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03.02.2014 Pressemitteilung

„Vorhandene Spielräume nutzen!“

Flächendeckende Biber-Ansiedlung erfordert Umdenken beim Artenschutz

Herrsching (bbv) – Der Biber hat sich in Bayern mittlerweile wieder flächendeckend angesiedelt, schätzungsweise 16.000 bis 20.000 Tiere leben inzwischen im Freistaat. Doch seine Rückkehr verläuft nicht immer reibungslos. Während das Zusammenleben in manchen Regionen bereits mehr oder weniger funktioniert, kommt es andernorts zu großen Konflikten. Der Nager sorgt oftmals für große Schäden oder Sicherheitsprobleme. „Die bisherigen Maßnahmen zum Bibermanagement sind wichtig und richtig“, sagt Alfred Enderle, Umweltpräsident des Bayerischen Bauernverbandes.
© wandersmann / pixelio.de
„Doch damit das Nebeneinander und der Interessensausgleich in Zukunft für alle Beteiligten funktionieren kann, braucht es noch weitere Anstrengungen und neue Wege.“ Das ist das Ergebnis der Tagung „Möglichkeiten und Grenzen des bayerischen Bibermanagements“, die am vergangenen Donnerstag im Haus der bayerischen Landwirtschaft Herrsching stattgefunden hat. Mit rund 150 Teilnehmern stieß die Veranstaltung des Bayerischen Bauernverbandes auf ein überwältigendes Interesse. Mit dabei waren viele Bürgermeister und Landräte aus betroffenen Regionen, die Staatsministerien für Landwirtschaft und Forsten sowie für Umwelt, Vertreter der EU-Kommission, Umwelt- und Naturschutzverbände, der Bayerische Jagdverband, die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung und Vertreter aus der Wissenschaft. Außerdem machten viele Teich- und Jagdgenossenschaften sowie zahlreiche Bäuerinnen und Bauern auf die Erfahrungen aus der Praxis und die Probleme vor Ort aufmerksam. 
 
Derzeit existiert in Bayern zwar der Fonds, aus dem Biberschäden ausgeglichen werden, doch sind bisher beispielsweise Wasser- und Bodenverbände ausgeschlossen „Eine Ausweitung des Biberfonds ist deshalb dringend notwenig, um den wachsenden Herausforderungen gerecht zu werden“, fordert BBV-Umweltpräsident Enderle. Vertreter der bayerischen Kommunen forderten eine Ausweitung der finanziellen Unterstützung auch auf Gemeinden und Privatpersonen. Außderm müsse wegen der flächendeckenden Ansiedlung des Bibers inzwischen über den strengen Schutzstatus des Nagers sowie das Vermarktungsverbot nachgedacht werden. „Der Biber hat in vielen Bereichen seine Daseinsberechtigung. Doch in Bereichen mit vielen Schäden muss seine Ausbreitung noch mehr als bisher eingedämmt werden können“, so Enderle. Die verschiedenen Referenten zeigten auf, dass aufgrund der nach wie vor steigenden Bestandsentwicklung des Bibers durchaus Möglichkeiten zur Regulierung bestehen. Diese werden aber vielfach von den zuständigen Behörden vor Ort zu wenig genutzt. Zudem braucht es Instrumente um Konflikte in Schutzgebieten lösen zu können. Die Ergebnisse aus der Diskussion mit vielen Betrofffenen und Beteiligten möchte der BBV jetzt auch an die Politik weitergeben.

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