KREISVERBAND CHAM

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Personen vor Traktor
Beim Erntegespräch wurde auch die BBV Schleppertour "Bayern blüht auf" den Medien vorgestellt.

Kein einheitliches Bild bei der Ernte

Erntepressegespräch in Pitzling
19.07.2019 |

Während sich einige Landwirte über gute Erträge freuen können, treibt anderen der Blick auf ihre zu trockenen Böden und schwachen Bestände eine Sorgenfalte ins Gesicht. Grund dafür sind die lokal sehr unterschiedlich ausgefallenen Niederschläge.


„Die Trockenzeit des Jahres 2018 war erst im Dezember zu Ende, im Januar kam es zu teilweise starken, aber durchaus willkommenen Schneefällen. Aber schon im Februar hatten wir wieder unterdurchschnittliche Niederschläge, der Boden konnte über den Winter seine Wasservorräte nicht ausreichend auffüllen. Gerade in den tieferen Bodenschichten fehlte weiterhin Wasser. Dem eher zu kalten und regional auch nassen Mai folgte schließlich ein heißer und zu trockener Juni“, so fasste Bezirkspräsident Wutz die Lage beim diesjährigen Erntegespräch in Pitzling zusammen. „Wir rechnen daher mit einer insgesamt durchschnittlichen Ernte“, so Wutz weiter. Einbußen erwartet er dagegen im Grünlandbereich. Während im Landkreis Cham die ersten beiden Schnitte durchschnittlich ausgefallen waren, erwarten einige Betriebe nun beim dritten Schnitt nur geringe Erträge. Hackfrüchte wie Kartoffeln und Mais haben bis zur Ernte im Herbst noch Zeit zum Wachsen, allerdings brauchen sie dafür Wasser. „Das ideale Wachstumswetter ist eher schwülwarm und feucht“, meinte Betriebsleiter Wolfgang Plötz.


Insgesamt stehen in der Oberpfalz über 143.000 Hektar Getreide zur Ernte an. Hauptkultur ist der Winterweizen mit knapp 54.000 Hektar, gefolgt von Wintergerste mit knapp 40.000 Hektar. Von Bedeutung für die Oberpfalz sind die Kartoffeln, die auf rund 6.500 Hektar angebaut werden. Auch seine Weizenernte stehe unmittelbar bevor, erklärt Wolfgang Plötz. Er rechne mit einem durchschnittlichen Ertrag.

 

 

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 Personen vor Traktor
Michael Ederer fuhr den Traktor von Schwandorf nach Cham

BBV Schleppertour "Bayern blüht auf"


Auf dem Blühstreifen neben dem Kartoffelfeld stand auch ein Schlepper der etwas anderen Art. Er ist mit bunten Blumen beklebt und steht für die Aktion „Bayern blüht auf“. Mit seiner Schleppertour macht der Bayerische Bauernverband im Sommer 2019 auf das Engagement der Landwirtschaft für die Artenvielfalt aufmerksam. Auf seiner Strecke durch ganz Bayern hält der Traktor an verschiedenen Stationen und Projekten. So auch in Pitzling. Alle Haltepunkte haben eines gemeinsam: Sie zeigen die Bereitschaft der Bäuerinnen und Bauern, sich für die Artenvielfalt einzusetzen. Knapp 41,5 Prozent der Flächen in Bayern werden landwirtschaftlich genutzt und sind gleichzeitig Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

Wutz betonte, dass die Hälfte der Landwirte in der Oberpfalz sich freiwillig zu besonderen Leistungen für den Umwelt- und Naturschutz verpflichtet haben. „Rund ein Drittel der landwirtschaftlichen Flächen werden über das bayerische Vertragsnaturschutz- und Kulturlandschaftsprogramm bewirtschaftet, jeder zweite Landwirt hat hier Verträge über besondere Bewirtschaftungsmaßnahmen, wie zum Beispiel Anbau von Zwischenfrüchten abgeschlossen.“, erklärte Bezirkspräsident Wutz. Und Bezirksbäuerin Rita Blümel ergänzt: „Wir Bauern helfen mit unserer täglichen Arbeit und verantwortungsvollen Wirtschaftsweise, die bayerische Kulturlandschaft und die Vielfalt der heimischen Tier- und Pflanzenwelt in Bayern zu erhalten. Ob Ackerbauer oder Milchviehhalter, Schäfer oder Teichwirt – jeder Betrieb ist ein wichtiger Partner für den Erhalt der heimischen Tier- und Pflanzenarten sowie der Vielfalt der bayerischen Kulturlandschaften.“

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