Termine und Seminare
Donnerstag 27. Juli 2017

Sommer-Lehrfahrten 2017
 [weiter...]
Donnerstag 27. Juli 2017
| Röthenbach
Arbeitstagung der Ortsbäuerinnen
Bei dieser Arbeitstagung erhalten Sie allerhand [weiter...]
Donnerstag 27. Juli 2017
| Tegernsee
1-Tageslehrfahrt an den Tegernsee
 [weiter...]
 [Alle Termine...]
Zur Homeseite
07.07.2017 GAP

EU-Umfrage zur Agrarpolitik: Agrarkommissar präsentiert Ergebnisse

Bauernpräsident warnt vor Verzerrungen durch Massenantworten

Am Freitag stellt EU-Agrarkommissar Phil Hogan die Ergebnisse der Online-Konsultation zur EU-Agrarpolitik vor. Es ist der offizielle Start für die politische Debatte zur EU-Agrarpolitik nach 2020...
Über drei Monate hinweg hatte die EU-Kommission Landwirten und allen Bürgern die Möglichkeit gegeben, auf 34 Fragen zur EU-Agrarpolitik nach 2020 zu antworten.
© Grecaud Paul - fotolia.com
 
Auf Grundlage dieser Ergebnisse will die EU-Kommission bis Ende 2017 mehrere Vorschläge für die künftige Gestaltung der EU-Agrarpolitik entwerfen. „Bayern ist geprägt von der Arbeit der rund 109.000 bäuerlichen Familienbetriebe. Um die Vielfalt im der bayerischen Land- und Forstwirtschaft und die hohen Standards in der Lebensmittelerzeugung zu schützen, ist auch künftig eine starke EU-Agrarpolitik nötig“, sagt Bauernpräsident Walter Heidl. Der Bayerische Bauernverband setzt deshalb auf eine kontinuierliche Weiterentwicklung der EU-Agrarpolitik. „Solide Politik zeichnet sich dadurch aus, dass Bewährtes weiterentwickelt wird und Schwachstellen behoben werden. Das ist für den Bauernverband die Leitlinie in der Beratung zur künftigen EU-Agrarpolitik.“

Über drei Monate hinweg hatte die EU-Kommission bis 2. Mai Landwirten und allen Bürgern die Möglichkeit gegeben, auf 34 Fragen zur EU-Agrarpolitik nach 2020 zu antworten. 97 Prozent aller 323.000 Meldungen kommen von Einzelpersonen, von denen wiederum 92 Prozent nicht aus der Landwirtschaft kommen. 147.000 Teilnehmer oder 45,6 Prozent aller Antworten kommen aus Deutschland. Insbesondere deutsche Umweltverbände hatten unter dem Deckmantel der Initiative „LivingLand“ mit pauschalen Vorwürfen gegen die Landwirtschaft und einer automatisierten Teilnahmemöglichkeit für viele tausend gleichlautende Antworten gesorgt.

Bauernpräsident Walter Heidl hatte sich deshalb bereits während der Konsultation an führende Vertreter des EU-Parlaments gewandt, um auf das fragwürdige Prozedere aufmerksam zu machen. Der machte deutlich, dass Verzerrungen durch vorformulierte Massenantworten bei der Auswertung vermieden werden müssen. Der Deutsche Bauernverband hat die EU-Kommission zudem schriftlich auf die kritische Vorgehensweise von „LivingLand“ hingewiesen. Aus Sicht des Bauernverbandes muss die EU-Kommission angesichts dieser Erfahrungen ihr Vorgehen gänzlich in Frage stellen, zunehmend Internetkonsultationen als vermeintlich objektives Meinungsbildungsangebot durchzuführen.

 
 

Diesen Artikel empfehlen:
Seite drucken Nach oben
Zur Homeseite
BBV vor Ort
Unterfranken Oberfranken Mittelfranken Oberpfalz Schwaben Oberbayern Niederbayern