Termine und Seminare
Sonntag 22. April 2018
Fürstenfeldbruck | Jesenwang | Pfaffenhofen
Selber 'gmacht - Der Frühlingsmarkt für die ganze Familie
Die Landfrauen des BBV, Kreisverband [weiter...]
Sonntag 22. April 2018
Fürstenfeldbruck | Jesenwang | Pfaffenhofen
Selber 'gmacht - Der Frühlingsmarkt für die ganze Familie
Die Landfrauen des BBV, Kreisverband [weiter...]
Montag 23. April 2018
| Oberickelsheim
Feuerlöscher Training - Einen Feuerlöscher sachgemäß bedienen
Die Kenntnis zum Umgang mit einem [weiter...]
 [Alle Termine...]
Zur Homeseite
28.03.2018 Umwelt

Bauern schaffen Heimat für den Osterhasen

Landwirtschaftliche Maßnahmen für Artenvielfalt kommen auch Meister Lampe zugute

Mit bis zu 13 Zentimeter langen Ohren und sportlicher Figur ist der Feldhase so etwas wie der Prototyp des Osterhasen. Gerade jetzt zur Paarungszeit sind im Moment besonders oft Feldhasen auf den bayerischen Äckern und Wiesen zu sehen. Doch das ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit…
Mit zahlreichen Maßnahmen schaffen Bayerns Landwirte eine Heimat für den Feldhasen
© prochym - fotolia.com
 
„Ohne die Landwirtschaft gäbe es in Bayern gar keine Feldhasen. Er ist nämlich ursprünglich ein Steppenbewohner“, sagt Johann Koch, Jagdreferent beim Bayerischen Bauernverband. „Erst durch die Kultivierung sind hier bei uns offene Landschaften entstanden und Meister Lampe kam nach Europa.“ Heute lebt der Feldhase fast überall in der bayerischen Kulturlandschaft. Je nach Region sind es allerdings unterschiedlich viele.

Feldhasenbestände stabil – regionale Schwankungen

Nach einem witterungsbedingten Rückgang 2013 gelten die Bestände in Deutschland als recht stabil. Das zeigen auch die aktuellsten Zahlen: Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland sechs Prozent mehr Feldhasen, in Südwestdeutschland waren es sogar elf Prozent mehr. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler nach der Auswertung von Daten des Wildtier-Informationssystems der Länder für das Frühjahr 2017. Dabei seien allerdings Schwankungen je nach Region zu verzeichnen.
 

Landwirte schaffen neue Heimat für Feldhasen

Um den Feldhasen und vielen anderen Wildtieren auf die Sprünge zu helfen, schaffen die Landwirte neue Lebensräume. „Unsere Landwirte sind sich ihrer Verantwortung für die Natur bewusst und unterstützen artenreiche Wildbestände durch verschiedene Maßnahmen“, sagt Koch. Jeder zweite Betrieb nimmt am Bayerischen Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) teil, auf jedem dritten Hektar finden mindestens eine oder mehrere Maßnahmen statt. Dazu zählt beispielsweise die Anlage von Blühflächen oder Gewässerschutzstreifen. Das bayerische Umweltministerium hat diesen Maßnahmen in einem aktuellen Bericht einen großen Beitrag für die Artenvielfalt im Freistaat bescheinigt.

Das gilt auch für das Greening innerhalb der EU-Agrarpolitik, bei dem bayerische Bauern  viele ökologische Vorrangflächen wie Brachen oder Feldränder angelegt haben. Außerdem säen bei der gemeinsamen Aktion „Blühende Rahmen“ vom Bayerischen Bauernverband und dem Landesverband Bayerischer Imker zahlreiche Landwirte Blühflächen an. „Diese Blühflächen bereichern die Hasenapotheke“, sagt Koch. Thymian, Schafgarbe, Ringelblumen, Klee und wilde Möhren liefern gesunde Nährstoffe für die Tiere.

Viele Einflussfaktoren – unter anderem Wildschweine

Doch dieses Engagement alleine entscheidet laut BBV-Jagdreferent Johann Koch noch nicht über Wohl oder Wehe der Feldhasen. „Vielmehr entscheidet ein ganzes Bündel an Faktoren über die Entwicklung der Populationen“, sagt Koch. So ist beispielsweise die Witterung entscheidend. Kaltes, feuchtes Wetter im Frühjahr – die Hasen bekommen in dieser Zeit bis zu zwei Mal Junge  – sei besonders ungünstig. „Regnet es zu viel, durchnässt das Fell, es isoliert nicht mehr richtig. Wenn es dann noch kalt ist, sterben die Jungtiere an Unterkühlung.“

Gefahren lauern aber durch Fressfeinde. Füchse, Krähen oder Greifvögel machen vor den Jungtieren, die oft auf offenem Feld in Erdmulden geboren werden und dort die ersten Lebenswochen verbringen, nicht halt. „Auch Wildschweine dezimieren die Bestände von Junghasen und Bodenbrütern“, ergänzt Koch. Nicht zuletzt Veränderungen im Lebensraum gefährden den Feldhasen. Zuvorderst sind das in Bayern der enorme Flächenverbrauch sowie der zunehmende Straßenverkehr oder Krankheiten wie die Hasenseuche.



Diesen Artikel empfehlen:
Seite drucken Nach oben
Zur Homeseite
BBV vor Ort
Unterfranken Oberfranken Mittelfranken Oberpfalz Schwaben Oberbayern Niederbayern