Termine und Seminare
Donnerstag 08. Dezember 2016
Neustadt a.d.Waldnaab | Irchenrieth
Fachfragen für die bäuerliche Familie Im Anschluss Wahl des Ortsehrenamtes
Die Referate informieren über die wichtigsten [weiter...]
Donnerstag 08. Dezember 2016
Cham | Zandt | Pfahl
Landfrauenarbeit Patientenverfügung - Vorsorgevollmacht
 [weiter...]
Donnerstag 08. Dezember 2016
Cham | Schorndorf
Landfrauenarbeit Präsentation Teilzeitschule Hauswirtschaft
 [weiter...]
 [Alle Termine...]
Zur Homeseite
12.07.2013 Pressemitteilung

Kein Hormonfleisch in Europa!

Freihandel darf Verbraucherschutz und Landwirtschaft in Bayern nicht gefährden

München (bbv) – Seit dieser Woche laufen die Beratungen für ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA. „Bayerische Bauern erfüllen sehr hohe Standards für den Schutz von Mensch, Tier und Umwelt. Das muss in den Verhandlungen unbedingt berücksichtigt werden!“, fordert Walter Heidl, Präsident des Bayerischen Bauernverbandes.
Während auf bayerischen Höfen und Feldern nach weltweit höchsten Standards hochwertige Lebensmittel und Bio-Energie erzeugt werden, ist der Einsatz von Hormonen und Gentechnik in den Vereinigten Staaten gang und gäbe.
© BBV
Auch bei einem Gespräch mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer am Freitagnachmittag wird dieses Anliegen ein zentrales Thema sein. Während auf bayerischen Höfen und Feldern nach weltweit höchsten Standards hochwertige Lebensmittel und Bio-Energie erzeugt werden, ist der Einsatz von Hormonen und Gentechnik in den Vereinigten Staaten gang und gäbe. Ein Beispiel für die massiven Unterschiede: der langjährige Handelsstreit über das Importverbot für Fleisch von Rindern, die in den USA unter Einsatz des Hormons rBST gemästet werden. Das Mittel soll die Milchleistung und den Fleischertrag steigern, steht aber im Verdacht krebserregend zu sein.

In einer Stellungnahme an die EU und die Bundesregierung fordert das BBV-Präsidium deshalb, dass insbesondere im Agrarsektor Rahmenbedingungen gesetzt werden, die einen fairen Wettbewerb und Handel sicherstellen. „Importware muss die gleichen, hohen Standards erfüllen, die auch die Erzeugnisse der bayerischen Bauern erfüllen. Ansonsten muss es weiterhin einen Außenschutz geben – gerade für besonders sensible Produkte wie Milch, Rindfleisch und Zucker“, sagt Heidl. „Alles andere würde den Verbraucherschutz massiv unterlaufen und die Zukunft der rund 110.000 bäuerlichen Betriebe in Bayern gefährden. Nur wenn die EU bei Handelsabkommen konsequent bleibt, können wir auch in Zukunft nachhaltige und qualitativ hochwertige Lebensmittel erzeugen“, so Heidl.

Leistungsfähige bayerische Land- und Forstwirtschaft
Die bayerischen Bauern versorgen die Bevölkerung mit Lebensmitteln und leisten einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. Außerdem sind es die Bauern, die die einzigartige bayerische Kulturlandschaft pflegen und erhalten. Nachhaltige Wirtschaftsweise und moderne Technik machen die Land- und Forstwirtschaft zur Zukunftsbranche. Doch ihre Grundlage ist gefährdet: Über 500.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche sind den bayerischen Betrieben seit 1970 verlorengegangen. „Jede Sekunde verschwinden in Deutschland wieder über zehn Quadratmeter Nutzfläche“, sagt Heidl und forderte endlich einen wirksamen Flächenschutz. Auf diesen zehn Quadratmetern Ackerland könnten jedes Jahr zum Beispiel Brotgetreide für 150 Semmeln, 45 kg Kartoffeln oder Raps für 2,5 kg Eiweißfuttermittel und 1,5 Liter Rapsöl geerntet werden. „Der Flächenfraß in Bayern muss endlich gestoppt werden!“, so Heidl. „Der Boden ist schließlich unser größter Schatz. Hier wächst unsere Lebensgrundlage!“
 
Kostenloser Bilddownload in der BBV-Mediathek > Veröffentlichungen 2013.

Diesen Artikel empfehlen:
Seite drucken Nach oben
Zur Homeseite
BBV vor Ort
Unterfranken Oberfranken Mittelfranken Oberpfalz Schwaben Oberbayern Niederbayern