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29.07.2014 Pressemitteilung

Bergbauern, ein Stück Heimat!

Hauptalmbegehung: Bauernpräsident Heidl unterstreicht Bedeutung der Berglandwirte

Bad Feilnbach (bbv) – Einmal im Jahr laden der Almwirtschaftliche Verein Oberbayern und dessen Vorsitzender Georg Mair zur Hauptalmbegehung. Dieses Mal führte die rund 14 Kilometer lange Wanderung ins Jenbachtal bei Bad Feilnbach (Landkreis Rosenheim). „In dieser einzigartigen Umgebung wurde wieder deutlich, welch landschaftliche Schmuckstücke von den Bergbauern erhalten und bewahrt werden“, sagte der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl. „Mit ihrer oft harten Arbeit mit und in der Natur schaffen die Bäuerinnen und Bauern Heimat – und zwar mit allem, was dazu gehört: regionale Spezialitäten, ehrenamtliches Engagement in den Dörfern, lebendige Bräuche und Traditionen.“ So hätten die Bergbauern einen großen Anteil daran, dass die Oberbayerischen sowie die Allgäuer Alpen eines der gefragtesten Reise- und Ausflugsziele sind.
Berglandwirte erhalten und bewahren landschaftliche Schmuckstücke
© BBV
Damit Landwirte diese vielfältigen gesellschaftlichen Aufgaben auch künftig erfüllen können, brauchten sie allerdings passende Rahmenbedingungen. „Berglandwirtschaft ist nur mit besonderer politischer Unterstützung möglich“, sagte Heidl. In der Diskussion um die neue EU-Agrarpolitik bis 2020 habe sich der Bauernverband deshalb für eine breite Unterstützung der Bergbauern eingesetzt. Im Moment geht es darum, dass die EU das Programmpaket mit wichtigen Maßnahmen für die Berglandwirtschaft genehmigt. Sobald es grünes Licht aus Brüssel gibt, wird es beispielsweise eine verbesserte Förderung bei der Steillagenbewirtschaftung und bei der Weideprämie geben. Außerdem sollen eine starke Ausgleichszulage für Berggebiete und benachteiligte Gebiete, die Heumilchförderung und spezielle Investitionshilfen auf den Weg gebracht werden. Zudem gibt es künftig einen Zuschlag auf die ersten 30 bzw. 46 Hektar jedes Hofes – das kommt gerade den oft kleineren Betrieben der Bergbauernfamilien zugute.

Doch neben speziellen Förderprogrammen ist für die Bergbauern entscheidend, dass ihre Arbeit nicht durch immer neue Auflagen und zusätzliche bürokratische Hürden behindert wird. Im Moment wird zum Beispiel bei der neuen Düngeverordnung darüber diskutiert, ob bei der Gülleausbringung künftig teure Technik vorgeschrieben und praxisfremde Vorgaben eingeführt werden sollen. „Das würde zu Lasten der kleineren Betriebe gehen, die das Bild im Voralpenland und den Bergregionen prägen“, kritisiert Heidl „Auch aus fachlicher Sicht sind starre Regelungen von Amrum bis zur Zugspitze der falsche Weg. Wir brauchen praxistaugliche Regelungen, um unsere Pflanzen standort- und bedarfsgerecht mit Nährstoffen zu versorgen.“ Auch in der Steuerpolitik setze sich der Bauernverband dafür ein, dass die Vereinfachungen für kleinere Bauernhöfe beibehalten und die Vielfalt in der bayerischen Land- und Forstwirtschaft erhalten werden können.
 

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