Termine und Seminare
Dienstag 22. Mai 2018
| Garmisch-Partenkirchen
1-Tageslehrfahrt nach Garmisch-Partenkirchen
 [weiter...]
Dienstag 22. Mai 2018
Ansbach | Ansbach
Hofgarten Ansbach-ein barockes Juwel
Der Besucher wird über die 500-jährige [weiter...]
Dienstag 22. Mai 2018
Bamberg | Bamberg
Genießen mit heimischen Spargel - Kochkurs
Rund um den heimischen Spargel werden neben den [weiter...]
 [Alle Termine...]
Zur Homeseite
21.08.2012 Pressemitteilung

Zufriedenstellende Hektarerträge in Bayern

Frost und Trockenheit verhindern gute Getreideernte in Nordbayern

München (bbv) – „Auch in den Spätdruschgebieten Bayerns wird in nächsten Tagen der letzte Weizen und Raps geerntet sein. Damit ist die Getreideernte in Bayern so gut wie beendet“, so Georg Wimmer, Stellvertretender Generalsekretär des Bayerischen Bauernverbandes. Auswinterungsschäden und eine anhaltende Frühjahrstrockenheit sorgten aber in Teilen Nordbayerns für Ertragsausfälle und Mindererträge. In Südbayern hingegen sind die Getreidebauern mit den Hektarerträgen zufrieden. Mit insgesamt
6,5 Millionen Tonnen Getreide liegt die Ernte 2012 leicht über der Vorjahresmenge und knapp unter dem langjährigen Durchschnitt.
Erntebilanz 2012: Zufriedenstellende Hektarerträge in Bayern
© BBV
Die bayerischen Ackerbauern blicken besonders in Nordbayern auf ein Anbaujahr mit extremen Wetterkapriolen zurück. Über 100.000 Hektar Wintergetreide wurden durch die Kahlfröste im Winter so stark geschädigt, dass die Felder im Frühjahr umgebrochen und neubestellt werden mussten. Die Folgen von Frost und Trockenheit zeigen sich besonders durch enorme regionale Ertragsunterschiede bei Winterweizen, -gerste oder Raps. „Allein bei Wintergerste haben wir nach den ersten Meldungen bei den Erträgen eine Spannweite von
20 bis 105 Dezitonnen je Hektar“, erklärt Wimmer. Aus Regionen, in den keine Frostschäden auftraten und die Bestände im Frühjahr gut mit Wasser versorgt waren, werden überdurchschnittliche Hektarerträge gemeldet – vor allem bei Winter- und Sommergerste. Trotz der Frostschäden und größerer Anbauflächen von Sommergetreide, welches nicht die selben Erträge wie Wintergetreide erreicht, wird es in Bayern eine Getreideernte von 6,5 Millionen geben.

Der Ernteverlauf war ebenfalls zweigeteilt: Bis Anfang August unterbrach Regen immer wieder die Ernte. Teilweise mussten Landwirte ihr Getreide trocknen lassen, um es lagerfähig zu machen. In der zweiten Hälfte sorgte sommerliches, trockenes Wetter dafür, dass qualitativ hochwertiges Getreide geerntet werden konnte, das zu Mehl oder Malz weiterverarbeitet werden kann.

Steigende Getreidepreise wichtig
Anders als im letzten Jahr, als die Preise mit Beginn der Getreideernte deutlich sanken, setzte bei den Erzeugerpreisen eine positive Preisentwicklung für die Landwirte ein. Verantwortlich für den Preisanstieg sind die geringeren Ernteerwartungen in den USA und den Staaten der Schwarzmeerregion: Russland, Ukraine und Kasachstan. Hier herrschen aktuell starke Hitze und Trockenheit. Die überdurchschnittlichen Kostensteigerungen von bis zu elf Prozent bei Düngemitteln und für Diesel und Pflanzenschutzmittel sowie die den Betrieben entstandenen hohen Kosten für Umbruch und Neuansaat relativieren aber das stabile Erzeugerpreisniveau bei 230 Euro je Tonne. Im Vergleich zu den Getreidepreisen im Jahr 2008 oder 2010 mit über
30 Euro für den Doppelzentner ist das aktuelle Preisniveau aufgrund der stark gestiegenen Produktionsmittel also notwendig, um kostendeckend arbeiten zu können. „Wenn wie in diesem Jahr in Franken und den bayerischen Mittelgebirgslagen Auswinterung oder Trockenheit Schäden bzw. Zusatzkosten verursachen, ist der Getreideanbau für diese Betriebe ein Verlustgeschäft.“

Lebensmittel mehr wertschätzen
Die bei steigenden Getreidepreisen immer wieder aufkeimende Diskussion um Backwarenpreise findet Wimmer geradezu lächerlich. Es ist allen Bäckern bekannt, dass Lohnkosten, Mieten oder Energiekosten eine größere Rolle spielen als der Mehlpreis. „Selbst wenn sich der Preis für Brotgetreide verdoppeln würde, würde eine Semmel nur einen Cent mehr kosten“, so Wimmer. „Qualitativ hochwertige Nahrungsmittel wie Backwaren, Milch und Fleisch seien keine Selbstverständlichkeit und müssen es uns wert sein, mehr dafür zu bezahlen, wie es die Verbraucher ja auch in vielen Umfragen immer wieder bekräftigen“, so Wimmer. In Zeiten, in denen jeder Bundesbürger pro Jahr 81,6 Kilo Lebensmittel wegwerfe und nicht einmal elf Prozent seines Einkommens für Nahrungsmittel aufbringe, hätten nach Wimmers Auffassung diese Wertschätzung und das Verständnis noch nicht eingesetzt.   


Diesen Artikel empfehlen:
Seite drucken Nach oben
Zur Homeseite
string(9) "tag_cloud" string(11) "bbv_vor_ort"
BBV vor Ort
Unterfranken Oberfranken Mittelfranken Oberpfalz Schwaben Oberbayern Niederbayern
string(0) ""