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28.08.2009 Pressemitteilung

Auch Bauernhöfe sichern Arbeitsplätze

Sonnleitner forderte beim Kreisbauerntag Ansbach umfangreiche Hilfsmaßnahmen für die bäuerlichen Familienbetriebe

St. Ulrich (bbv) - „Unsere Bäuerinnen und Bauern ackern für Deutschland und erbringen viele Leistungen für die gesamte Gesellschaft“, erklärte Gerd Sonnleitner, Präsident des Bayerischen und Deutschen Bauernverbandes beim Ansbacher Bauerntag in St. Ulrich. „Im Landkreis Ansbach versorgen rund 4.100 Bauernfamilien die Bevölkerung mit sicheren und hochwertigen heimischen Lebensmitteln. Darüber hinaus werden etwa 120 Biogasanlagen betrieben, die den Strombedarf von 40.000 Haushalten decken“, zeigte der Bauernpräsident die Bedeutung der Land- und Forstwirtschaft für den Landkreis Ansbach auf.
Landrat Rudolf Schwemmbauer, Stellv. Kreisobmann Karl Eisen, Bgm. von Feuchtwangen Patrick Ruh, Kreisbäuerin Christine Reitelshöfer, BBV-Bezirkspräsident Jürgen Ströbel, BBV-Präsident Gerd Sonnleitner, Stv. Kreisbäuerin Christine Dümmler, Kreisobmann Ernst Kettemann (v.l.n.r.)
Die Land- und Forstwirtschaft sei der Motor im ländlichen Raum und spiele eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung der globalen Herausforderungen wie Ernährungssicherung, Energieversorgung, Klimaschutz und den Erhalt der attraktiven Kulturlandschaft.

Auch die Agrarmärkte seien nicht von der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise verschont geblieben. „Viele Bäuerinnen und Bauern plagen angesichts der dramatischen Talfahrt vieler land- und forstwirtschaftlicher Erzeugerpreise die Sorgen um gewaltige Einkommensverluste und zum Teil Existenzängste“, so Sonnleitner. Besonders schwierig sei die Marktsituation momentan bei den Milcherzeugern und Getreidebauern. „Unsere bäuerlichen Familienbetriebe brauchen dringend politische Signale, die Mut machen“, appellierte der Bauernpräsident an die Politik. Er forderte ein umfangreiches Paket an Hilfsmaßnahmen für die Land- und Forstwirtschaft ein. Die bäuerlichen Familienbetriebe bräuchten vor allem spürbare Kostenentlastungen. Sonnleitner forderte die Bundesregierung dazu auf, den Steuersatz beim Agrardiesel dauerhaft und deutlich zu senken. Wichtig sei auch die Schaffung einer steuerfreien Risikoausgleichs­rücklage, die den Landwirten eine effektive Eigenvorsorge zum Auffangen von Marktschwankungen ermögliche.

Nur so könnten die Bauernfamilien auch in Zukunft die Bevölkerung mit sicheren und hochwertigen heimischen Lebensmitteln und mit Energie versorgen, so Sonnleitner weiter. Es gehe schließlich allein in Bayern um 600.000 Arbeitsplätze, die die Land- und Forstwirtschaft mit ihren vor- und nachgelagerten Bereichen sichert. Jeder 7. Arbeitsplatz in Bayern hänge von der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft ab. „Bauernhöfe sichern Arbeitsplätze im ländlichen Raum“, machte der Bauernpräsident deutlich.

Mit Blick auf das anstehende Treffen der EU-Agrarminister am 7. September 2009 in Brüssel forderte Sonnleitner dringend rasche und nachhaltige Verbesserungen für die Milchbauern ein. Der Milchabsatz müsse durch die Wiedereinführung von Verarbeitungs- und Verfütterungsbeihilfen sowie durch eine Verstärkung der Export­aktivitäten und eine Anhebung der Exportförderung belebt werden. Wichtig sei auch die Anhebung der Interventionspreise für Butter und Milchpulver sowie eine klare Kennzeichnungspflicht von Lebensmittelimitaten. Sonnleitner betonte, dass der Bauern­verband massiv vor einer Anhebung der Milchquoten gewarnt habe. „Wir fordern eine verbindliche, EU-weite Zurücknahme der beim Health Check beschlossenen Quotenerhöhung“, unterstrich der Bauernpräsident. Es dürfe nicht zu einer einseitigen Mengenbeschränkung zu Lasten der deutschen und bayerischen Milchbauern kommen.

Darüber hinaus müsse die Politik dem Preisdumping bei Lebensmitteln durch die mäch­tigen Handelskonzerne endlich dauerhaft gesetzlich den Riegel vorschieben.
„Es kann nicht sein, dass fünf Lebensmitteleinzelhändler den Markt beherrschen
und über aggressivste Preissenkungspolitik bei Lebensmitteln ihren Machtkampf
um Marktanteile auf dem Rücken der Bauern austragen“, so Sonnleitner.

Mit Nachdruck forderte Sonnleitner ein Umdenken der Politik bei Bewirtschaftungs­auflagen und Eigentumseinschränkungen, die den Landwirten aufgebürdet werden. Es müsse endlich Schluss sein mit überzogenem Flächenverbrauch, Regelungswut und Bürokratiewahn. „Der Schutz des Eigentums muss wieder an erster Stelle stehen“, unterstrich der Bauernpräsident.

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