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17.01.2012
Position der Landfrauen im Bauernverband
Duale Ausbildung in der Hauswirtschaft stärken!
Position der Landfrauen im Bayerischen Bauernverband
Hauswirtschaft ist ein vielseitiger Ausbildungsberuf mit guten Zukunftsaussichten
am Arbeitsmarkt, in Privathaushalten und landwirtschaftlichen Unternehmerhaushalten ebenso
wie in sozialen Einrichtungen oder im Hotel- und Gaststättenbereich.
Die Nachfrage nach hauswirtschaftlichen Fachkräften ist durch verschiedene Entwicklungen weiter ansteigend:
Deshalb fordern die Landfrauen im Bayerischen Bauernverband:
- Die demographische Entwicklung führt dazu, dass es einen steigenden Anteil älterer Menschen gibt, die gerne zu Hause alt werden wollen und hauswirtschaftliche Dienstleistungen in Anspruch nehmen.
- Gesellschaftliche Veränderungen wie die zunehmende Berufstätigkeit beider Partner oder die Einführung von Ganztagsschulen haben zur Folge, dass hauswirtschaftliche Versorgungs- und Betreuungsleistungen immer weniger selbst erbracht und stattdessen von Fachkräften zugekauft werden, sei es beispielsweise die Versorgung in Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung oder die Betreuung von älteren Menschen und Kindern.
- Hinzu kommt ein problematischer Trend: Bei der jungen Generation sind hauswirtschaftliche Kenntnisse nicht mehr vorhanden, weil deren Vermittlung durch die eigenen Eltern und in der Schule kaum noch statt findet.
- In der Landwirtschaft bietet der Aufbau von hauswirtschaftlichen Einkommenskombinationen ein attraktives Zusatzeinkommen.
Deshalb fordern die Landfrauen im Bayerischen Bauernverband:
- Die duale Berufsausbildung in der Hauswirtschaft ist zu stärken und muss Vorrang vor schulischen Ausbildungsangeboten haben.
- Die Staatsregierung wird aufgefordert, sich auf Bundesebene für eine Novellierung der Ausbildungsverordnung zur Hauswirtschafterin/zum Hauswirtschafter einzusetzen.
- Das Kompetenzprofil für die Einsatzbereiche der Hauswirtschaft ist zu überprüfen und den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen anzupassen. Die derzeitige Ausbildungsverordnung ist mehr als 10 Jahre alt.
- Es sollte die Möglichkeit geschaffen werden, durch die Einführung von Zusatzqualifikationen die Ausbildung attraktiver zu gestalten. Davon könnten Auszubildende und potenzielle Arbeitgeber profitieren.
- Die Berufsbezeichnung muss das Interesse junger Menschen wecken und Neugierde am Berufsbild Hauswirtschaft erzeugen.
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