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Pressedienst vom 20.04.2017

Frühjahr auf den bayerischen Feldern

Aussaat von Mais, Kartoffeln und Sommergetreide hat begonnen

München (bbv) – In der bayerischen Landwirtschaft hat die Feldarbeit begonnen. In ganz Bayern haben die Bauern das warme und trockene Wetter vor Ostern genutzt, um Mais, Kartoffeln und Sommergetreide in die Erde zu bringen. Die Niederschläge der letzten Tage waren dringend nötig, doch nun haben Regen und Schnee die Arbeiten auf den Feldern gebremst. Wenn die Temperaturen in den Nächten weiter fallen, sind Frostschäden zu erwarten.
In ganz Bayern haben die Bauern das warme und trockene Wetter vor Ostern genutzt, um Mais, Kartoffeln und Sommergetreide in die Erde zu bringen.
© BBV
Wenn das Thermometer wie in der Karwoche in den zweistelligen Bereich klettert, starten die Landwirte mit der Maisaussaat, denn der Mais mag es warm. „Die Maiskörner brauchen eine Keimtemperatur von acht bis zehn Grad Celsius im Boden. Da die Körner in eine Tiefe von drei bis sechs Zentimetern gelegt werden, braucht es über einen gewissen Zeitraum stabile wärmere Temperaturen“, sagt Anton Huber, Ackerbaureferent des Bayerischen Bauernverbands. Für gute Erträge benötigt Mais außerdem eine möglichst lange Wachstumszeit. „Landwirte müssen deshalb immer abwägen zwischen früher Aussaat und einer längerer Vegetationszeit sowie der Frostgefahr durch die Eisheiligen Anfang Mai“, betont Huber. Frost würde die jungen Maispflänzchen empfindlich schädigen.

Mais gehört zu den sogenannten C4-Pflanzen. Diese sind besonders gut an trockenheiße Standorte mit hohem Lichtangebot angepasst und nutzen das vorhandene Kohlendioxid im Vergleich zu C3-Pflanzen (z. B. Weizen und Gerste) viel besser. Mais ist bezogen auf die Anbaufläche die wichtigste landwirtschaftliche Kultur in Bayern. Seine Nutzung erfolgt als Silomais – für Futterzwecke oder zur Produktion von Biogas – oder als Körnermais.

Kartoffeln werden gepflanzt
Auch Pflanzkartoffeln mögen eine warme Frühjahrswitterung. „Dabei kann die richtige Bodenbearbeitung die Bodenerwärmung im Saatbett fördern“, so Johann Graf, Kartoffelreferent beim Bayerischen Bauernverband. Nur im warmen Boden könne die Kartoffel zügig wachsen. Das schützt sie vor Keimkrankheiten. In den bayerischen Anbaugebieten laufe die Pflanzung von Kartoffeln derzeit auf Hochtouren. „Die Knollen werden in gleichmäßigen Abständen in etwa 18 bis 20 Zentimeter hohe Erddämme eingesetzt, die in der Regel 75 cm weit auseinander stehen. Die Dämme schirmen die heranwachsenden Knollen vor Licht ab und beugen dem Ergrünen vor“, sagt Graf.

Bereits einen Monat vor der Einpflanzung werden die Pflanzkartoffeln in Keimstimmung gebracht: Nachdem die Pflanzkartoffeln über den Winter bei drei bis vier Grad Celsius im Dunkeln gelagert wurden, damit sie nicht keimen, werden sie bei guter Belüftung auf zehn Grad Celsius erwärmt. Durch die Zufuhr von Tageslicht oder künstlicher Beleuchtung wird der Keimvorgang beschleunigt. Die Kartoffeln sind am besten zum Einpflanzen geeignet, wenn sie mindestens acht Grad Celsius haben und die Keime gut erkennbar sind. Beim Kartoffelanbau ist Bayern nach Niedersachsen das zweitwichtigste Anbauland in Deutschland.

Aussaat von Sommergetreide

Auch die Aussaat von Sommergetreide ist angelaufen. Das Sommergetreide wird im Gegensatz zum Wintergetreide - das den Frost zur Entwicklung benötigt- erst im Frühjahr gesät. Angesichts der kürzeren Vegetationszeit liefert es meist geringere Erträge als Wintergetreide. Typische Sommergetreide sind zum Beispiel Gerste und Hafer. Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Statistik bewirtschaften Bayerns Landwirte rund 2 Millionen Hektar Ackerland. Mit 1,14 Millionen Hektar war 2016 über die Hälfte der Ackerlandfläche mit Getreide zur Körnergewinnung bestellt.

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