Termine und Seminare
Freitag 15. Dezember 2017
Neuburg-Schrobenhausen | Königsmoos | Untermaxfeld
Adventsfrühstück
Der Ortsverband Untermaxfeld lädt alle Landfrauen [weiter...]
Freitag 15. Dezember 2017
| Cadolzburg
Winterlehrfahrt nach Fürth und Cadolzburg
 [weiter...]
Freitag 15. Dezember 2017
Bad Tölz-Wolfratshausen | Oberherrnhausen
Schmuck selber machen
Sie sind kreativ und wollten schon immer Schmuck [weiter...]
 [Alle Termine...]
Zur Homeseite
01.12.2017 Landesversammlung

60 Jahre Dorfhilfe in Bayern

Landesbäuerin dankte für „aufopfernden Dienst am Menschen“

Sie übernehmen Aufgaben im Haushalt, der Pflege, der Erziehung und der Landwirtschaft, wenn Hausfrau oder Hausmann krankheitsbedingt für eine bestimmte Zeit ausfallen: Dorfhelferinnen und Betriebshelfer. Vor 60 Jahren wurde die Dorfhilfe in Bayern ins Leben gerufen – das Jubiläum wurde im Rahmen der Landesversammlung in Herrsching gefeiert.
Landesbäuerin Anneliese Göller auf der BBV-Landesversammlung 2017
© BBV
Die Idee reicht zurück ins Jahr 1957. Damals waren die ersten Dorfhelferinnen zur Stelle, um Bauernfamilien in schwierigen Situationen zu unterstützen. Sie sprangen dort ein, wo sie am dringendsten gebraucht wurden, manchmal auch außerhalb von Hof und Familie aufgetragen, zum Beispiel in der Gemeinde oder rund um die Kirche. Bis heute sind Dorfhelferinnen auf den bayerischen Bauernhöfen oft Retter in der Not. Sie springen ein, wenn die Bäuerin oder der Bauer krank werden, wenn Kinder versorgt oder wenn Angehörige gepflegt werden müssen.

„Die Rahmenbedingungen für unsere bäuerlichen Familienbetriebe können noch so gut sein. Aber wenn in der Familie oder im Betrieb eine unerwartete Notsituation eintritt, wenn Krankheit, Unfall oder Tod den Alltag unserer Familien – oftmals von einer Sekunde auf die andere – durcheinanderbringen, dann nützen auch die besten Rahmenbedingungen nichts. In solchen Situationen kommt es nur noch darauf an, dass betroffenen Familien schnellstmöglich und umfassend Hilfe zuteilwird“, sagte Landesbäuerin Anneliese Göller mit Blick auf die Arbeit der Dorfhilfe.

Etwa 200 Dorfhelferinnen arbeiten in ganz Bayern, 130 werden von der „Katholischen Dorfhelferinnen & Betriebshelfer GmbH“ (KDBH) vermittelt. Die hohe Fachkompetenz sichert eine gezielte berufliche und persönliche Fortbildung der Einsatzhelfer/innen. Eine jährliche Fortbildung ist verpflichtend.

„Ich habe größten Respekt vor der Arbeit und dem Engagement unserer Dorfhelferinnen. Sie leisten Arbeit nicht nur auf fachlich höchstem Niveau, sondern sie sind auch stark genug, schwierige und äußerst belastende Situationen auszuhalten“, betonte Göller und dankte den Dorfhelferinnen für ihren „aufopfernden Dienst am Menschen“.

Die Landesbäuerin dankte zudem Staatsminister Helmut Brunner und seinem Haus für die finanzielle Unterstützung. „Die Trägerorganisationen gehen mit diesen öffentlichen Geldern sehr bewusst, sparsam und effizient um. Ohne diese Unterstützung könnte Dorf- und Betriebshilfe flächendeckend in Bayern in diesem notwendigen Umfang nicht angeboten werden“, sagte sie.
 
Prälat Bernhard Piendl vom Deutschen Caritasverband, Landesverband Bayern, gratulierte zum Jubiläum "60 Jahre Dorfhilfe in Bayern"
© BBV

 
Über ihre Erfahrungen in der Dorf-und Betriebshilfe tauschten sich aus: Hans Müller (BBV), Hanni Hell (KDBH), Klara Andre (aktuell tägige Dorfhelferin), Magdalena Bamgartner (Mitglied einer Einsatzfamilie), Resi Reichl (Dorfhelferin der ersten Stunde), Wolfgang Wagner (Evangelisches Bildungszentrum Hesselberg) (v. l.) Die Podiumsdiskussion moderierten Martin Wunderlich (li.) und Stefan Kürschner (re.)
© BBV
 

Thematisch ähnliche Artikel:
Diesen Artikel empfehlen:
Seite drucken Nach oben
Zur Homeseite
BBV vor Ort
Unterfranken Oberfranken Mittelfranken Oberpfalz Schwaben Oberbayern Niederbayern