Termine und Seminare
Montag 24. April 2017
Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim | Mkt. Nordheim | Herbolzheim
Ortsbäuerinnen-Stammtisch mit Beirätin Sonja Kretschmer
Rückblick auf die abgelaufene Landfrauen- und [weiter...]
Montag 24. April 2017
Neumarkt i.d.OPf. | Pyrbaum | Schwarzach
"Red´n mit die Leit, man red ja mit´m Vieh aah"
Der Referent möchte bei diesem Thema den [weiter...]
Montag 24. April 2017
Kronach
Lehrfahrt nach Oberfranken - Es gibt viel zu entdecken -
 [weiter...]
Zur Homeseite
10.03.2017 Düngeverordnung

„Nachhaltige Nährstoffversorgung sicherstellen“

Bundesrat-Entscheidung: Enderle lehnt weitere Verschärfung bei Düngeverordnung ab

Am 13. März wird der Agrarausschuss des Bundesrates über neue Düngeverordnung entscheiden. „Bei der Düngung muss jetzt für die Landwirte endlich Rechtssicherheit geschaffen werden“, sagt Alfred Enderle, Umweltpräsident des Bayerischen Bauernverbandes. „Die nach langen Diskussionen gefundene politische Einigung müsse beibehalten und die Düngeverordnung wie geplant am 31. März im Bundesrat verabschiedet werden.
"Um eine nachhaltige Nährstoffversorgung für die Pflanzen auf Acker- und Grünland sicherzustellen, dürfen die Bundesländer nicht noch zusätzliche Verschärfungen auf den Weg bringen," sagt Alfred Enderle, BBV-Umweltpräsident.
© BBV
„Der Vorschlag von Bundesregierung, Bundestag und Länder fordert den Bauern bereits enorm viel ab. Gerade für bäuerliche Familienbetriebe sind die Auflagen oft überzogen. Um eine nachhaltige Nährstoffversorgung für die Pflanzen auf Acker- und Grünland sicherzustellen, dürfen die Bundesländer nun nicht noch zusätzliche Verschärfungen auf den Weg bringen.“ Neben viel Bürokratie und Einschränkungen umfasst die aktuelle Fassung der neuen Düngeverordnung Verschärfungen bei Düngeplanung und Nährstoffvergleich, eingeschränkter Herbstdüngung, Ausweitung der Ausbringrestriktionen oder Vorgaben zur Ausbringtechnik. „Nach sechs Jahren Diskussion ist es daher an der Zeit, Rechtssicherheit zu schaffen“, sagt Enderle.

Bei der Diskussion um Wasserqualität fordert Enderle mehr Sachlichkeit. „Der Nitratbericht der Bundesregierung zeigt für Deutschland eine solide Wasser-und Gewässerqualität auf. Wenn mit der Düngeverordnung trotzdem alle Regionen über einen Kamm geschoren werden, ist das ein schwerwiegender Fehler“, sagt Enderle. „In den Regionen, wo es Probleme gibt, müssen zusammen mit den Landwirten umsetzbare Maßnahmen ergriffen werden.“

Bayern hebt sich laut Nitratbericht der positiv ab: beim Nitratmessnetz für die Landwirtschaft erfüllt das Wasser an 91 Prozent der Messstellen die strengen Grenzwerte. „Wo es lokal oder regional Probleme mit der Wasser- und Gewässerqualität gibt, arbeiten wir Landwirte mit allen Beteiligten zusammen, um die Ursachen zu finden und umsetzbare Maßnahmen zu ergreifen“, erläutert Enderle. Der Bauernverband unterstützt und begleitet die Landwirte beim kooperativen Wasser- und Gewässerschutz.

„Jeden dritten Hektar bewirtschaften die bayerischen Bauern im Rahmen der Agrarumweltprogramme, des Kulturlandschaftsprogramms oder des Vertragsnaturschutzes“, sagt Enderle. Unter anderem für den Wasser- und Gewässerschutz werden auch im Rahmen der EU-Agrarpolitik ökologische Vorrangflächen angelegt. Das sogenannte Greening hat im Jahr 2016 bayernweit insgesamt 230.000 Hektar Ackerland umfasst. 

Diesen Artikel empfehlen:
Seite drucken Nach oben
Zur Homeseite
BBV vor Ort
Unterfranken Oberfranken Mittelfranken Oberpfalz Schwaben Oberbayern Niederbayern