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Wildschweine mit Frischlingen

ASP- Aktuelle Meldungen

Alle Neuigkeiten rund um die Afrikanische Schweinepest

06.02.2020 |

06.02.2020: Mögliches „Ernteverbot“ nur gegen Schadensersatz

Im Fall von Afrikanischer Schweinepest bei Wildschweinen haben die Veterinärbehörden die Möglichkeit, die Nutzung von land- oder forstwirtschaftlichen Flächen zu beschränken oder zu verbieten. Dieser Aspekt wird derzeit häufig auch von Versicherungsunternehmen kommuniziert mit Verweis auf Versicherungsmöglichkeiten dagegen.

Für eine objektive Einordnung des Schadensrisikos weisen wir auf folgende Punkte hin: Die Maßnahme des Nutzungsverbotes greift nicht automatisch, sondern kann von der zuständigen Behörde (für diese Frage in Bayern die Bezirksregierung) im Fall von ASP bei Wildschweinen im gefährdeten Gebiet (ca. 15 km Radius) oder Teilen davon ergriffen werden, soweit es aus Gründen der Tierseuchenbekämpfung erforderlich ist. Die Idee dahinter ist es, ggf. infizierte Wildschweine dadurch im Gebiet zu halten, dass diese dort durch die entsprechenden Kulturen ein ausreichendes Nahrungsangebot zur Verfügung haben. Daneben können die Behörden im gefährdeten Gebiet auch das Anlegen von Jagdschneisen anordnen. Im Falle solcher behördlichen Anordnungen besteht ein gesetzlicher Anspruch auf Ersatz des hierdurch entstehenden Aufwandes oder Schadens.

Die konkreten Details dazu sind für Bayern noch nicht festgelegt. Das Umweltministerium stimmt sich dazu mit dem Landwirtschafts- und dem Finanzministerium ab. Der BBV hat dazu frühzeitig seine Vorstellungen eingebracht. Die BBV Service Versicherungsmakler GmbH kann Versicherungsangebote vermitteln zur Absicherung von eventuellen, durch den Anspruch auf Schadensersatz nicht abgedeckten Verlusten.
 

23.01.2020 ASP in Polen: Nur noch 12 km bis Deutschland

Laut BMEL wurde in Westpolen erneut ASP bei drei toten Wildschweinen nachgewiesen. Die Entfernung zur Grenze nach Brandenburg beträgt ca. 21 km, nach Sachsen nur noch 12 km.
Bundesministerin Julia Klöckner hat mit ihrem polnischen Kollegen Krysztof Ardanowski vereinbart:

  • Stärkung der bisherigen Anstrengungen - im Gespräch ist u.a. ein eingezäunter Korridor („weiße Zone“) entlang der Grenze
  • Prüfung, wie das THW bei der Errichtung von Schutzzäunen auf polnischer Seite behilflich sein kann
  • Intensivierung der Zusammenarbeit im Bereich der Wissenschaft und Forschung
  • Erarbeitung einer gemeinsamen Erklärung, die eine drastische Verringerung der Wildschweindichte als effektive Präventionsmaßnahme hervorhebt

Bereits im Dezember hatte Bauernpräsident Walter Heidl in Briefen an Ministerpräsident Söder und weitere Vertreter der Staatsregierung u.a. Maßnahmen zur Verhinderung der Einwanderung von infizierten Wildschweinen nach Deutschland gefordert und als Beispiel die „weißen Zonen“ angeführt.


21.01.2020: Biosicherheit strikt beachten
15.01.2020: ASP in Polen nur noch 21 km vor der Grenze
18.12.2019: ASP-Rahmenplan überarbeitet
12.12.2019: ASP: Heidl fordert bestmögliche Prävention und Notfallplanung
05.12.2019: Neue Fälle von Afrikanischer Schweinepest im Westen Polens

 


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