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Pressedienst vom 30.05.2018

Durchblick im Eis-Dschungel

Ein Eis geht immer! Aber welches?

München (bbv) – Ein Blick in die Tiefkühltruhen der Supermärkte lässt die Herzen aller Eisfans höher schlagen – riesengroß ist die Sortenauswahl. Aber die unterschiedlichen Bezeichnungen für Eis können verwirren: Was unterscheidet Eiscreme von Cremeeis? Oder was ist ein Sorbet? Die Landfrauen im Bayerischen Bauernverband geben einen Überblick im Eis-Dschungel und Tipps fürs selbstgemachte Eis.
Riesengroß ist die Eisauswahl in unseren Supermärkten. Doch was steckt drin?
© Fahrwasser/Fotolia
Eissorten unterscheiden sich nicht nur im Geschmack, sondern auch in ihren Zutaten und Mengenanteilen. In den Leitsätzen der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission ist die Zusammensetzung der einzelnen Sorten genau beschrieben. Ein Blick auf die Zutatenliste und die so genannte Verkehrsbezeichnung gibt Aufschluss über Art und Zusammensetzung des Eises:
  • Milcheis ist die häufigste Sorte in der handwerklichen Produktion und muss mindestens 70 % Milch enthalten.

  • Kremeis bzw. Cremeeis enthält mindestens 50 % Milch und auf einen Liter Milch mindestens 270 g Vollei oder 90 g Eigelb.

  • Rahmeis oder Sahneeis enthält mindestens 18 % Milchfett aus der bei der Herstellung verwendeten Sahne.
       
  • Eiskrem oder Eiscreme enthält mindestens 10 % Milchfett aus der bei der Herstellung verwendeten Sahne.

  • Fruchteiskrem oder Fruchteiscreme enthält mindestens 8 % der Milch entstammendes Fett und einen deutlich wahrnehmbaren Fruchtgeschmack aus der Frucht/den Früchten.

  • Fruchteis enthält einen Fruchtanteil von mindestens 20 %. Bei sauren Früchten wie Zitrone muss der Fruchtanteil mindestens 10 % betragen.

  • Frucht-Sorbet enthält einen Frucht-Anteil von mindestens 25 %. Die Geschmack gebende Frucht kann in der Bezeichnung das Wort „Frucht“ ersetzen, z. B. Himbeer-Sorbet, Cassis-Sorbet.

Neben Sahne können auch pflanzliche Fette wie z. B. Palmöl zugesetzt werd en. Diese Produkte werden in der Verkehrsbezeichnung als „Eis“ bezeichnet, z. B. „Premium Eis“ oder „Vanilleeis“ und müssen in der Zutatenliste die
zugesetzten Pflanzenfette auch angeben.

Tragen die Eissorten Namenbestandteile wie z. B. Milch-, Creme-, Krem-,
Rahm- oder Sahne- wird hingegen ausschließlich Milchfett verwendet. Wer selbst bestimmen möchte, was für Zutaten in seinem Eis zu finden sind, dem empfehlen die Landfrauen im Bayerischen Bauernverband doch einfach einmal Eis selbst zu machen.
 
Mit ein paar einfachen Handgriffen lässt sich auch zu Hause ein Eis ohne Eismaschine herstellen:

  1. Füllen Sie die gemischten Zutaten in einen tiefkühl-geeigneten Behälter.
  2. Geben Sie diesen Behälter in den Tiefkühlschrank.
  3. Sobald die Masse anfängt zu gefrieren, rühren Sie die Eismasse mit einem Schneebesen gut durch und stellen sie wieder zurück in den Tiefkühl-schrank.
  4. Wiederholen Sie diesen Vorgang ca. alle ½ Stunde drei- bis viermal.
  5. Ist das Eis dann noch zu weich, nochmal 1-2 Stunden tiefkühlen
  6. Alle, die oft selbstgemachtes Eis essen möchten und denen das Rühren auf Dauer zu aufwendig ist, sollten eventuell über die Anschaffung einer Eismaschine nachdenken.

Erdbeereiscreme
 
Zutaten für 2 Portionen
150 g Erdbeeren
70 g feiner Zucker oder Puderzucker
125 ml frische Milch
50 ml süße Sahne
2 EL Zitronensaft

Zubereitung
Erdbeeren waschen und das Grün entfernen.
Erdbeeren mit Zucker pürieren und mit Milch und Zitronensaft vermischen.
Sahne steif schlagen und unterziehen.
Eismasse nach dem oben beschriebenen Verfahren tieffrieren.

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