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Ein Landwirt mit Traktor und Güllefass bei der Düngung einer Wiese.

Neue Düngeverordnung: Die Details der Umsetzung in Bayern

Aktuelle Infos und Veranstaltungen von Bauernverband und Landwirtschaftsämtern

22.01.2021 |

Durch die Novelle der Düngeverordnung musste auch in Bayern die bisherige Ausführungsverordnung zur Düngeverordnung (AVDüV) geändert und die roten und gelben Gebiete neu abgegrenzt werden. Grundlage hierfür ist eine in der Bundesverwaltungsvorschrift zur Gebietsabgrenzung (AVV GeA) verankerte dreistufige Systematik.

Der BBV anerkennt, dass es mit der Systematik der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Abgrenzung der mit Nitrat belasteten und eutrophierten Gebiete (AVV GeA), die nun in der AV DüV in Bayern anzuwenden ist, grundsätzlich gelingt, die Gebietskulissen differenzierter als bisher abzugrenzen. Dies darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sowohl in den Regelungen der AVV GeA als auch in der bayerischen Umsetzung der AV DüV noch Verbesserungspotential besteht. Der BBV mit seinen Mitgliedern steht zu einer nachhaltigen gewässerschonenden Landbewirtschaftung. Die Landwirtschaft ist bereit, ihre Produktionsverfahren mit Blick auf einen ressourcenschonenden Umgang auch weiter zu entwickeln. Als kontraproduktiv erachtet der BBV hierbei die pauschalen,  teils fachlich überzogenen Vorgaben der Düngeverordnung. Umso wichtiger ist es, dass die zu Grunde liegenden Gebietskulissen nun nachvollziehbar und möglichst differenziert abgegrenzt sowie die Abgrenzung regelmäßig überprüft und verbessert werden. Aus  Gründen der Planungssicherheit, sowie zur Erfüllung der Anforderungen der DüV war es wichtig, dass die AV DüV nun zum 1.1.2021 in Kraft tritt und damit überzogene Anforderungen für weitaus größere Teile Bayerns vermieden werden. Die im Schnellverfahren ausgewiesenen Kulissen müssen dennoch einer weiteren Prüfung unterzogen werden können. Betriebe in roten und gelben Gebieten müssen entsprechend bei der Anpassung an die künftigen Vorgaben unterstützt werden. Insbesondere müssen für gewässerschonend wirtschaftende Betriebe flexible Regelungen geschaffen werden, um diese nicht unverhältnismäßig zu belasten. Da die Kulissen nicht nur betrieblich sondern auch durch natürliche Standortfaktoren (Geologie, fehlende Messstellen  etc.) bedingt sind, ist für diese Fälle ein „Erschwernisausgleich Düngeverordnung“ erforderlich.

Der BBV informiert zu den Neuerungen der Düngeverordnung sowie der Gebietsangrenzung. Zudem erhalten Mitglieder Unterstützung bei der Anpassung an die Auflagen der Düngeverordnung und bei Bedarf Informationen zu rechtlichen und gutachterlichen Möglichkeiten.

 

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