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12.04.2017 Wildtiere

Bauern helfen Feldhasen auf die Sprünge

Maßnahmen zur Artenvielfalt kommen auch Meister Lampe zugute

Mit einer Ohrlänge von bis zu 13 Zentimetern, sportlicher Figur und anmutiger Eleganz entspricht er nahezu vollkommen dem Prototyp eines Osterhasen: der Feldhase. Die Bestände gelten in Deutschland als recht stabil.
Die Landwirte in Bayern unterstützen mit verschiedenen Maßnahmen den Artenreichtum an Wildtieren - wie den Feldhasen.
© prochym - Fotolia.com
 
Momentan sind auf den Äckern und Wiesen die Feldhasen noch besonders aktiv, denn im März und April feiern sie zum zweiten Mal in diesem Jahr Hochzeit. Heuer war die Witterung bislang hasenfreundlich, so dass viele der bereits Ende Februar und im März geborenen Junghasen überlebt haben, sagt Johann Koch, Jagdreferent beim Bayerischen Bauernverband. „Unsere Land- und Forstwirte befürworten artenreiche Wildbestände, da gehört der Feldhase unbedingt dazu“, sagt er.

Feldhasenbestände stabil – regionale Schwankungen

Die Bestände von Meister Lampe gelten in Deutschland als stabil. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler nach der vorläufigen Auswertung von Daten des Wildtier-Informationssystems der Länder für das Frühjahr 2016. Dabei seien allerdings große Schwankungen je nach Region zu verzeichnen. Nach dem witterungsbedingten Rückgang 2013 befinden sich in Bayern die Feldhasenbestände in den letzten beiden Jahren wieder auf einem guten Weg.
„Es gibt nicht die eine Maßnahme, die ausschlaggebend für Wohl oder Wehe der Feldhasen ist“, sagt Koch. „Vielmehr entscheidet ein ganzes Sammelsurium an Faktoren über die Entwicklung der Populationen.“

Viele Einflussfaktoren – unter anderem Wildschweine

Als Erstes sei die Witterung zu nennen. Kaltes, feuchtes Wetter im Frühjahr – die Hasen setzen in dieser Zeit zweimal  – sei besonders ungünstig. „Regnet es zu viel, durchnässt das Fell, es isoliert nicht mehr richtig. Wenn es dann noch kalt ist, sterben die Jungtiere an Unterkühlung.“ Gefahren lauern aber auch aus anderer Richtung, nämlich durch Fressfeinde. Füchse, Krähen oder Greifvögel machen vor den Jungtieren, die oft auf offenem Feld in Erdmulden geboren werden und dort die ersten Lebenswochen verbringen, nicht halt. „Auch Wildschweine dezimieren die Bestände von Junghasen und Bodenbrütern“, ergänzt Koch.
Schließlich führten auch Veränderungen im Lebensraum als Folge des Flächenverlustes zu Gefährdungen, ebenso wie der zunehmende Straßenverkehr oder Krankheiten wie die Hasenseuche.

Landwirte unterstützen artenreiche Wildbestände

„Unsere Landwirte sind sich ihrer Verantwortung für die Natur bewusst und unterstützen artenreiche Wildbestände deshalb durch verschiedene Maßnahmen“, sagt Koch. So nehmen zum Beispiel jedes Jahr zahlreiche Landwirte an einer gemeinsamen Aktion des Bayerischen Bauernverbandes und des Landesverbandes Bayerischer Imker teil und legen „Blühende Rahmen“ um ihre Äcker an.
 
Mit diesem freiwilligen Engagement lassen Bauern so wertvollen Lebensraum für Bienen und Wildtiere entstehen. „Blühflächen bereichern die Hasenapotheke“, sagt Koch. Thymian, Schafgarbe, Ringelblumen, Klee und wilde Möhren liefern gesunde Nährstoffe für die Tiere. Die Pufferstreifen an Gewässern, Ackerstreifen an Waldrändern und Feldrandstreifen, die Landwirte im Rahmen des KULAP anlegen,  bedeuten einen deutlichen Mehrwert für Natur und Umwelt – auch das kommt dem Niederwild zugute.  Im Jahr 2016 haben bayerische Bauern bereits 2.200 Kilometer Streifen an so genannten ökologischen Vorrangflächen (bei einer Durchschnittsbreite von zehn Metern) angelegt – dies alles sind sichtbare Zeichen für eine natur- und umweltverträgliche Landwirtschaft.



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