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18.01.2011 Pressemitteilung

Bauern nehmen Anliegen der Verbraucher sehr ernst

Zukunftsfragen sind nur mit starker Land- und Forstwirtschaft zu lösen

München (bbv) – Nach zwei sehr schwierigen Wirtschaftsjahren hoffen die Bauernfamilien 2011 auf eine nachhaltige, positive Entwicklung bei allen landwirtschaftlichen Erzeugerpreisen. Mit Blick auf die EU-Agrarpolitik stehen den Bauern heiße Monate bevor. „Für die Bauernfamilien geht es um viel“, sagte der Präsident des Bayerischen Bauernverbandes Gerd Sonnleitner beim Neujahrspressegespräch seines Verbandes heute in München.

Foto-Download in der BBV-Mediathek
Die EU-Direktzahlungen machten heute im Schnitt 50 Prozent der landwirtschaftlichen Einkommen aus, und sie stabilisierten die Betriebe besonders in Krisenjahren wie 2009. Sonnleitner machte auch deutlich, dass die Bauern hierzulande Lebensmittel nach sehr hohen Standards erzeugten und dabei die Anliegen der Verbraucher sehr ernst nähmen.

Er verurteilte scharf das kriminelle Verhalten von Futtermittelherstellern, die den Dioxin-Skandal verantworten müssten. „Ein solches Verhalten ist ungeheuerlich. Ein solcher Betrieb gehört nicht nur sofort gesperrt, sondern auch die Geschäftsführung mit lebenslangem Berufsverbot belegt.“ Wieder seien Landwirte die Opfer von skandalösem Fehlverhalten in der Vorstufe. Ebenfalls würden die Verbraucher weiter verunsichert. Neben der Aufarbeitung des neuen Skandals durch die Staatsanwaltschaft bleibe es oberstes Gebot, den Weg zur vollen Wiederherstellung der Lebensmittelsicherheit und des Verbrauchervertrauens konsequent weiterzugehen. „Wir wollen bestmöglichen Verbraucherschutz und den Schutz der Landwirte. Deshalb müssen die Qualitätssicherungssysteme im Bereich der Futtermittel auf Herz und Nieren geprüft werden“, sagte Sonnleitner. Da die Folgen für die gesamte Branche immens seien, appellierte Sonnleitner an alle Marktbeteiligte dazu beizutragen, die Märkte jetzt zu stabilisieren und einem weiteren Preisrutsch aktiv entgegenzuwirken.

Nachhaltige bäuerliche Landwirtschaft durch eine starke Agrarpolitik

In den nächsten Monaten werden politische Entscheidungen fallen, unter welchen Rahmenbedingungen die Bauernfamilien nach 2013 wirtschaften können. „Auch wir wollen eine starke Agrarpolitik für die Lebensmittel- und Energieerzeugung sowie Kulturland-schaftspflege, die von der Gesellschaft mitgetragen wird. Auch uns sind die drei strategischen Ziele der EU-Kommission wichtig: Ernährungssicherheit, hochwertige und sichere Lebensmittel und Arbeitsplätze in der Landwirtschaft und im ländlichen Raum“, sagte Sonnleitner. Allerdings mahnt der Bauernverband an, die dann notwendigen Maßnahmen für eine wettbewerbsfähige, nachhaltige und flächendeckende europäische Landwirtschaft zu schaffen.

In Zusammenhang mit der Frage der zukünftigen Agrarpolitik steht für viele Verbraucher auch die Nutztierhaltung. „Wir nehmen die Wünsche der Verbraucher sehr ernst und stellen uns der Diskussion“, sagte Sonnleitner. Allerdings dürfe dabei die Nutztierhaltung nicht an den Pranger gestellt werden. Die Bauern wünschten sich eine faire und differenzierte Diskussion. „Gemeinsames Ziel von Bauern und Verbrauchern muss es sein, dass wir die Erzeugung von heimischen Lebensmitteln und damit den Standort Bayern und Deutschland für die Tierhaltung erhalten. Dem Tier-, Umwelt- und Verbraucherschutz wäre schließlich am wenigsten gedient, wenn wir zwar weltweit die höchsten Standards haben, jedoch keine Erzeugung mehr hier stattfindet und unsere Lebensmittel aus dem Ausland importiert werden müssten.“

Große Sorge bereitet den Bauern der wachsende Flächenverbrauch durch Verkehrs- und Siedlungsprojekte. Seit 1970 gingen der Landwirtschaft in Bayern 500 000 Hektar verloren, wofür vor allem der Flächenentzug durch Verkehrs- und Siedlungsprojekte maßgeblich ist. „Mit der von uns initiierten Kulturlandschaftsstiftung wollen wir versuchen, den Flächenentzug zu verringern und gleichzeitig zusätzliche freiwillige Umweltleistungen zu etablieren“, sagte Sonnleitner. „Denn die großen Zukunftsfragen, vor denen wir stehen, wie Ernährungssicherung, Energieversorgung und Klimaschutz, sind nur mit einer präsenten und starken Land- und Forstwirtschaft zu stemmen.“

Die Pressemappe sowie Fotos von der Neujahrspressekonferenz finden Sie unter Presseservice > Veranstaltungen.

 

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