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31.10.2012 Pressemitteilung

Statistisches Bundesamt lässt Fünfe grade sein

Rund 90 Prozent der Schafhalter in Deutschland fallen aus der Statistik

München (bbv) – In Deutschland wurden im Jahr 2011 von insgesamt 10.400 Betrieben 1.658.000 Schafe gehalten. Diese Zahlen stellte das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten vergangene Woche in einer Pressemitteilung als Zahl der Woche vor. Beim Bayerischen Bauernverband (BBV) war man irritiert über die scheinbar geringe Anzahl der Schafhalter in Deutschland. Denn: Eine andere Statistik besagt, dass es allein in Bayern schon rund 11.000 Schafhalter gibt.
Bundesamt für Statistik lässt rund 90 Prozent der Schafhalter in Deutschland aus der Statistik fallen.
© BBV
Schäfchen zählen – gar nicht so einfach

Recherchen des BBV ergaben: Der vermeintliche Widerspruch ergibt sich aus der Zählart bei der Erstellung der Statistik. Das Statistische Bundesamt, auf dessen Angaben sich das Bundesministerium bezieht, zählt nur Schafbetriebe, die 20 Tiere oder mehr halten. Es gibt aber durchaus weitere Daten über die bei den zuständigen Ämtern registrierten Bestände. Hier werden bereits Betriebe ab einem Schaf gemeldet. Nach dieser Statistik gibt es in Deutschland 97.400 Betriebe, die rund 2,5 Millionen Schafe halten. Zieht man von 97.400 Schafhaltern die 10.400 Betriebe mit mehr als 20 Stück ab „verbleiben“ also 87.000 Schafhalter mit weniger als 20 Schafen.
 
Damit stellen diese Betriebe also die überwiegende Mehrzahl der Schafhalter dar. Allein aus der Anzahl wird aber auch ihre Bedeutung nicht deutlich. Tatsächlich gibt es viele Schafhalter, die im Nebenerwerb Flächen bewirtschaften und Lammfleisch erzeugen, Restflächen bewirtschaften, Schafe zur Pflege und zum Freihalten der Landschaft halten. „Wer auch nur fünf Schafe hält, braucht Futter- und Weideflächen, hat die Tiere zu pflegen, braucht Stallgebäude und wendet Arbeitszeit dafür auf,“ erklärt BBV-Referent für Vieh und Fleisch Josef Wasensteiner. „Dass nicht viel damit verdient ist, unterstreicht den Idealismus, der dafür mitzubringen ist.“ 

Oft würden diesen Bauern noch zusätzlich Dokumentationspflichten und Bürokratie – häufig in Verbindung mit zusätzlichen Kosten – auferlegt. Das kann den „Spaß an der Freud“ gehörig verderben. Dann dürften sich die Zahlen von nahezu 100.000 Schafhaltern auf 10.000 noch schneller angleichen als dies ohnehin schon geschieht. Das wäre aber in Anbetracht der landeskulturellen Bedeutung der kleinstrukturierten Schafhaltung ein unwiederbringlicher Verlust.
 

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