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18.04.2017 Wetter

Zittern vor dem Nachtfrost

Wettervorhersage lässt Landwirte bangen

Der späte Wintereinbruch lässt die bayerischen Bauern bangen. Vor allem die Nachtfröste, die in den kommenden Tagen vorhergesagt sind, bereiten den Landwirten Sorge.
© BBV
 
Die Wettervorhersage für die kommenden Tage verheißt nichts Gutes: Die Temperaturen sollen tagsüber im einstelligen Bereich liegen, für die Nächte sind sogar Minusgrade angesagt. Die bayerischen Bauern betrachten diese Vorhersage mit Sorge. „Wenn die Nächte klar sind und das Thermometer auf -4 bis -6 Grad fällt, dann schädigt der Frost die Obstblüte“, sagt Helmut Jäger, Präsident des Bayerischen Erwerbsobstbau-Verbandes e.V. Derzeit blühen in den Obstanbaugebieten am Bodensee die Apfel-, Birnen- und Kirschbäume sowie teilweise die Erdbeeren. „Wir können die Erdbeerpflanzen mit Abdeckungen schützen, aber ab – 2 Grad ist auch hier das Ende der Fahnenstange erreicht“, sagt Jäger.

Ähnliche Sorgen haben auch die Ackerbauern, die in den vergangenen Wochen bereits Rüben und Sommergerste ausgesät haben und bei denen die ersten Pflänzchen „aufgelaufen“ sind, das heißt wenn der junge Keim den Boden durchstoßen hat und das erste Grün auf dem Feld sichtbar ist. „Vor allem die jungen Rübenpflanzen sind sehr empfindlich“, sagt Johann Graf, Ackerbaureferent beim Bauernverband. Wenn sie Jungpflanzen erfrieren, bleibt den Bauern nur eines: neu aussäen.

Beim Spargel sieht Referent Theo Däxl vom BBV derzeit noch keine größeren Probleme. „Die Vegetation ist heuer circa zwei Wochen früher daran. In den vergangenen Wochen war es für die Jahreszeit eher etwas zu warm – hier tritt jetzt eine Normalisierung ein“, sagt er. Der Spargel wachse bei kühleren Temperaturen weiter, nur eben langsamer.
 

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