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08.03.2018 Handel

Bauernverband im Gespräch mit Lidl-Manager

Veredelungspräsident Stadler kritisiert „Lidl-Haltungskompass“

BBV-Veredelungspräsident Gerhard Stadler traf am 22. Februar die Lidl-Managern Christof Mross, Geschäftsführer Einkauf Deutschland, und Dieter Lamprecht, Geschäftsführer Einkauf International. Dabei ging es um die Ziele des Unternehmens im Fleischsegment und die Anliegen der landwirtschaftlichen Tierhalter.
© Lidl Österreich
 
Stadler brachte das Unverständnis und den Ärger vieler Landwirte über die jüngste Aktion mit osteuropäischen Fleischwaren, unter anderem Rohwurst, zum Ausdruck. Mross konnte den Unmut nachvollziehen. Er warb jedoch um Verständnis dafür, dass Lidl die langfristig geplante Aktion umgesetzt hat, vor dem Hintergrund, dass die Ware – die zum Teil in  Deutschland und zum Teil in Polen erzeugt wurde – die tierseuchenrechtlichen Voraussetzungen der EU für freie Vermarktung im Binnenmarkt erfüllt und erfüllen muss.
 
Stadler kritisierte am kürzlich veröffentlichten „Lidl-Haltungskompass“ das Vorgehen des Unternehmens: „Wenn jedes Lebensmitteleinzelhandelsunternehmen ein eigenes System macht, ist dies für die Landwirtschaft wie auch für die Branche insgesamt nicht umsetzbar und bringt zudem den Verbrauchern nicht die gewünschte Orientierung.“ Zudem sei es unverständlich, dass Lidl jetzt vorprescht, während offenkundig die Politik das Thema aufgreift.
 
Zum Inhalt des Haltungskompasses betonte Stadler unter anderem, dass konsequenterweise Ware aus ausländischer Erzeugung, die nicht nach den deutschen gesetzlichen Anforderungen erzeugt wird, separat gekennzeichnet werden müsse. Lidl-Manager Mross hob hervor, dass mehr Transparenz notwendig ist und durch den Lidl-Vorstoß ein dringend benötigter Schwung in die öffentliche Diskussion kommt. Mross unterstrich weiterhin, dass Lild im regulären Sortiment ausschließlich deutsche Ware führe Ausnahme bilden wenige internationale Spezialitäten oder Aktionsartikel. Einig waren sich die Gesprächspartner in der Bewertung der Initiative Tierwohl, die sehr erfolgreich mehr Tierwohl in der Breite ermöglicht und die Lidl uneingeschränkt unterstützt.
 
Zum Thema Anbindehaltung erklärten die Lidl-Vertreter, dass das Unternehmen keinen Ausstieg aus dieser Haltungsform forcieren werde, die zu verzeichnende Entwicklung in Richtung Laufstall aber grundsätzlich begrüßt.
 

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