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Pressedienst vom 05.10.2017

Bayerische Landfrauen sind Vorbild in Kenia

Am 15. Oktober ist Weltlandfrauentag

München (bbv) – Zum internationalen Tag der Frau in ländlichen Gebieten richten die Landfrauen im Bayerischen Bauernverband ihren Blick nach Kenia. Dort haben Bäuerinnen gerade eine eigene Landfrauengruppe gegründet – bayerische Bäuerinnen waren Vorbild.
Bayerische Bäuerinnen helfen afrikanischen Frauen, ihre Rechten und ihre wirtschaftliche Eigenständigkeit zu stärken.
© BBV LIZ
„Women Farmers Association of Kenya“ – das ist der Name der kenianischen Landfrauengruppe, deren Registrierung offiziell am 22. September 2017 erfolgte. „Die Gründung einer solchen Vereinigung ist ein großer Schritt für das Land, in dem  Bäuerinnen bzw. Frauen nur wenig Rechte haben“, sagt Angelika Eberl, Projektleiterin bei der BBV Landfrauen Internationale Zusammenarbeit GmbH, kurz BBV-LIZ.
 
Seit Mai dieses Jahres führt die BBV-LIZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ein Projekt mit Bäuerinnen in Westkenia durch. Ziel ist, die afrikanischen Frauen in ihren Rechten und ihrer wirtschaftlichen Eigenständigkeit zu stärken, vor allem in der Milchviehhaltung und im Süßkartoffelanbau. Im Rahmen des Projektes findet ein intensiver Austausch zwischen den Landfrauen beider Länder statt. Dazu gehört auch, sich gegenseitig zu besuchen. So waren erst im Januar kenianische Bäuerinnen in Bayern zu Gast, besichtigten Bauernhöfe, sprachen mit bayerischen Bäuerinnen über betriebliche Schwerpunkte und holten sich Einblick in die Arbeit der Landfrauengruppe im Bayerischen Bauernverband.

Landesbäuerin Anneliese Göller wird im November – gemeinsam mit drei weiteren bayerischen Bäuerinnen – nach Kenia reisen. Dort wollen die bayerischen Bäuerinnen ihren kenianischen Kolleginnen Tipps und Hinweise zur Aufzucht von Kälbern geben. „Der Wissenshunger bei den kenianischen Bäuerinnen ist sehr groß – sie schätzen unsere praktischen Erfahrungen sehr“, sagt Eberl.
 
Mit der Universität Hohenheim arbeitet die BBV-LIZ derzeit an einem Konzept zur Installierung von zwei solaren Milchkühlanlagen im Projektgebiet. Die Anlagen bereiten mittels Solarstrom Eis zu, mit dem die frische Milch in speziell gefertigten Milchkannen für mehrere Stunden gekühlt wird. Diese Technik ermöglicht es den Bäuerinnen in entlegenen Gegenden, die Abendmilch zu lagern und am nächsten Morgen in guter Qualität zu liefern. Für die Bauern verbessert sich damit der Zugang zum lokalen Markt sowie zur Fertigung von weiteren Milchprodukten. „Wir wollen, dass künftig mehr von solchen solaren Kühlanlagen in Kenia aufgestellt und diese Anlagen auch im Land selbst gebaut und gewartet werden. Erste Kontakte mit einer kenianischen Firma zur Herstellung dieser solaren Milchkühlanlagen sind bereits geknüpft“, betont Eberl.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter www.bbv-liz.de

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