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18.01.2018 Kommentar

Nicht hinnehmbar

Kommentar zur Ferkelkastration von Direktor Carl von Butler, BBV

Man könnte schon zynisch werden: Deutschland will immer Musterschüler sein! Dabei wäre ja noch nachvollziehbar, wenn Deutschland von bewusst manipulierten Dieselmotoren über die perfekte Autobahnmaut bis zum besten Flughafen Berlin immer die Nummer eins in Europa sein möchte. Dass die deutsche Politik aber den vierten Weg, das heißt örtliche Betäubung bei der Ferkelkastration, konsequent ignoriert und einen ganzen Wirtschaftszweig zerstört, ist schlichtweg nicht hinnehmbar.
Carl von Butler, Direktor im Bayerischen Bauernverband
© BBV
 
 Was bezweckt das Bundeslandwirtschaftsministerium mit seiner unnachgiebigen Haltung? Tierschutz sicherlich nicht, Klimaschutz auch nicht (Isofluran), oder verfolgt es nur noch Einzelinteressen? Wir Bauern verstehen es einfach nicht! Rund um Deutschland setzt Vernunft ein. Die Schweizer, die Belgier, die Schweden, die Dänen und in Kürze sicherlich auch die Niederländer folgen der Vernunft. Und was macht Deutschland? Der Berufsstand hat nie ein Verbot von Ebermast, Improvac oder Isofluran gefordert. Lediglich zu Kohlendioxid haben wir ein klares Nein geäußert. Was um Himmels Willen hält die deutsche Politik davon ab, Vernunft anzunehmen und einen vierten Weg neben den anderen zuzulassen? Nochmals, die Ferkelerzeuger verstehen es nicht.

Es geht offensichtlich schon lange nicht mehr um eine seriöse und fachlich fundierte Diskussion und Argumentation. Es geht nur noch darum, dem Ende der deutschen Ferkelerzeugung einen Namen zu geben. Wenn das Bundeslandwirtschaftsministerium bei seiner unnachgiebigen Haltung bleibt, ist die deutsche Ferkelerzeugung am Ende.

Welche Bewegründe dahinter stecken, bleibt das Geheimnis des Bundesministeriums. Die großen Verlierer werden die Ferkelerzeuger sein. Dazu darf es nicht kommen. Jetzt ist Bundesminister Schmidt massiv gefordert, endlich die Vernunft  walten zu lassen, die in unseren Nachbarstaaten schon lange vorhanden ist.

 

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