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14.06.2017 EU-Agrarpolitik

Entscheidung des EU-Parlaments: Steigen jetzt Sojaimporte?

Pflanzenschutz auf Vorrangflächen im Greening ab 2018 komplett verboten

Am Mittwoch hat das EU-Parlament den Plänen der Europäischen Kommission zum Greening zugestimmt. Neben einigen Vereinfachungen wurde damit auch ein Verbot von Pflanzenschutzmitteln bei großkörnigen Leguminosen auf ökologischen Vorrangflächen auf den Weg gebracht. „Das Verbot macht die Fortschritte bei der europäischen Eiweißstrategie wieder zunichte“, kritisiert Bauernpräsident Walter Heidl.
Durch Eiweißpflanzen auf ökologischen Vorrangflächen konnte die Versorgung mit heimischem Eiweißfutter deutlich verbessert und der Sojaimport reduziert werden.
© BBV
„Bei der Einführung des Greening war eine Ausnahme in diesem Bereich vereinbart worden, um den Anbau von heimischem Eiweißfutter zu stärken“, sagt Heidl. „Während auf 90 Prozent der Vorrangflächen in Bayern bereits heute keine Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, konnte so gleichzeitig der Anbau von Eiweißpflanzen gefördert und seit 2015 um mehr als 70 Prozent erhöht werden.“

Durch den Anbau von Soja, Erbsen oder Bohnen auf ökologischen Vorrangflächen sind auch zusätzliche Blühflächen entstanden, es konnte die Versorgung mit heimischem Eiweißfutter gestärkt und gleichzeitig der Import von Sojafutter reduziert werden. „Das Verbot macht diese wichtigen Fortschritte bei der europäischen Eiweißstrategie wieder zunichte, denn der Anbau von Eiweißpflanzen ist bei uns ohne einen bedarfsweisen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln praktisch unmöglich“, sagt Heidl. Auch der beschleunigte Fortschritt bei der Zucht von Eiweißpflanzen droht nun ausgebremst zu werden.

Der Bayerische Bauernverband hatte in den vergangenen Wochen immer und immer wieder auf die Fortschritte bei der Versorgung mit regionalem Eiweißfutter hingewiesen und die bisherige Regelung verteidigt. Parallel hatten sich auch der Deutsche Bauernverband und der französische Bauernverband an alle deutschen und französischen Europaabgeordneten gewandt, um die Regelungen für den Eiweißpflanzenanbau im Greening zu erhalten. „Doch nun hat das EU-Parlament mit seinem Votum dem Greening und der europäischen Eiweißstrategie einen Bärendienst erwiesen“, sagt Heidl. „Nach dieser Entscheidung wird wohl auch der Import von Sojabohnen aus anderen Teilen der Erde zunehmen.“
 
Mit seiner Entscheidung hat sich das EU-Parlament dem Votum des Agrarausschusses widersetzt. Dessen Mitglieder hatten Ende Mai mit großer Mehrheit gegen die Pläne von Agrarkommissar Hogan gestimmt.

Weitere Informationen zum Thema unter www.BayerischerBauernVerband.de/Eiweiss-Strategie
 

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