Termine und Seminare
17.01.2012
Position der Landfrauen im Bauernverband
Energie im Privathaushalt effizient nutzen
Landfrauen setzen sich ein für sparsamen Energieverbrauch
Die Umsetzung der von der Bundesregierung beschlossenen Energiewende ist in Deutschland
derzeit in der allgemeinen Diskussion und, damit verbunden, die Beforschung sowie der
Ausbau von alternativen Energiequellen. Als Landfrauen und aktive Bäuerinnen unterstützen
wir diese Entwicklung, ist doch die Energieerzeugung neben dem Anbau von Nahrungsmitteln
ein Kernfeld landwirtschaftlicher Produktion.
Die Erschließung neuer Energiequellen leistet einen wichtigen Beitrag, um die Energieversorgung in Deutschland auf Dauer sicherzustellen. Mindestens genauso entscheidend sind jedoch eine effizientere Energienutzung sowie die Drosselung unseres Energieverbrauchs.
Ökonomisches und naturnahes Haushalten liegt uns Landfrauen besonders am Herzen. Daher setzen wir uns für eine effiziente Energienutzung im Privathaushalt ein, denn hier kann jeder Einzelne in seinem Umfeld etwas beitragen:
Günstige Energieeffizienzklasse bei Haushaltsgeräten wählen
Ein Großteil der Energie (25-45 Prozent), die Haushalte in Deutschland verbrauchen, entfallen auf den Betrieb von Haushaltsgeräten. Die Ausstattung, Auswahl und Nutzung von Elektrogeräten wirken sich direkt auf den Strom- und damit auf den Energieverbrauch aus. In der Energielebensbilanz eines Haushaltsgerätes entfällt der größte Teil des Energieverbrauchs auf seine Nutzung und weniger auf die Herstellung und Entsorgung. Daher lohnt es sich, ein altes Gerät gegen ein neues mit guter Energieklasse auszutauschen sowie das Gerät sinnvoll und sparsam zu nutzen; z. B. Kühl- und Gefriergeräte an einem kühlen Ort aufzustellen, keine heißen Speisen und Getränke in den Kühlschrank zu stellen, Gefrorenes im Kühlschrank aufzutauen.
Energieverbrauch in der Küche senken
Auch in der Küche selbst kann der Energieverbrauch an einigen Stellen reduziert werden. Beim Kochen sollte darauf geachtet werden, dass eine zur Topfgröße passende Herdplatte genutzt wird. Wo es möglich ist, kann über die Verwendung eines Topfdeckels Energie beim Kochvorgang eingespart werden.
Die Erstellung eines Wochenspeiseplans unterstützt, dass vorausschauend eingekauft, der Lebensmitteleinsatz vorgeplant sowie Lebensmittelabfälle vermieden werden. Eine sinnvolle Resteverwertung durch einfache Rezepte runden die Energiebilanz in der Küche ab.
Über den Kauf von regionalen und saisonalen Produkten sowie den Konsum frischer,
gering verarbeiteter Lebensmittel leisten Haushalte zusätzlich einen positiven Beitrag.
Raumklima gestalten
Gerade im Winter fließt ein Teil des Energieverbrauchs der Haushalte in die Heizung.
Einsparmöglichkeiten ergeben sich durch eine sinnvolle Raumtemperierung und richtiges Lüften. Dabei sollten die Räume nicht überhitzt werden, Rollläden und Fensterläden sollten nachts geschlossen gehalten werden. Kurzes Stoßlüften ist dem Dauerlüften in Kippstellung der Fenster unbedingt vorzuziehen.
Die Heizung sollte im Sommer wo möglich ganz abgeschalten werden. Statt des Einsatzes von Raumklimageräten können bereits durch geschlossene Rollläden tagsüber sowie die Nutzung der kühlen Nachtluft auch im Sommer eine angenehme Raumtemperatur hergestellt und Strom gespart werden.
Größere Einsparungen der Heizenergie können durch bauliche Maßnahmen erreicht werden: eine verbesserte Wärmedämmung von Außenwänden und Dachboden sowie wärmeschutzverglaste Fenster sind hier zu nennen. Für eine gesamtenergetische Sanierung stehen unter Einhaltung bestimmter Vorgaben staatliche Förderprogramme zur Verfügung.
Stromfresser enttarnen
Die Beleuchtung schlägt im privaten Haushalt mit ca. 10 Prozent zu Buche. Mit Energiesparlampen können diese Kosten bis zu 80 Prozent reduziert werden. Denn sie verbrauchen bei gleicher Helligkeit nur einen Bruchteil des Stromes und verfügen darüber hinaus über eine sehr lange Lebensdauer. Auch beim Lampenkauf sollte mit Hilfe des neuen EU-Labels auf die Energieeffizienz geachtet werden.
Einige Geräte gerade im Bereich der Unterhaltungs- und Informationstechnologie laufen in unseren Haushalten im Stand-by-Betrieb, so dass sie leicht jeder Zeit mit der Fernbedienung wieder eingeschaltet werden können. Dieser Stand-by-Betrieb verbraucht auch dann Strom, wenn das Gerät gar nicht genutzt wird. Um die Energiebilanz des Haushalts zu verbessern sollten daher Geräte immer ganz ausgeschalten werden. Eine schaltbare Steckdosenleiste bietet Abschaltmöglichkeit für Geräte ohne richtigen „Ausschalter“ und ermöglicht darüber hinaus das Schalten mehrerer Geräte gemeinsam.
Energiesparfunktionen am PC helfen zusätzlich Strom zu sparen.
Im Privathaushalt ist dies vielfach nur durch die Anwendung hauswirtschaftlichen Wissens möglich. Da hauswirtschaftliche Fähigkeiten bei den jüngeren Generationen immer mehr verloren gehen, setzen wir Landfrauen uns verstärkt für die Vermittlung hauswirtschaftlicher Kenntnisse und Fertigkeiten ein. Wo die Wissensvermittlung nicht über die schulische Ausbildung erfolgen kann, versuchen unsere hauswirtschaftlichen Fachkräfte, dies über Zusatzangebote auszugleichen. Hier ist noch viel Schulungsbedarf nötig!
Ökonomisches und naturnahes Haushalten liegt uns Landfrauen besonders am Herzen. Daher setzen wir uns für eine effiziente Energienutzung im Privathaushalt ein, denn hier kann jeder Einzelne in seinem Umfeld etwas beitragen:
Günstige Energieeffizienzklasse bei Haushaltsgeräten wählen
Ein Großteil der Energie (25-45 Prozent), die Haushalte in Deutschland verbrauchen, entfallen auf den Betrieb von Haushaltsgeräten. Die Ausstattung, Auswahl und Nutzung von Elektrogeräten wirken sich direkt auf den Strom- und damit auf den Energieverbrauch aus. In der Energielebensbilanz eines Haushaltsgerätes entfällt der größte Teil des Energieverbrauchs auf seine Nutzung und weniger auf die Herstellung und Entsorgung. Daher lohnt es sich, ein altes Gerät gegen ein neues mit guter Energieklasse auszutauschen sowie das Gerät sinnvoll und sparsam zu nutzen; z. B. Kühl- und Gefriergeräte an einem kühlen Ort aufzustellen, keine heißen Speisen und Getränke in den Kühlschrank zu stellen, Gefrorenes im Kühlschrank aufzutauen.
Energieverbrauch in der Küche senken
Auch in der Küche selbst kann der Energieverbrauch an einigen Stellen reduziert werden. Beim Kochen sollte darauf geachtet werden, dass eine zur Topfgröße passende Herdplatte genutzt wird. Wo es möglich ist, kann über die Verwendung eines Topfdeckels Energie beim Kochvorgang eingespart werden.
Die Erstellung eines Wochenspeiseplans unterstützt, dass vorausschauend eingekauft, der Lebensmitteleinsatz vorgeplant sowie Lebensmittelabfälle vermieden werden. Eine sinnvolle Resteverwertung durch einfache Rezepte runden die Energiebilanz in der Küche ab.
Über den Kauf von regionalen und saisonalen Produkten sowie den Konsum frischer,
gering verarbeiteter Lebensmittel leisten Haushalte zusätzlich einen positiven Beitrag.
Raumklima gestalten
Gerade im Winter fließt ein Teil des Energieverbrauchs der Haushalte in die Heizung.
Einsparmöglichkeiten ergeben sich durch eine sinnvolle Raumtemperierung und richtiges Lüften. Dabei sollten die Räume nicht überhitzt werden, Rollläden und Fensterläden sollten nachts geschlossen gehalten werden. Kurzes Stoßlüften ist dem Dauerlüften in Kippstellung der Fenster unbedingt vorzuziehen.
Die Heizung sollte im Sommer wo möglich ganz abgeschalten werden. Statt des Einsatzes von Raumklimageräten können bereits durch geschlossene Rollläden tagsüber sowie die Nutzung der kühlen Nachtluft auch im Sommer eine angenehme Raumtemperatur hergestellt und Strom gespart werden.
Größere Einsparungen der Heizenergie können durch bauliche Maßnahmen erreicht werden: eine verbesserte Wärmedämmung von Außenwänden und Dachboden sowie wärmeschutzverglaste Fenster sind hier zu nennen. Für eine gesamtenergetische Sanierung stehen unter Einhaltung bestimmter Vorgaben staatliche Förderprogramme zur Verfügung.
Stromfresser enttarnen
Die Beleuchtung schlägt im privaten Haushalt mit ca. 10 Prozent zu Buche. Mit Energiesparlampen können diese Kosten bis zu 80 Prozent reduziert werden. Denn sie verbrauchen bei gleicher Helligkeit nur einen Bruchteil des Stromes und verfügen darüber hinaus über eine sehr lange Lebensdauer. Auch beim Lampenkauf sollte mit Hilfe des neuen EU-Labels auf die Energieeffizienz geachtet werden.
Einige Geräte gerade im Bereich der Unterhaltungs- und Informationstechnologie laufen in unseren Haushalten im Stand-by-Betrieb, so dass sie leicht jeder Zeit mit der Fernbedienung wieder eingeschaltet werden können. Dieser Stand-by-Betrieb verbraucht auch dann Strom, wenn das Gerät gar nicht genutzt wird. Um die Energiebilanz des Haushalts zu verbessern sollten daher Geräte immer ganz ausgeschalten werden. Eine schaltbare Steckdosenleiste bietet Abschaltmöglichkeit für Geräte ohne richtigen „Ausschalter“ und ermöglicht darüber hinaus das Schalten mehrerer Geräte gemeinsam.
Energiesparfunktionen am PC helfen zusätzlich Strom zu sparen.
Hauswirtschaftliches Wissen unverzichtbar!
Landwirtschaftliche Betriebe sind die wichtigsten Investorengruppen bei Bioenergie in Deutschland, so dass dieser Sektor mittlerweile einen bedeutenden Einkommensbereich für unsere Berufsgruppe bildet. Dennoch halten wir Landfrauen es für zu kurz gegriffen, im Rahmen der Energiewende den Fokus nur auf die Erschließung immer neuer Energiequellen zu legen, sondern fordern, vielmehr auch dem sparsamen Umgang mit Ressourcen und Energie Beachtung zu schenken. Im Privathaushalt ist dies vielfach nur durch die Anwendung hauswirtschaftlichen Wissens möglich. Da hauswirtschaftliche Fähigkeiten bei den jüngeren Generationen immer mehr verloren gehen, setzen wir Landfrauen uns verstärkt für die Vermittlung hauswirtschaftlicher Kenntnisse und Fertigkeiten ein. Wo die Wissensvermittlung nicht über die schulische Ausbildung erfolgen kann, versuchen unsere hauswirtschaftlichen Fachkräfte, dies über Zusatzangebote auszugleichen. Hier ist noch viel Schulungsbedarf nötig!
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