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03.08.2017 Digitalisierung

Digitalisierung: Bayerns Bauern nicht abhängen!

Landwirtschaftsministerium muss konkrete Maßnahmen auf den Weg bringen

Der Masterplan der Staatsregierung zur Digitalisierung muss jetzt mit Leben erfüllt werden. Das verlangt konkrete Maßnahmen für die bäuerlichen Familienbetriebe und alle Menschen im ländlichen Raum...
Die vielfältig strukturierten Familienbetriebe in Bayern dürfen bei der digitalen Zukunft nicht abgehängt werden
© Edler von Rabenstein - Fotolia.com
 
Ende Mai hat das bayerische Kabinett die Eckpunkte des zweiten Masterplans „Bayern Digital“ mit einem Investitionsvolumen von drei Milliarden Euro vorgestellt. Sehr erfreulich ist, dass einige Forderungen des Bayerischen Bauernverbandes zu „Land-und Forstwirtschaft 4.0“ direkt aufgenommen wurden. Beispielsweise sind die Einführung von Förderanreizen und Anschubfinanzierungen für Maßnahmen der Präzisionslandwirtschaft (smart farming), Gutscheine für digitale Lösungen für Landwirte und die Entwicklung von passenden Anwendungen für bayerische Betriebsstrukturen durch die Agrarforschungseinrichtungen verankert.
 
Der Masterplan der Staatsregierung müsse nun mit Leben erfüllt werden: „Unsere vielfältig strukturierten Familienbetriebe und alle Menschen im ländlichen Raum dürfen bei der digitalen Zukunft nicht abgehängt werden“, sagt Bauernpräsident Walter Heidl. Für die bayerische Land- und Forstwirtschaft seien Förderprogramme wie der „Digitalbonus“ für Handwerker und mittelständische Unternehmen nötig, den Wirtschaftsministerin Lise Aigner aktuell nochmal mit zusätzlich 100 Millionen Euro ausgestattet hat.
 
„Auch Landwirtschaftsminister Brunner muss jetzt Maßnahmen für Präzisionslandwirtschaft beim KULAP auf den Weg bringen und verstärkt Forschungsaufträge für digitale Anwendungen für bayerische Betriebsstrukturen vergeben“, sagt Heidl. „Zugleich muss auf Bundesebene die Datensouveränität der Landwirte gesetzlich sichergestellt werden.“ Auf diesem Wege könne die Digitalisierung aufs Land und in die Land- und Forstwirtschaft getragen werden. Durch die passenden politischen Rahmenbedingungen könne so die Vielfalt der bäuerlichen Strukturen erhalten und gestärkt werden.
 
Der Bayerische Bauernverband hat deshalb folgende Anliegen wiederholt an die Politik herangetragen:
  • Investitionen in digitale Infrastruktur
    Land- und forstwirtschaftliche Betriebe und Menschen im ländlichen Raum brauchen einen verlässlich und schnellen Internet- und Mobilfunkzugang, der auf Gigabit-Geschwindigkeiten ausgerichtet ist (Glasfaser, 5G).

  • Open Data
    Vorhandene Geo-, Wetter- und Satelliten-Daten müssen der Land- und Forstwirtschaft kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.

  • Digitalbonus für Land- und Forstwirtschaft
    Die bäuerlichen Familienbetriebe brauchen eine unbürokratische und schnelle Förderung, um sich durch Hard- und Softwarelösungen zu digitalisieren und ihre IT-Sicherheit voranzubringen. Für Handwerk und Mittelstand hat das Wirtschaftsministerium bereits entsprechende Maßnahmen auf den Weg gebracht.

  • Anreizsysteme und Anschubfinanzierung
    Notwendig sind rund 20 bis 30 Millionen Euro pro Jahr für projektbezogene KULAP-Maßnahmen zur Einführung von Verfahren der Präzisionslandwirtschaft in bäuerlichen Familienbetrieben. Ein neues Programm zur Förderung von Investitionen, die auf die Digitalisierung von Produktions- und Vermarktungsprozessen in der Agrarbranche abzielen, kann zusätzlichen Schub bei der Digitalisierung geben.

 

Die Position des Bayerischen Bauernverbandes zur Digitalisierung finden Sie hier.
 

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