Termine und Seminare
Samstag 25. November 2017
| Werneck | Essleben
Brandbekämpfung mit dem Feuerlöscher
Die Kenntnis zum Umgang mit einem [weiter...]
Samstag 25. November 2017
| Stuttgart
Musical-Fahrt " Bodyguard" nach Stuttgart
Das preisgekrönte Musical mit den Liedern von [weiter...]
Samstag 25. November 2017
Lindau (Bodensee) | Lindau | Unterreitnau
Natürliche Deko-Ideen für den Advent
Die Natur selbst liefert die Vorlagen für [weiter...]
 [Alle Termine...]
Zur Homeseite
Pressedienst vom 20.04.2017

Fischotter breiten sich in Bayern aus

Otterberater Martin Maschke steht betroffenen Teichwirten zur Seite

München (bbv) – Als einer von drei Otterberatern in Bayern ist Martin Maschke vom Landwirtschaftsamt Regen der Ansprechpartner für Teichwirte in Niederbayern. Ein Gespräch über Otter in Bayern und seinen Einsatz für die Teichwirte.
Teichwirte können ihren Fischbestand vor dem Fischotter schützen, indem sie Zäune an Forellenteichen und an kleineren Karpfenteichen aufstellen.
© Cloudtail - Fotolia.com
BBV: Wo genau haben sich Otter in Bayern wieder ausgebreitet?
Maschke: Wir sprechen von einer Durchsiedelung; er ist bayernweit unterwegs. 2012 wurden bei einer DNA-Untersuchung an den Bächen links der Donau in Niederbayern 240 Tiere erfasst. Schwerpunkte der Besiedelung sind Niederbayern und die Oberpfalz, aber die Tiere kommen ebenso in Oberbayern, Oberfranken und Mittelfranken vor.

BBV: Wie viel Fisch braucht ein ausgewachsener Otter am Tag?
Maschke: Wir unterscheiden zwischen den Sommer- und Wintermonaten. Im Winter liegt der Bedarf an Futter bei bis zu einem Kilogramm Fisch am Tag. Im Sommer stehen dem Otter auch Amphibien als Futter zur Verfügung.

BBV: Wie hoch sind die Schäden für Teichwirte?
Maschke: Die Schäden in der Teichwirtschaft sind so hoch, dass einige Betriebe im Nebenerwerb schon ihre Produktion eingestellt haben. In Euro können wir die Schäden bislang nicht  beziffern. Aktuell bearbeiten die drei Fischotterberater in Bayern (zwei weitere in der Oberpfalz) die Entschädigungsanträge. Bis Mitte des Jahres werden wir einen besseren Überblick über die Höhe und Verteilung der Schäden haben.

BBV: Wie können Teichwirte ihren Fischbestand schützen?
Maschke: Momentan nur, indem sie Zäune an Forellenteichen und an kleineren Karpfenteichen aufstellen. Abwehrmaßnahmen über Duftstoffe werden gerade getestet.

BBV: Welche Unterstützung erhalten betroffene Teichwirte?

Maschke: Zum einen kann der Zaunbau über den Europäischen Meeres- und Fischereifond (EMFF) gefördert werden. Zum anderen können Schäden über den Fischotter-Managementplan zur Regelung von Fischotterschäden in der Teichwirtschaft finanziell ausgeglichen werden. Wir Otterberater beraten und begleiten die Teichwirte beim Bau von Abwehrmaßnahmen  und kümmern uns um die Abwicklung von Entschädigungszahlungen. Dahinter steht immer das Ziel, Schäden von der Teichwirtschaft abzuwenden.


Thematisch ähnliche Artikel:
Diesen Artikel empfehlen:
Seite drucken Nach oben
Zur Homeseite
BBV vor Ort
Unterfranken Oberfranken Mittelfranken Oberpfalz Schwaben Oberbayern Niederbayern