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12.10.2017 Preisverleihung

Landwirt des Jahres kommt aus Niederbayern

Ceres Awards gehen an mehrere bayerische Preisträger

Georg Mayerhofer aus dem niederbayerischen Ortenburg ist Landwirt des Jahres und Sieger in der Kategorie „Ackerbauer“ beim Ceres Award! Der bedeutendste Preis für Landwirte im gesamten deutschen Sprachraum wurde am vergangenen Donnerstag verliehen. Auch drei weitere Preisträger kommen aus Bayern…
Glücklicher Gewinner: Der Gewinner in der Kategorie Ackerbauer Georg Mayerhofer (3 v.r.) wurde auch zum Landwirt des Jahres 2017 gewählt. Mit ihm auf der Bühne (v.l.): Michael Dörr (Landwirt des Jahres 2016), Moderatorin Susanne Schöne, Dr. Uwe Steffin (agrarheute), Joachim Rukwied (Präsident des Deutschen Bauernverbands und Schirmherr des CeresAward), Rainer Morgenstern (Deutz-Fahr).
© Markus Nass
 
 
Das Urteil der Jury fiel einstimmig: „Für den Sieger ist das Landwirtsein nicht Beruf, sondern leidenschaftliche Berufung. Er hat keine Scheu, neue Verfahren in der Landwirtschaft anzuwenden. Im Gegenteil, er versucht sie noch zu optimieren. Er brennt nicht nur für seinen Beruf, sondern geht mit den landwirtschaftlichen Themen offensiv an die Öffentlichkeit. Er ist ein Leuchtturm, an dem sich viele ein Beispiel nehmen können.“ lobte die Jury des Ceres Award den diesjährigen Gesamtsieger und damit Landwirt des Jahres 2017, der außerdem den Sieg in der Kategorie Ackerbauer mit nach Hause nehmen durfte.

Im Rahmen der großen Galavorstellung „Nacht der Landwirtschaft“ am 11. Oktober 2017 in Berlin wurde der Preis dieses Jahr zum vierten Mal vom dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag verliehen. Auch drei weitere bayerische Landwirte durften sich über Auszeichnungen freuen: Das Tochter-Vater-Duo Carolin und Hans-Joachim Belzner aus Schnelldorf bei Ansbach gewannen in der Kategorie „Geflügehalter“. Der Preis für „Milchviehhalter“ ging an Michael Kneißl aus dem oberpfälzischen Rengersricht.
 
 
Carolin und Hans-Joachim Belzner, Gewinner in der Kategorie "Geflügelhalter"
© Philipp Ledényi für CeresAward
 
Michael Kneißl, Gewinner in der Kategorie "Milchviehhalter"
© Philipp Ledényi für CeresAward
 
Georg Mayerhofer, Landwirt des Jahres und Gewinner in der Kategorie "Ackerbauer"
© Philipp Ledényi für CeresAward
 

Der Landwirt des Jahres im Porträt

Der 36-jährige Georg Mayerhofer aus dem niederbayerischen Ortenburg nahe Passau ackert auf rund 245 Hektar. Er baut Weizen, Gerste, Winterraps, Zuckerrüben und Silomais an und hat zudem 15 Hektar Grünland. Das, was den erfinderischen Diplom-Agraringenieur dabei am meisten antreibt, ist die Pflege eines idealen fruchtbaren Bodens. Mit einer vielseitigen Fruchtfolge zielt er darauf ab, wertvollen Boden zu schonen und Erosion zu vermeiden - nachhaltig und ressourcenschonend. So kooperiert Mayerhofer im bayernweiten Netzwerk „Demonstrationsbetriebe“ und hat Einiges vorzuweisen für erfolgreichen Gewässer-, Boden- und Klimaschutz. Blühstreifen legt Mayerhofer an fast allen Maisflächen an. Auf erosionsgefährdeten Flächen stehen zudem Winterbegrünung, Streifen-, Mulch- und zum Teil auch Direktsaat -immer quer zum Hang- auf dem Plan. Zusammen mit der Auswahl gesunder Sorten und angepasster Düngung führt das zu oft überdurchschnittlichen Erträgen.

Beim Anbau seines Silomaises nutzt Georg Mayerhofer das noch relativ neue Strip-till-Verfahren. Dies bezeichnet eine Saatmethode, bei der lediglich ein schmaler Bodenstreifen um das Säschar gelockert wird und große Flächen des Bodens unberührt bleiben. Das schützt den Boden vor Erosion.

Doch es wäre nicht Georg Mayerhofer, wenn er dieses Verfahren nicht noch ausbauen würde. Er kombiniert das Strip-till-Verfahren mit einer Gülleverschlauchung, mit der er Schweinegülle und Gärreste bodenschonend ausbringt. „Seine moderne, selbst umgebaute Gerätetechnik, die Strip-till und Gülleverschlauchung kombiniert, sucht ihresgleichen: Sie zeugt von hoher Verantwortung und Kompetenz.“ bringt es Juror Daniel Brandt von Horsch Maschinen GmbH auf den Punkt.

Neben dem klassischen Ackerbau betreibt das traditionsreiche Familienunternehmen eine Schweinemast mit 1.450 Mastschweinen und eine 600-kW-Biogasanlage. Auch hier fällt auf, dass Georg Mayerhofer offen für Neues ist. So nutzt der kreative Betriebsleiter die Abwärme unter anderem zum Trocknen von Bauholz. Außerdem experimentiert er mit der Durchwachsenen Silphie als „Futter“ für die Biogasanlage. Die aus Nordamerika stammende Energiepflanze wird bis zu 3,50 Meter hoch und bringt entscheidende Vorzüge mit. Zum einen benötigt sie fast keine Pflanzenschutzmittel und bedarf kaum Bodenbearbeitung. Zum anderen blüht sie von Juni bis September und bietet damit auch Bienen und Wildtieren einen Lebensraum. So freuen sich neben den Biogasanlagenbetreibern besonders auch die Imker, Jäger und Naturschutzverbände über das wachsende Interesse am Anbau der Pflanze.

Insgesamt ist der Betrieb vielseitig aufgestellt und kann Marktschwankungen ausgleichen.

Nicht zuletzt liegen Mayerhofer Transparenz und Aufklärung besonders am Herzen. Auf seinem informativen und auch für Laien gut verständlichen Blog mayerhofer-agrar.com erfährt der Verbraucher viel über moderne Landwirtschaft.

 
 

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