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Donnerstag 17. Mai 2012
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Tag des offenen Hofes bei Fischgut Seewiese in Gräfendorf
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Freitag 18. Mai 2012
Bad Tölz-Wolfratshausen | Wackersberg | Oberfischbach
Schöne Stunden erleben - Kräuterwanderung, Herstellen von Milchkosmetik, Schlemmen am Wildkräuter-Buffet
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Sonntag 20. Mai 2012
Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim | Mkt. Baudenbach
Tag des offenen Dorfes - Betriebserkundungen
Bei informativen Führungen auf den verschiedenen [weiter...]
11.01.2012 Jagd

Schwarzwild in Bayern

Richtlinien zur Bejagung

Das Schwarzwild hat sich in den letzten Jahren stark vermehrt. Es besiedelt nun auch bisher schwarzwildfreie Gebiete in Bayern. Die amtliche Statistik zeigt den dramatischen Anstieg der Schwarzwildstrecke in den letzten 30 Jahren um das fast 21-fache, in Schwaben sogar um das 112-fache!
Auf der Suche nach Futter richten Wildschweine Schäden in Wiesen, Äckern und Wäldern an.
© Templermeister / pixelio.de
Im Jagdjahr 2008/2009 wurde mit über 62.000 erlegter Tiere ein Rekordwert erzielt, der 2010/2011 – begünstigt durch die schneereiche Witterung - erneut nahezu erreicht wurde. Der Verlauf über die Jahre hinweg spiegelt zum einen die verstärkten Anstrengungen der Jäger und deren immer bessere Zusammenarbeit mit den Landwirten wider, zum anderen jedoch einen sehr hohen Grundbestand und die enorme Populationsdynamik des Schwarzwilds. Die weitere Intensivierung der Jagd ist deshalb entscheidend. Da die Einzeljagd an der Kirrung allein nicht den notwendigen Erfolg bringt, sind revierübergreifende Bewegungsjagden noch viel mehr als bisher durchzuführen.
 
Schwarzwildstrecke in Bayern
Die Gründe für die Ausbreitung des Schwarzwildes sind vielfältig. Insgesamt haben sich die natürlichen Lebensbedingungen für das Schwarzwild besonders durch häufige Mastjahre bei Eiche und Buche, milde und schneearme Winter, längere Vegetationsperioden und veränderte Anbaustrukturen in der Landwirtschaft deutlich verbessert. Hinzu kommt eine zum Teil unverhältnismäßig hohes Füttern über unsachgemäße Kirrungen oder Ablenkfütterungen durch Jäger. Aufgrund der artbedingt hohen Vermehrungsrate mit bis zu über 300% des Grundbestands reagiert das Schwarzwild auf diese Verbesserungen der Lebensbedingungen mit einem massiven Zuwachs, der durch die Bejagung bislang bei Weitem noch nicht abgeschöpft wurde.
 
Mit dem Anstieg der Schwarzwildbestände wächst auch das Gefahrenpotenzial:
  1. Gefahr der Übertragung der Schweinepest auf Hausschweine (siehe andere Bundesländer)
  2. Schäden in den Feldern an der Saat, dem Aufwuchs oder den Früchten, insbesondere Mais, Raps, Kartoffeln und Getreide.
  3. Schäden im Grünland durch Umbrechen der Grasnarbe und Verunreinigung des Futters
  4. Schäden im Wald, z. B. Beschädigung von Kulturzäunen, Fressen der Saat
  5. Verkehrsunfälle mit Sach- und Personenschäden 

Zur Lösung der Problematik in Bayern wurde eine auf drei Säulen basierende Strategie erarbeitet:

  1. Verstärkte Aufklärung und Information
  2. Verbesserung der Jagdstrategien vor Ort, besonders revierübergreifende Bejagung
  3. Intensivierung der praxisorientierten Forschung
Wichtig sind ortsangepasste Lösungen und Bejagungsstrategien unter Einbindung aller Betroffenen, das sind Jagdgenossen, Jäger, Eigenjagdbesitzer und Staatswaldbewirtschafter. Dazu bietet sich die Bildung von schlagkräftigen Arbeitsgemeinschaften an, die auch entschlossen handeln. 


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