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Wildschweine mit Frischlingen

Afrikanische Schweinepest - Aktuelle Meldungen

10 km vor Deutschland

30.03.2020 |

30.03.2020: ASP bei Wildschwein in Polen nahe der deutschen Grenze

Am 26.3. hat Polen einen Fall von ASP bei einem verendeten Wildschwein gemeldet, das nur ca. 10 km von der deutschen Grenze (jeweils ca. 10 km zur sächsischen und zur brandenburgischen Grenze) entfernt aufgefunden worden ist. Damit ist die Seuche nochmals ein kleines Stück weiter in Richtung Deutschland gerückt. Der bislang nächstgelegene Fall lag ca. 12 km zur sächsischen Grenze und ca. 20 km zur brandenburgischen Grenze entfernt. Die Zahl der Ausbrüche bei Wildschweinen liegt im aktuellen Geschehen in Westpolen derzeit bei über 500 Fällen. Vor einer Woche war in Westpolen auch ein ASP-Ausbruch in einem großen Schweinebetrieb zu vermelden. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat mit Polen Kontakt aufgenommen, um weitere Informationen zu dem Fund zu erhalten.

Auch wenn derzeit alles im Zeichen des Corona-Virus steht, muss die Gefahr ASP sehr ernst genommen werden. Es gilt weiterhin alles zu unternehmen, um eine Einschleppung nach Deutschland zu verhindern, sei es im Personen- und Warenverkehr oder in anderen Bereichen. Die Barrieren gegen eine Einwanderung von infizierten Wildschweinen müssen endlich wirksam verstärkt werden, wie es der BBV bereits seit Monaten fordert und vom Bundeslandwirtschaftsministerium auch angekündigt ist. In der Schweinehaltung und in der Jagd ist die konsequente Beachtung der notwendigen Biosicherheit nach wie vor das Gebot der Stunde.

 

23.03.2020: ASP in Schweinebestand in Westpolen

Am 20. März 2020 hat Polen den bislang ersten ASP-Fall bei Hausschweinen in Westpolen bestätigt. Laut Meldung der polnischen Regierung an die EU-Kommission handelt sich um einen großen Schweinebestand mit knapp 24.000 Schweinen (7.729 Zuchtschweine und 16.037 Ferkel). Der Betrieb liegt in der Ortschaft Niedoradz in der Gemeinde Otyn (Kreis Nowosolski), in der Nähe der Stadt Zielona Góra (Grünberg). Die Tiere des Bestands werden getötet. 135 Schweine waren laut Meldung bereits an der ASP verendet. Die nach EU-Recht vorgegebenen Schutz- und Überwachungszonen werden eingerichtet. Die Entfernung zur deutschen Grenze beträgt ca. 65 km. Nach Angaben des bayerischen Umweltministeriums sind durch diesen Fall keine direkten Maßnahmen in Deutschland bedingt.

Seit Mitte November 2019 sind in der Region mehr als 100 ASP-Fälle bei Wildschweinen festgestellt worden. Das betroffene Gebiet ist entsprechend den EU-Vorgaben bisher als „Teil II-Gebiet“ (= Gefährdetes Gebiet) klassifiziert.
Der nächstgelegenste ASP-Fall bei Wildschweinen liegt weiterhin noch ca. 12 km zur deutschen Grenze (Sachsen) entfernt.

Wir rufen weiterhin zur um gewissenhafte Einhaltung der Biosicherheitsregeln in allen relevanten Bereichen (Schweinehaltung, Jagd, Verkehr von Personen und Gütern) auf.

06.02.2020: Mögliches „Ernteverbot“ nur gegen Schadensersatz

Im Fall von Afrikanischer Schweinepest bei Wildschweinen haben die Veterinärbehörden die Möglichkeit, die Nutzung von land- oder forstwirtschaftlichen Flächen zu beschränken oder zu verbieten. Dieser Aspekt wird derzeit häufig auch von Versicherungsunternehmen kommuniziert mit Verweis auf Versicherungsmöglichkeiten dagegen.

Für eine objektive Einordnung des Schadensrisikos weisen wir auf folgende Punkte hin: Die Maßnahme des Nutzungsverbotes greift nicht automatisch, sondern kann von der zuständigen Behörde (für diese Frage in Bayern die Bezirksregierung) im Fall von ASP bei Wildschweinen im gefährdeten Gebiet (ca. 15 km Radius) oder Teilen davon ergriffen werden, soweit es aus Gründen der Tierseuchenbekämpfung erforderlich ist. Die Idee dahinter ist es, ggf. infizierte Wildschweine dadurch im Gebiet zu halten, dass diese dort durch die entsprechenden Kulturen ein ausreichendes Nahrungsangebot zur Verfügung haben. Daneben können die Behörden im gefährdeten Gebiet auch das Anlegen von Jagdschneisen anordnen. Im Falle solcher behördlichen Anordnungen besteht ein gesetzlicher Anspruch auf Ersatz des hierdurch entstehenden Aufwandes oder Schadens.

Die konkreten Details dazu sind für Bayern noch nicht festgelegt. Das Umweltministerium stimmt sich dazu mit dem Landwirtschafts- und dem Finanzministerium ab. Der BBV hat dazu frühzeitig seine Vorstellungen eingebracht. Die BBV Service Versicherungsmakler GmbH kann Versicherungsangebote vermitteln zur Absicherung von eventuellen, durch den Anspruch auf Schadensersatz nicht abgedeckten Verlusten.
 

23.01.2020 ASP in Polen: Nur noch 12 km bis Deutschland

Laut BMEL wurde in Westpolen erneut ASP bei drei toten Wildschweinen nachgewiesen. Die Entfernung zur Grenze nach Brandenburg beträgt ca. 21 km, nach Sachsen nur noch 12 km.
Bundesministerin Julia Klöckner hat mit ihrem polnischen Kollegen Krysztof Ardanowski vereinbart:

  • Stärkung der bisherigen Anstrengungen - im Gespräch ist u.a. ein eingezäunter Korridor („weiße Zone“) entlang der Grenze
  • Prüfung, wie das THW bei der Errichtung von Schutzzäunen auf polnischer Seite behilflich sein kann
  • Intensivierung der Zusammenarbeit im Bereich der Wissenschaft und Forschung
  • Erarbeitung einer gemeinsamen Erklärung, die eine drastische Verringerung der Wildschweindichte als effektive Präventionsmaßnahme hervorhebt

Bereits im Dezember hatte Bauernpräsident Walter Heidl in Briefen an Ministerpräsident Söder und weitere Vertreter der Staatsregierung u.a. Maßnahmen zur Verhinderung der Einwanderung von infizierten Wildschweinen nach Deutschland gefordert und als Beispiel die „weißen Zonen“ angeführt.


21.01.2020: Biosicherheit strikt beachten
15.01.2020: ASP in Polen nur noch 21 km vor der Grenze
18.12.2019: ASP-Rahmenplan überarbeitet
12.12.2019: ASP: Heidl fordert bestmögliche Prävention und Notfallplanung
05.12.2019: Neue Fälle von Afrikanischer Schweinepest im Westen Polens

 


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