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07.12.2010 Pressemitteilung

Einkommen stagniert auf zu niedrigem Niveau

BBV zu den Ergebnissen des zurückliegenden Wirtschaftsjahres 2009/2010

München (bbv) – Die Einkommen der bayerischen Bauern haben sich im Zeitraum von Juli 2009 bis Juni 2010 nach den starken Einkommenseinbrüchen im Vorjahr nicht gebessert. Wie der heute in Berlin vorgestellte Situationsbericht des Deutschen Bauernverbandes zeigt, haben sich die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise in der Berichtsperiode voll im Einkommen der Bauernfamilien niedergeschlagen.

„Die Einkommen unserer Ackerbauern, Milchbauern, Schweinehalter, Bergbauern und Nebenerwerbsbetriebe stagnierten im Wirtschaftsjahr 2009/2010 auf einem zu niedrigen Niveau“, erklärte Hans Müller, Generalsekretär des Bayerischen Bauernverbandes.

Das Wirtschaftsjahr war durch ein niedriges Preisniveau bei nahezu allen agrarischen Erzeugnissen gekennzeichnet. Die hohen Einkommensverluste hätten für viele Familienbetriebe enorme Liquiditätsengpässe verursacht. Geprägt wurde die wirtschaftliche Situation zudem im laufenden Jahr 2010 durch steigende Betriebskosten zum Beispiel bei Düngemittel und Energie. Dem Situationsbericht des Deutschen Bauernverbandes liegen die Ergebnisdaten von rund 18.000 deutschen Betrieben, darunter etwa 4.500 aus Bayern, zugrunde.
Danach lag in Bayern der monatliche Durchschnittsverdienst einer selbständigen Familienarbeitskraft bei 1.553 Euro brutto. Das durchschnittliche Einkommen der Bäuerinnen und Bauern in Bayern hinkt dem hierfür von der Bundesregierung ermittelten Vergleichslohn deutlich hinterher: Das „Brutto-Monatseinkommen“ in der bayerischen Landwirtschaft liegt um rund 35 Prozent unter dem bisherigen Vergleichslohn von rund 2.350 Euro/Monat.

Im Vergleich zum Einkommen von angestellten Arbeitnehmern ist das monatliche Einkommen in der Landwirtschaft als Bruttolohn zu betrachten, von dem die kompletten Ausgaben für Sozialversicherungen zu bestreiten sind. Mit dem landwirtschaftlichen „Bruttoeinkommen“ muss ein Familienbetrieb die betriebliche Eigenkapitalbildung, Lebenshaltung, Krankenversicherung und Altersversorgung für die Familie finanzieren. Von den monatlich in Bayern verfügbaren 1.553 Euro je Familienarbeitskraft müssen somit rund 500 Euro pro Monat für die landwirtschaftliche Sozialversicherung verwendet werden. Diese umfasst die landwirtschaftliche Krankenversicherung und die landwirtschaftliche Alterskasse. Für Letztere sind Beiträge nicht nur für den Landwirt, sondern zusätzlich ein eigener Beitrag für die Landwirtsehegattin zu entrichten.

Risikoausgleichsrücklage und EU-Direktzahlungen erforderlich
Die Einkommensschwankungen der letzten Jahre zeigen den zunehmenden Einfluss stark schwankender Märkte auf die Landwirtschaft. Nach wie vor sind außerdem die unkontrollierbaren Folgen des Wetters von großer Bedeutung. Vor diesem Hintergrund werde das Risikomanagement in landwirtschaftlichen Betrieben immer wichtiger. Der Bauernverband fordert deshalb von der Bundesregierung, den landwirtschaftlichen Familienbetrieben die Bildung einer steuerfreien Risikorücklage zu ermöglichen. Dies würde die Landwirte darin unterstützen, eigenverantwortlich Vorsorge für schlechte Jahre zu treffen. Die EU-Direktzahlungen als Ausgleich für die in Europa hohen Standards bei Lebensmittelsicherheit, Tierschutz und Umweltschutz machen mittlerweile durchschnittlich rund die Hälfte des Einkommens der Bauerfamilien in Bayern aus. „Als stabilisierende Grundlage für die Einkommen unserer Bauern müssen die EU-Direktzahlungen bei der aktuell diskutierten EU-Agrarpolitik bis 2020 zur Risikoabsicherung erhalten bleiben“, erklärt Müller.

Blick auf das laufende Wirtschaftsjahr
Die Stimmung der landwirtschaftlichen Familienbetriebe sei aufgrund  der sehr schwierigen Witterungsverhältnisse gedämpft. Die Ernteeinbußen und vor allem erhöhte Erntekosten könnten bis heute in der Regel noch nicht von der erfreulichen positiven Preisentwicklung für einige Agrarerzeugnisse wettgemacht werden. Der aktuelle Ausblick auf das bis Ende Juni 2011 laufende Wirtschaftsjahr ist deshalb höchstens mit einer leichten Besserung von einem aktuell viel zu niedrigen Einkommensniveau aus einzuschätzen. „Wir hoffen auf eine nachhaltige Trendwende bei allen landwirtschaftlichen Erzeugerpreisen im Jahr 2011. Die Einkommen der Bauernfamilien müssen sich stabilisieren und erholen“, erklärt der Generalsekretär des Bayerischen Bauernverbandes, Hans Müller.

Weitere Informationen zum Situationsbericht liefert die Internetseite www.Situationsbericht.de.

Kostenloser Download der Grafik unter BBV-Mediathek > Veröffentlichungen 2010

 

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