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18.01.2018 Pressegespräch

Bauern nicht aus dem Blick verlieren

Bauernverband informiert Medienvertreter über aktuelle Themen

Vor einem Dutzend Journalisten haben Christine Reitelshöfer, zweite Stellvertretende Landesbäuerin, Bauernpräsident Walter Heidl und BBV-Generalsekretär Georg Wimmer am Dienstag über die anstehende „Internationale Grüne Woche“ und aktuelle Themen aus der Landwirtschaft informiert.
Von links nach rechts: BBV-Generalsekretär Georg Wimmer, BBV-Präsident Walter Heidl und die 2. stellvertretende Landesbäuerin Christine Reitelshöfer
© BBV
 
Insbesondere ging es dabei um die Forderungen des Bayerischen Bauernverbandes nach dem Ende der Sondierungsgespräche, den ungebremsten Flächenentzug in Bayern sowie das 70-jährige Jubiläum der Landfrauen im BBV.

Bei der Grünen Woche, der weltgrößten Messe für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau, werden rund 1.600 Aussteller aus der ganzen Welt vertreten sein. Bayern als Deutschlands bedeutendste Agrarregion hat wieder eine eigene Halle. Mit dabei ist zum neunten Mal auch der BBV mit einem eigenen Stand. Vor dem Beginn der Grünen Woche und möglicher Koalitionsgespräche unterstrich Bauernpräsident Heidl die Forderungen der Bauernfamilien: „Mit dem Brexit und der Diskussion um die Zukunft  der EU-Agrarpolitik stehen auf internationalen Parkett wichtige Entscheidungen an. Was wir jetzt brauchen, ist eine handlungsfähige Regierung“, sagte Heidl und stellte einen Acht-Punkte-Katalog für die Koalitionsverhandlungen vor. „Die Politik darf die Bauernfamilien nicht aus dem Blick verlieren!“

Zentrales Problem für die Bauern ist der Entzug von landwirtschaftlichen Flächen durch Bebauung und Ausgleichsflächen. Pro Jahr werden in Bayern rund 4.800 Hektar Freifläche in Siedlungs- und Verkehrsfläche umgewandelt. „Wir brauchen  flächensparende Lösungen und unter diesem Blickwinkel müssen alle Infrastrukturprojekte auf den Prüfstand“, sagte Heidl und forderte einen Paradigmenwechsel: „Uns Bauern darf nicht länger einfach fruchtbarer Boden unter den Füßen weggezogen werden, damit er zubetoniert oder zur Ausgleichsfläche degradiert wird!“

Der Flächenentzug hat laut Landesamt für Umwelt 2015 pro Tag 13,1  Hektar betragen. Damit ist der Flächenverbrauch zuletzt wieder angestiegen und auch den Rückgang aus den Jahren zuvor entlarvte Heidl als „Taschenspielertrick“: „Statt etwas am Problem zu ändern, hat man einfach die Statistik geändert. Jetzt sind echte Lösungen gefordert!“ In einem Brief an den CSU-Fraktionsvorsitzenden Thomas Kreuzer hat Heidl deshalb vor der CSU-Klausur in Kloster Banz gefordert, dass dem Entzug landwirtschaftlicher Flächen in Bayern nun endlich „mit Nachdruck Einhalt geboten wird“ und ein Zukunftskonzept für die Flächen- und Bodenpolitik auf den Weg gebracht wird.

Die Landfrauen feiern in diesem Jahr ihr 70-jähriges Jubiläum. Christine Reitelshöfer warf einen Blick auf die Arbeit der letzten sieben Jahrzehnte: Die Landfrauen im BBV haben die Bildungsarbeit auf die Beine gestellt, die Arbeit mit Kindern und Schulen ist ein wesentlicher Pfeiler der Landfrauenarbeit. Wie zuletzt mit der Unterschriftenaktion für das Unterrichtsfach „Alltagskompetenz und Lebensökonomie“ zeigen die Bäuerinnen immer wieder, dass sie auch politisch etwas bewegen können: Seit 2014 wird der verpflichtende Unterrichtsgegenstand an bayerischen Grundschulen gelehrt.
 

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