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Pressedienst vom 13.02.2014

Die alles entscheidende Frage

Junglandwirte diskutieren „Wachsen oder Weichen?“

München (bbv) - „Wachsen oder weichen?“ – Diese Frage stellte der Bayerische Bauernverband in den Mittelpunkt der diesjährigen Herrschinger Jungunternehmertagung. Rund 80 junge Menschen folgten der Einladung ins Haus der bayerischen Landwirtschaft Herrsching.
Die Teilnehmer der Herrschinger Jungunternehmertagung suchten gemeinsam nach Antworten auf grundsätzliche Fragestellungen.
© BBV
Um es gleich vorweg zu nehmen: Wer eine klare Antwort auf die Frage „Wachsen oder weichen?“ gesucht hat, der ging bei der Herrschinger Jungunternehmertagung leer aus. Warum? Weil es eine Antwort für alle gar nicht geben kann. „Zwischen den Großen bleibt immer Platz!“ – Detlef Steinert, Chefredakteur des dlz Agrarmagazins, machte gleich zu Beginn der Tagung Mut. Die Frage sei nicht „Wachsen oder weichen?“, sondern bereit zu sein, sich den Gegebenheiten anzupassen. Dabei käme es darauf an, das zu finden, was zu einem selbst am besten passe: „Wachsen als Weiterentwicklung, als Chance.“
 
Den gleichen Tenor schlug Michael Mötter von der Management Akademie München ein. Im Zentrum seines Referats stand die Frage, was Unternehmen in ihrer Unternehmensführung berücksichtigen sollen, um profitabel nachhaltig Werte zu schaffen. „Dabei muss man sich immer auf Veränderung einstellen, darauf, dass der Boden unter den Füßen immer mal bröselt“, appellierte er an die jungen Leute. Mötter motivierte mit seinem Vortrag, vom „verordneten Wachstum“ abzurücken. „Ein gesundes System muss wachsen können, nicht wachsen müssen“, sagte er. Er riet den Junglandwirten, ihre Vorteile stärker auszuspielen, nämlich die Nähe zum Verbraucher. Kleine Unternehmen hätten ganz andere Chancen zur Individualisierung.
 
Den Blick auf eine andere Form des Wachstums, nämlich qualitativer Art, richtete auch der Landjugendpfarrer Gerhard Schleier. Er warb für mehr Einfallsreichtum, Phantasie und dafür, Nischen ausfindig zu machen. „Als selbstständige Unternehmer haben Sie eine Riesenchance“, sagte er. 
 
Am Nachmittag hatten die Jungunternehmer in verschiedenen Arbeitsgruppen Gelegenheit, die Eindrücke vom Vormittag zu reflektieren. Im Anschluss stellten fünf Praktiker ihren Weg vor: Milchkönigin Katharina Schlattl, Gertrud Möstl, Milchbäuerin mit eigenem Bauernhofcafé, Thomas Ritzinger, Gemüsebauer und Pferdezüchter, Simon Sedlmair, Junglandwirt mit Ackerbau und Milchvieh sowie der niedersächsische Landwirt Matthias Teepker. Am Abend stellte sich BBV-Präsident Walter Heidl im Kamingespräch den Fragen der jungen Leute.
 
Am Samstag gab Wolfgang Wintzer vom Staatsministerium für Ernährung Landwirtschaft und Forsten einen Überblick über die aktuellen Betriebsgrößen und -entwicklungen in Bayern und stellte Strategien vor, um das Betriebsergebnis zu verbessern.  Wohin die Reise für jeden einzelnen führen kann, zeigte danach Benno Steiner, Geschäftsführer der bbv-LandSiedlung in seinem Referat „Wachsen oder Weichen oder ...“ auf. Auch er ging thematisch auf die Alternativen zum reinen Wachstum in der Größe ein. Das Schlusswort gehörte Erna Amann aus Kelheim, die die jungen Menschen inspirierte, ihre Leidenschaft in der Landwirtschaft zu leben und sagte: „Habt Mut für die Herausforderungen der Zukunft!“
 
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Herrschinger Jungunternehmertagung 2014 zeigten sich begeistert vom Programm, das der Bayerische Bauernverband auf die Beine gestellt hatte. Viele sagten schon jetzt ihre Anmeldung fürs nächste Jahr zu. 

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