Termine und Seminare
Mittwoch 22. März 2017
Ansbach | Lichtenau | Unterrottmannsdorf 9
Hofübergabeseminar 2017
 [weiter...]
Mittwoch 22. März 2017
Kulmbach | Kulmbach | Metzdorf
BBV-Bildungswerk Oberfranken: Nebenerwerbsbetriebe - Gut informiert!
"Erben und Vererben ohne Ärger - Was [weiter...]
Mittwoch 22. März 2017
Kulmbach | Kulmbach
Bildungswerk des Bayerischen Bauernverbandes, Hauptgeschäftsstelle Oberfranken: "Nebenerwerbsbetriebe - Gut informiert"
"Erben und Vererben ohne Ärger - Was [weiter...]
 [Alle Termine...]
Zur Homeseite
Pressedienst vom 08.03.2017

Gelbe Schalen auf den Feldern

Raps leidet unter Trockenheit

München (bbv) – Momentan stellen viele Landwirte auf ihren Rapsflächen gelbe Schalen auf. Das ist ein untrügliches Zeichen, dass der Frühling in den Startlöchern steht. Denn mit den wärmeren Temperaturen beginnen auch die Insekten zu fliegen. Die gelben Schalen ziehen die Schädlinge an.
Der Raps kann nur so schön blühen, wenn die Blütenanlagen nicht von Insekten gefressen werden.
© BBV
Käfer wie der Rapsglanzkäfer oder Rüsselkäfer fliegen dieser Tage die Rapsflächen an – und haben dabei gewaltigen Appetit. Sie fressen bereits die Blütenanlagen und schädigen die Pflanze damit nahezu vollständig. Denn, wo keine Blüte mehr ist, wächst später keine Schote mit Raps.

Die gelben Schalen, die die Landwirte derzeit auf den Rapsfeldern aufstellen, ziehen die Schädlinge wie ein Magnet an, denn sie verbinden die Farbe mit Futter. „Diesen Mechanismus machen wir uns zunutze, um die Käfer zu fangen“, sagt Anton Huber, Referent für Getreide und Ölsaaten beim Bayerischen Bauernverband. In die Gelbschalen füllen die Landwirte ein wenig Wasser mit Spülmittel, um die Oberflächenspannung vom Wasser zu brechen. So können Schädlinge, die in der Schale landen, nicht mehr wegfliegen. „Damit Nützlinge wie Bienen und Hummeln nicht in der Schale ertrinken, ist sie mit einem Gitter versehen – da passen Bienen und Hummeln nicht durch“, ergänzt Huber. Anhand der Anzahl der gefangenen Insekten entscheiden die Bauern, ob und wann sie gegen Schädlinge behandeln müssen.

Neben den Insekten macht dem Winterraps zurzeit die Trockenheit zu schaffen, vor allem in Nordbayern. „In Unterfranken, wo es im Herbst schon zu trocken war, haben die Bauern schon Anfang des Winters umgebrochen, jetzt steht dort auf weiteren Rapsfeldern der Umbruch an“, sagt Huber. Umbruch, das bedeutet – der Raps wird wieder untergepflügt, damit das Feld für eine neue Aussaat, zum Beispiel von Sommergerste, bereit ist. „Für die Landwirte bedeutet der Umbruch von Raps einen Totalverlust – der Raps wäre sonst im Sommer erntereif für die Erzeugung von Rapsschrot und Rapsöl gewesen“, erläutert Anton Huber.

Im Jahr 2016 wurden in Bayern auf 111.242 ha Winterraps und auf 190 ha Sommerraps angebaut.
 

Thematisch ähnliche Artikel:
Diesen Artikel empfehlen:
Seite drucken Nach oben
Zur Homeseite
BBV vor Ort
Unterfranken Oberfranken Mittelfranken Oberpfalz Schwaben Oberbayern Niederbayern