Tag des Bodens am 5. Dezember
© BBV
Bislang wird der Flächenverbrauch oft unterschätzt. Dabei wächst auf einem einzelnen Hektar, also einer Fläche mit 100 mal 100 Meter, genug Getreide für 10.000 Laib Brot. Man könnte auf dieser Fläche auch Futter für fünf Kühe oder 35 Schweine anbauen oder ausreichend nachwachsende Rohstoffe, um fünf Haushalte ein Jahr lang mit Strom zu versorgen. 2010 ist der Flächenentzug um 27 Prozent gestiegen. Jeden Tag gehen nun 20 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche verloren. Damit verschwinden der Fläche nach jeden dritten Tag zwei Betriebe. In Lebensmitteln gerechnet, wird der Landwirtschaft jeden Tag die Fläche für 200.000 Laib Brot entzogen.
 
Seit 1970 hat die landwirtschaftliche Nutzfläche in Bayern um 500.000 Hektar abgenommen. Das entspricht der heutigen Acker- und Grünlandfläche Niederbayerns. "Ein 'Weiter so!' darf es beim Flächenentzug nicht geben", fordert Müller. Nutzflächen müssten besser geschützt und notwendige Baumaßnahmen flächenschonend durchgeführt werden.
 
Durch die neuen Pläne der EU-Kommission zur Zukunft der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik werden die Probleme noch verschärft. Die Pläne zum Greening hätten nämlich zur Folge, das in Bayern zusätzlich noch 100.000 Hektar stillgelegt würden. Schwierig ist auch die Umsetzung der Energiewende, wie sie derzeit von der Bayerischen Staatsregierung und der Bundesregierung geplant wird. Dafür würden nach der bisherigen Regelung zusätzlich zu den Flächen für den Leitungsbau bundesweit weitere 400.000 Hektar an Ausgleichsflächen benötigt. "Die Energiewende ist von sich aus schon grün. Dafür dürfen keine weiteren Ökoflächen verlangt werden", sagte Müller. Darüber hinaus fordert er eine Überarbeitung des Vollzugs der Eingriffsregelung.


Um die Flächen und damit auch die Existenzgrundlage der Bauern besser zu schützen, fordern der Deutsche Bauernverband und alle Landesbauernverbände mit einer Petition an den Deutschen Bundestag notwendige Gesetzesänderungen. Weitere Informationen zur Petition unter www.BayerischerBauernVerband.de/Flaechenschutz.
 

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