KREISVERBAND KITZINGEN

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Kindergarten Obernbreit im Landkreis Kitzingen bei der Schleppertour

Bayern blüht auf

Blühschlepper macht Halt im Landkreis Kitzingen
08.08.2019 |

Mit einer bayernweiten Schleppertour unter dem Motto „Bayern blüht auf“ macht der Bayerische Bauernverband im Sommer 2019 auf das Engagement der Landwirtschaft für die Artenvielfalt aufmerksam. Heute machte die Tour Station im Landkreis Kitzingen.

In Obernbreit hat der Landwirt Horst Schmidt im Frühjahr 2019 Blühflächen angesät und Patenschaften dafür angeboten. Auch der örtliche Kindergarten besitzt hier eine Blühpatenschaft. Die Kinder besuchten die Blühfläche seither in regelmäßigen Abständen und freuten sich über die Blütenpracht.

Sabine Keil vom Bienenhof aus Hüttenheim hat auch Blühflächen angesät und brachte den Kindern Honig mit. Die Kinder ließen sich Honigbrote schmecken. „Es ist wichtig den Kleinsten bereits in der frühen Kindheit die Bedeutung von Natur und Artenschutz zu erklären“, unterstrich Kreisobmann Alois Kraus und dankte Landwirt Schmidt und dem Kindergarten für die beispielhafte Zusammenarbeit.

Anschließend ging es weiter nach Willanzheim. Dort gibt es eines der wenigen Vorkommen des Ortolan in Europa. Der Ortolan ist eine seltene Ammernart. „Es ist eine unsere seltensten Vogelarten – und kommt unter anderem nur noch in Mainfranken vor“ erklärte Diplombiologin Kobbeloer vom Landesbund Vogelschutz Unterfranken. Der Vogel hat hohe ökologische Anforderungen bei der Wahl seiner Brutplätze, die in Zusammenarbeit mit örtlichen Landwirten auf freiwilliger Basis ermöglicht werden.

Aber auch der selten gewordene Feldhamster wird in Willanzheim geschützt. Nur noch in wenigen Regionen Bayerns ist der Feldhamster zu finden. Im Landkreis Kitzingen beteiligen sich zahlreiche Landwirte am Feldhamster-Hilfsprogramm der bayerischen Naturschutzbehörden. Dieses Projekt stellte Janina Kempf, ebenfalls Diplom-Biologin beim  Landesbund Vogelschutz vor.

„Die Landwirte leben von der Natur. Daher ist Ihnen Artenschutz und der verantwortungsvolle Umgang mit unseren Feldern sehr wichtig“, resümierte Dienststellenleiter Wilfried Distler am Ende der Rundfahrt.  

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