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31.08.2017 Tierhaltung

Hochträchtige Rinder und Schweine nicht schlachten

Schlachtung hochträchtiger Säugetiere ab 1. September 2017 verboten

Am 1. September 2017 tritt das Gesetz zum Verbot der Schlachtung hochträchtiger Säugetiere in Kraft. Es ist dann verboten, ein hochträchtiges Säugetiere (im letzten Drittel der Trächtigkeit) zur Schlachtung abzugeben. Das haben Bundestag und Bundesrat im Juni beschlossen. Schafe und Ziegen sind von dem Gesetz zunächst ausgenommen, es betrifft somit in erster Linie Rinder und Schweine.
Ab 1. September gilt ein Verbot zur Schlachtung hochträchtiger Säugetiere.
© BBV
Ausnahmen für das Gesetz gelten nur im Tierseuchenfall oder im Einzelfall nach tierärztlicher Indikation. Im letzteren Fall muss die Indikation vom Tierarzt auf einer Bescheinigung vermerkt und vom Landwirt drei Jahre aufbewahrt werden. Liegen keine der beiden Ausnahmen vor, droht dem abgebenden Betrieb ein Bußgeld bis maximal 5.000 Euro. Von Sanktionen wird abgesehen, wenn der Landwirt nachweisen kann, dass er nicht fahrlässig gehandelt hat (z.B. durch Dokumentation des negativen Trächtigkeitsbefundes nach einer Untersuchung). Nottötungen oder Notschlachtungen sowie die geltenden Transportbestimmungen werden durch dieses Gesetz nicht beeinflusst.

Doch auch unabhängig von dem Gesetz gibt es keinen wirtschaftlichen Grund für die Schlachtung eines hochtragenden Tieres. Auch wenn eine europäische Expertenkommission (EFSA) es als sehr unwahrscheinlich erachtet, dass Föten im letzten Drittel der Trächtigkeit Schmerzen empfinden können, sollte die Schlachtung eines hochtragenden Tieres grundsätzlich vermieden werden. Genaue Tierbeobachtung und rechtzeitige enge Absprache mit dem Hoftierarzt sind dafür besonders wichtig.
In Bayern werden laut Untersuchungen der Landwirtschaftlichen Qualitätssicherung Bayern nur 0,4 % der weiblichen Rinder hochträchtig geschlachtet. Durch erfolgreiche Sensibilisierung konnte diese Zahl seit Projektbeginn von 0,6 % um 0,2 Prozentpunkte gesenkt werden.
 

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