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Pressedienst vom 29.06.2017

Spargelsaison 2017 mit großen Schwankungen

Keine ruhige Saison für Spargelbauern

München (bbv) – Mit dem Johannitag am 24. Juni endete offiziell die Spargelsaison 2017. Die bayerischen Spargelbauern schauen auf eine mäßige Saison mit großen Schwankungen zurück.
Mit den für die Jahreszeit extrem warmen Temperaturen im März setzte die heimische Spargelernte in diesem Jahr explosionsartig ein. „Zu dieser Zeit war die Nachfrage noch schwach, denn Gastronomie und Handel hatten sich noch nicht auf das Saisongemüse ausgerichtet“, sagt Theo Däxl, Gemüsereferent beim Bayerischen Bauernverband.
Auf der anderen Seite wurden Lieferungen aus Südeuropa im Großhandel billigst vertrieben. Auch heimischer Spargel musste bereits Anfang April im Großhandel deutliche Preisabschläge hinnehmen. Wegen des folgenden anhaltenden kalten Wetters ernteten die bayerischen Spargelbauern im April und Anfang Mai übersichtliche Mengen. „Doch auch die Verbraucher hatten bei den kalten Temperaturen keine große Lust auf Spargel und so hielten sich Angebot und Nachfrage die Waage.“
 
Auf und ab am Markt: Direkt- und Selbstvermarktung war tragende Säule
Mitte Mai drehte das Wetter: Wärme und Feuchtigkeit brachten größere Erntemengen hervor, gleichzeitig stieg die Verbrauchernachfrage. „Bereits Ende Mai war das Angebot aus heimischem Anbau so groß, dass sich insbesondere zu Wochenbeginn größere Überhänge bildeten. Die Preise im Großhandel und auch im Einzelhandel rutschten erneut ab“, erklärt Däxl. Bei diesen Schwankungen habe sich die Direkt- und Selbstvermarktung in Bayern auch in der Saison 2017 wieder einmal als tragende Säule des heimischen Spargelanbaus erwiesen. Bedingt durch starke Ernteschwankungen sei der Absatz über den Großhandel und die Großmärkte vielfach unbefriedigend gelaufen.
 
Etwas untypisch hätten viele Spargelbauern schon weit vor dem Johannitag die Ernte beendet. „Die Spargelsaison neigte sich heuer bereits Anfang Juni dem Ende entgegen. Die Lieferungen an die Märkte gingen deutlich zurück. Auch die Pfingstferien in Bayern sorgten für ruhige Nachfrage“, sagt Däxl.

Preise ab Hof zufriedenstellend, Großmarkt unter Druck
„Gemessen an dem von 8 Euro auf 8,60 Euro pro Stunde gestiegenen Mindestlohn in der Landwirtschaft hätten heuer die Spargelpreise sowohl im Hof-Verkauf als auch im Großhandel deutlich nach oben gehen müssen“, bewertet Referent Däxl. Rückblickend konnten jedoch nur in der Anbauregion Abensberg die höheren Lohnkosten zum Teil auf höhere Spargelpreise umgelegt werden. In der Region Schrobenhausen blieben die gemittelten Preise nahezu unverändert oder leicht rückläufig. Gravierend für die Erzeuger war die Preisrücknahme an den Großmärkten. Anders zeigte sich das Bild beim Grünspargel. Hier waren die Preise auf stabilem Niveau. Über die gesamte Saison blieben im Handel die Lieferungen an grünem Spargel aus heimischer Erzeugung begrenzt. Der Anteil von Grünspargel an den gesamten Spargelkäufen in Deutschland liegt mittlerweile bei ungefähr 11 Prozent. 

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