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17.03.2017 Demonstration

Weiding wehrt sich: „Rettet den Bärenmarke-Bär!“

Mehr als 250 Bauern und Mitarbeiter protestieren gegen Schließung von Milchwerk

Seit über 70 Jahren kommen die „Bärenmarke“-Produkte aus dem oberbayerischen Weiding. Jetzt hat der Hochwald-Konzern angekündigt, den Standort schließen zu wollen.
Der Konzern Hochwald Foods hatte angekündigt, das Bärenmarke-Werk in Weiding im Jahr 2018 schließen zu wollen - dagegen protestierten Bauern und Mitarbeiter
© BBV
 
Am Donnerstag haben vor dem Werkstor mehr als 250 Bauern und Mitarbeiter gegen die angekündigte Schließung des Hochwald-Werks protestiert. Ulrich Niederschweiberer, Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes im Landkreis Mühldorf, forderte Zukunftsperspektiven für die Landwirte und Beschäftigten. „Der Bärenmarke-Bär ist in Weiding  zuhause. Da gibt es kein Wenn und Aber! Er steht für die Qualität unserer Milch und ist Teil unserer Identität."

Eine Sprecherin von Hochwald Foods kündigte daraufhin an, dass Verhandlungen mit möglichen Investoren zur Übernahme des Standortes geplant seien. Staatskanzleichef Dr. Marcel Huber und die Landtagsabgeordnete Ingrid Heckner kündigten an, dass außerdem am 30. März 2017 ein Gespräch in München zwischen der Hochwald-Leitung und Spitzenvertretern mehrerer Ministerien sowie der Staatskanzlei stattfinden soll.

Zuvor hatte bereits Milchpräsident Günther Felßner die Entscheidung von Hochwald scharf kritisiert: „Das ist nicht ehrlich! Bärenmarke ist mit den Bergen verbunden. Die Marke muss in Bayern bleiben! Und wir werden dafür kämpfen, dass die Marke bei uns bleibt. Denn auch die Verbraucher werden fragen: ‚Was ist mit der Marke passiert, die ich kenne?“ Es geht aber vor allen Dingen um die Bauern in der Region, die ihre Absatzmöglichkeit und ihr Bärenmarke-Werk vor der Haustüre zu verlieren drohen. “

© BBV


Der Konzern Hochwald Foods hatte angekündigt, das Werk im Landkreis Mühldorf im Jahr 2018 schließen zu wollen und die Produktion an andere Standorte zu verlagern. Direkt betroffen sind von dieser Entscheidung 230 Arbeitsplätze und über 2.000 Familienarbeitskräfte auf den über 600 Milchbauernhöfen in Altötting, Mühldorf und Rottal-Inn. 
 
 
Weitere Fotos des Protests finden Sie in der untenstehenden Bildergalerie.

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