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Pressedienst vom 17.06.2010

Tyrannosaurus rex statt Rehkitz

Jugendreport Natur 2010 – Naturwissen extrem mangelhaft

München (bbv) – Erschreckend wenig wissen die jungen Menschen über die Natur, das ergab der aktuelle Jugendreport Natur 2010. Demnach hat sich das Naturbild der jungen Generation innerhalb weniger Jahre gravierend verändert. Für viele geht die Sonne im Norden auf, Kühe haben elf Zitzen und aus dem Hirsch ist ein Reh geworden.
3.000 junge Menschen in sechs Bundesländern im Alter von 11 bis 15 Jahren hat Dr. Rainer Brämer, Natursoziologe an der Universität Marburg, befragt. In diesem sechsten Report seit 1997 beantworteten die Jugendlichen über 150 Fragen zum Naturverständnis. Unterstützt wurde die Umfrage vom Deutschen Jagdschutz Verband (DJV), dem information.medien.agrar e. V. (i.m.a.) und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW). „Dank Hollywood geht vielen Jugendlichen ‚ ’Tyrannosaurus rex’ flüssiger über die Lippen als ’Rehkitz’, das auch mal schnell zum Hirschling wird“, so DJV-Präsident Jochen Borchert.

Gerd Sonnleitner, der Vorsitzende der i.m.a., erklärte die Ergebnisse der Studie so: „Eigene Erfahrungen können die Kinder und Jugendlichen kaum mehr sammeln. Was für viele aus meiner Generation selbstverständlich war, nämlich im Sommer auf dem Bauernhof zu helfen oder selbst im Garten zu arbeiten, fällt heute unter die Rubrik ’exotisch’. Da wundert es kaum, dass manche Kinder glauben, dass eine Kuh am Euter elf Zitzen hat oder ein Huhn pro Tag mehr als sechs Eier legen kann“.

Um dieser Naturentfremdung bei Kindern und Jugendlichen entgegenzuwirken, engagieren sich alle drei an der Studie beteiligten Organisationen in verschiedenen Projekten. Seit über 20 Jahren gibt es die außerschulische Bildungsinitiative „Lernort Natur“ der Jäger. Die deutsche Landwirtschaft lädt mit Aktionen wie „Lernort Bauernhof“ oder „Tag des offenen Hofes“ ein, den Bauernhof live zu erleben und so einen realistischen Blick in den Stall und auf die Felder zu werfen. Bei den Waldjugendspielen der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) können Kinder und Jugendliche mit Geschick, Beobachtungsgabe und detektivischem Spürsinn bestimmte Aufgaben lösen, die sich im Zusammenhang mit dem Ökosystem Wald stellen.

Alle Verbände sind sich darin einig, dass die Aktionen weiter ausgebaut werden sollten. „Wir müssen das immer abstrakter werdende Naturbild bei Jugendlichen umkehren. Sonst scheitern wir mit der Zukunftsaufgabe Nachhaltigkeit“, sagte Dr. Rainer Brämer.

Bilder, Grafiken und den Jugendreport selbst gibt es auf der Seite
www.lernort-natur.de, www.sdw.de und www.ima-agrar.de zum kostenfreien Herunterladen.

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