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14.12.2011
Agrardaten
Wirtschaftsergebnisse 2010/2011
Erholung von niedrigem Niveau
Die Einkommen der bayerischen Bauern haben sich von Juli 2010 bis Juni 2011 nach zwei schlechten Jahren in vielen Erzeugungsbereichen erholt. Das zeigt der Situationsbericht des Deutschen Bauernverbandes, der am 14. Dezember 2011 in Berlin vorgestellt wurde. Während sich die Erlöse der Bauernfamilien in den meisten Bereichen erfreulich entwickelt haben, stecken die Schweinehalter weiterhin in einer angespannten wirtschaftlichen Lage.
Allen voran kämpfen die Ferkelerzeuger mit massiven
Einkommenseinbußen. Die Einkommen unserer Ackerbauern, Milchbauern,
Bergbauern und Nebenerwerbsbetriebe haben sich im Wirtschaftsjahr
2010/2011 erholt. Für die Schweinehalter war es ein schwieriges Jahr und
unsere Ferkelerzeuger sind nach wie vor sehr gebeutelt. Dem
Situationsbericht des Deutschen Bauernverbandes liegen die Ergebnisdaten
von rund 17.500 deutschen Betrieben zugrunde, darunter über 4000 aus
Bayern.
Nachdem fast alle agrarischen Erzeugnisse auf
niedrigem Niveau in das Wirtschaftsjahr 2010/11 gestartet sind, gab es
in fast allen Bereichen eine Aufwärtsbewegung der Erzeugerpreise. Diese
positive Einkommensentwicklung war zwingend notwendig, da viele Betriebe
die beiden Jahre davor mit enormen Liquiditätsengpässen zu kämpfen
hatten. Dadurch hatte sich auch bei den Ersatz- und Neuinvestitionen ein
Nachholbedarf aufgestaut, der nun durch die verbesserte Erlössituation
etwas abgebaut wird. Bereits im abgeschlossenen Wirtschaftsjahr 2010/11
und auch jetzt wirken sich die stark steigenden
Betriebsmittelaufwendungen vor allem für Energie, Kraftstoffe und Dünger
nachteilig auf die Wirtschaftlichkeit der Betriebe aus. Allein die
Kosten für Energie sind im Wirtschaftsjahr 2010/11 um rund 15 Prozent
gestiegen, für Düngemittel um rund 30 Prozent.
Im Vergleich zum Einkommen von angestellten Arbeitnehmern ist das monatliche Einkommen in der Landwirtschaft als Bruttolohn zu betrachten, von dem die kompletten Ausgaben für Sozialversicherungen zu bestreiten sind. Mit dem landwirtschaftlichen „Bruttoeinkommen“ muss ein Familienbetrieb auch die betriebliche Eigenkapitalbildung, Lebenshaltung, Krankenversicherung und Altersversorgung für die Familie finanzieren. Von den 2149 Euro je Familienarbeitskraft müssen pro Monat allein über 500 Euro für die landwirtschaftliche Sozialversicherung verwendet werden. Diese umfasst die landwirtschaftliche Krankenversicherung und die landwirtschaftliche Alterskasse.
Durchschnittseinkommen der Bauern niedriger als der Vergleichslohn
In Bayern lag der monatliche Durchschnittsverdienst einer
selbständigen Familienarbeitskraft bei 2149 Euro brutto. Damit hinkt das
durchschnittliche Einkommen der Bäuerinnen und Bauern in Bayern dem von
der Bundesregierung ermittelten Vergleichslohn noch um 20 Prozent
hinterher. Der Drei-Jahresdurchschnitt liegt in Bayern damit bei rund
1730 Euro Brutto-Monatseinkommen für Familienarbeitskräfte. Das sind
monatlich rund 650 Euro weniger als der gewerbliche Vergleichslohn.Im Vergleich zum Einkommen von angestellten Arbeitnehmern ist das monatliche Einkommen in der Landwirtschaft als Bruttolohn zu betrachten, von dem die kompletten Ausgaben für Sozialversicherungen zu bestreiten sind. Mit dem landwirtschaftlichen „Bruttoeinkommen“ muss ein Familienbetrieb auch die betriebliche Eigenkapitalbildung, Lebenshaltung, Krankenversicherung und Altersversorgung für die Familie finanzieren. Von den 2149 Euro je Familienarbeitskraft müssen pro Monat allein über 500 Euro für die landwirtschaftliche Sozialversicherung verwendet werden. Diese umfasst die landwirtschaftliche Krankenversicherung und die landwirtschaftliche Alterskasse.
Stimmung verhalten optimistisch
Die Stimmung der landwirtschaftlichen Familienbetriebe ist verhalten
optimistisch. Das Anbaujahr 2011, das eines der schwierigsten der
vergangenen Jahrzehnte war, hat unseren Bauernfamilien mit einem harten
und überlangen Winter, Trockenheit und Hitze im Frühjahr und Sommer und
anhaltendem Regen im August viel abverlangt. Bei der
Ernte lagen dann Freud und Leid nah beieinander, so ausgeprägt
waren die regionalen Unterschiede. Auch die Ackerfrüchte haben die
Wetterkapriolen unterschiedlich gut verkraftet. Zuckerrüben und Mais
haben ordentliche Erträge eingebracht. Die deutlich gestiegenen
Betriebsmittelkosten und auch die erhöhten Erntekosten dürften sich für
das Ergebnis des Wirtschaftsjahres 2011/12 jedoch dämpfend auswirken. Im Ausblick auf das bis Ende Juni 2012 laufende Wirtschaftsjahr ist
deshalb grundsätzlich von einem vergleichbaren Einkommensniveau
auszugehen. Beliebte Suchworte
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