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28.06.2012 Pressemitteilung

Preiskampf auf dem Rücken der Milchbauern

Molkereien und Landwirte dennoch vorsichtig optimistisch

München (bbv) – Verlässlichkeit und Preisstabilität – diese Tugenden lässt der Milchmarkt in Bayern aktuell schwer vermissen. Das sorgt für Unsicherheit bei den Erzeugern. Dazu kommt der jüngste Preisabfall bei den Milcherzeugerpreisen, die mit einem Rückgang im Frühjahr für zusätzliche Verunsicherung unter den Milchbauern gesorgt haben. Deshalb trafen sich auch beim Deutschen Bauerntag in Fürstenfeldbruck Vertreter des Berufsstandes mit dem Geschäftsführer der Allgäumilch Käse eG Hubert Dennenmoser, um über die aktuelle Lage am Milchmarkt zu sprechen.
Gerhard Höbel, Karwendel Milchwerke Buchloe, Milchpräsident Felßner, BBV-Präsident Heidl, Leonhard Welzmiller VMB, und Peter Kaindl (v.l.) diskutieren auf dem Betrieb Kaindl die aktuelle Situation am Milchmarkt.
© Bayerischer Bauernverband
Bereits in der Woche zuvor hatte sich der neue Präsident des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) Walter Heidl, mit seinem Stellvertreter im BBV, Milchpräsident Günther Felßner sowie dem Vorsitzenden des Verbandes der Milcherzeuger Bayern (VMB) , Leonhard Welzmiller zu einem Meinungsaustausch getroffen. Den Rahmen für das Gespräch bot der Milcherzeugerbetrieb von Peter Kaindl in Schöffelding in der Gemeinde Windach im Landkreis Landsberg am Lech.
 
Die Kontraktabschlüsse zwischen Lebensmitteleinzelhandel und Molkereien vor allem für die Konsummilch und Butter im April diesen Jahres beinhalteten ein eindeutigen Preisrutsch, an dem es nichts zu deuteln gäbe, stellte Präsident Heidl fest. Der Kampf zwischen den Giganten des Lebens­mitteleinzelhandels würde gerade in diesem Segment geradezu unerbittlich geführt – nicht zuletzt auf dem Rücken der Milchbauern, kritisierte auch Günther Felßner.
 
Darüber hinaus wird aber fast die Hälfte der bayerischen Milch zu Käse verarbeitet. Hier herrschen noch weitgehend stabile Verhältnisse Das beweist auch das Milchgeld von Landwirt Kaindl im Juni 2012: „32,5 Cent netto habe ich für den Liter Milch von meiner Molkerei Exquisa, Buchloe, bekommen. Das ist zwar angesichts der steigenden Kosten nicht ausreichend“, so Kaindl. Laut Prokurist Ernest Schäffer von Exquisa ist die Absatzsituation im Käsebereich weiterhin gut; die Erlössituation sei dem saisonalen Trend und dem aktuellen Finanzmarkt geschuldet.
 
Diese Einschätzung bestätigt auch der Austausch beim Deutschen Bauerntag: Hubert Dennemoser schätzt nach aktueller Marktlage, dass sich der Milchpreis für die nächsten beiden Quartale etwa zwischen 29 und 32 Cent einpendeln werde. Aufgrund der stark volatilen Märkte seien aber langfristige Prognosen nicht machbar. Auch DBV-Vizepräsident Udo Folgart zeigt sich vorsichtig optimistisch: „Wir haben keine Krise – es gibt Licht am Ende des Tunnels – die Preise werden sich wieder nach vorne entwickeln.“
 
Diese Einschätzungen stützen die Hoffnungen, die der Bayerische Bauernverband in die  jüngsten Entwicklungen auf dem Milchmarkt setzt. Wann diese Konsolidierung auch wieder zu steigenden Milchpreisen führt, kann angesichts laufender Verträge schwer vorausgesagt werden. Aber diese Entwicklung und die unbestritten positiven Aussichten auf den globalen Milchmärkten mit steigenden Nachfragen machen zuversichtlich.

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