KREISVERBAND KULMBACH

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Schlepper mit Güllefass

Verschiebung der Sperrfrist auf Grünland 2020/2021

Kernsperrfrist wird verschoben
15.10.2020 |

Auf Antrag des BBV wurde für Oberfranken die Sperrfrist für die Ausbringung von Düngemittel mit einem wesentlichen Gehalt an Stickstoff (mehr als 1,5 % N in der TS) auf Grünland, Dauergrünland und Ackerland mit mehrjährigem Feldfutterbau (Saat vor 15. Mai und mindestens zwei Hauptnutzungsjahre) verschoben.

Zu den betroffenen Düngemitteln gehören Jauche, Gülle, Gärsubstrat (fest und flüssig), Klärschlamm, Geflügelkot, stickstoffhaltige Mineraldünger und auch Gemische aus organischen und mineralischen Dünger.

Die Kernsperrfrist für Dauergrünland wurde auf 15.11.2020 bis 14.02.2021 festgelegt.

Nach dem letzten Schnitt des Grünlands und mehrjährigem Feldfutterbaus darf nach der neuen Düngeverordnung maximal 30 kg/ha Ammonium- bzw. 60 kg/ha Gesamtstickstoff gedüngt werden.

 

Die Verschiebung der Sperrfrist gilt nicht für weiterreichende Auflagen in Wasserschutzgebieten.

Für Flächen, die sich in angrenzenden Regierungsbezirken bzw. Bundesländern befinden, gilt die Sperrfrist des jeweiligen Regierungsbezirkes bzw. Bundeslandes.


Auf Ackerland beginnt die Sperrfrist generell nach der Ernte der letzten Hauptfrucht und dauert bis einschließlich 31. Januar. Die Hauptfrucht ist grundsätzlich die Frucht, die im Mehrfachantrag angegeben ist. Die Verschiebung der Sperrfrist auf Ackerland ist nicht möglich.

 

Die übrigen Bestimmungen der Düngeverordnung bleiben davon unberührt.
Das gilt vor allem für das Verbot,  Düngemittel auf
•    wassergesättigten
•    gefrorenen
•    mit Schnee bedeckten Böden auszubringen.

Unberührt von dieser Verschiebung bleiben auch die Sperrfristen, die für die Flächen in Wasserschutzgebieten in der jeweils gültigen Fassung der Wasserschutzgebietsverordnung vorgegeben sind.

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