Termine und Seminare
18.04.2011
Position
Klimaschutz – wichtig für die Landwirte, gut für die Umwelt
Klimaschutz – wichtig für die Landwirte, gut für die Umwelt
Landwirtschaft und Politik in einem sich ändernden Umfeld
Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Landjugend im Bayerischen Bauernverband
Sensibilisierung für das Thema Klimaveränderung - Die Arbeitsgemeinschaft der Landjugend stellt mit Besorgnis fest, dass sich der weltweite Klimawandel durch Wetterextreme verstärkt bemerkbar macht. Dies betrifft auch Bayern, speziell die Land- und Forstwirtschaft. Die Arbeitsgemeinschaft fordert deshalb, die globale Umsetzung der Treibhausgas-Reduktionsziele für die Periode nach 2012 gemäß der Festlegung der Nationen auf der UN-Weltklimakonferenz in Cancún im Jahr 2010.
Eine
Stabilisierung der Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre mit einem maximalen
Anstieg der globalen Oberflächentemperatur auf höchstens 2 Grad Celsius gegenüber dem
vorindustriellen Niveau ist unerlässlich. Diese Forderung richtet sich an Politik und
Wirtschaft, an Land- und Forstwirtschaft, insbesondere auch an alle Bürgerinnen und Bürger.
Regionale oder nationale Alleingänge sind lobenswert, reichen jedoch nicht aus.
Klimaschutz als gesellschaftliches und landwirtschaftliches Ziel
Die Landwirtschaft ist direkt von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Aus gesellschaftlicher Verantwortung leisten Landwirte ihren Beitrag zum Klimaschutz. Die Agrarwirtschaft ist wie jede Branche und jeder Bürger gefordert, in ihrem Wirkungsbereich sparsam und nachhaltig mit Energie- und Rohstoffen umzugehen. Die Land- und Forstwirtschaft, der einzige Wirtschaftssektor, der durch natürliche Kreisläufe CO2 bindet, muss seine Erzeugung auf sich verändernde Klimabedingungen einstellen. Ziel ist die Verringerung der Emission von Treibhausgasen und die Anpassung von Betrieben und Haushalten, beispielsweise durch Optimierung des Energieverbrauchs und einer damit verbundenen Reduzierung des Ausstoßes von klimaschädlichen Gasen. Die Hauptaufgabe der Landwirtschaft, die Versorgung der Bevölkerung mit gesunden Nahrungsmitteln, steht dabei auch zukünftig im Zentrum.
Die Arbeitsgemeinschaft der Landjugend fordert auf, in Politik und Gesellschaft umzudenken und unser Klima zu schützen und zu schonen. Wichtige Themenfelder sind:
Klimaschutz als gesellschaftliches und landwirtschaftliches Ziel
Die Landwirtschaft ist direkt von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Aus gesellschaftlicher Verantwortung leisten Landwirte ihren Beitrag zum Klimaschutz. Die Agrarwirtschaft ist wie jede Branche und jeder Bürger gefordert, in ihrem Wirkungsbereich sparsam und nachhaltig mit Energie- und Rohstoffen umzugehen. Die Land- und Forstwirtschaft, der einzige Wirtschaftssektor, der durch natürliche Kreisläufe CO2 bindet, muss seine Erzeugung auf sich verändernde Klimabedingungen einstellen. Ziel ist die Verringerung der Emission von Treibhausgasen und die Anpassung von Betrieben und Haushalten, beispielsweise durch Optimierung des Energieverbrauchs und einer damit verbundenen Reduzierung des Ausstoßes von klimaschädlichen Gasen. Die Hauptaufgabe der Landwirtschaft, die Versorgung der Bevölkerung mit gesunden Nahrungsmitteln, steht dabei auch zukünftig im Zentrum.
Die Arbeitsgemeinschaft der Landjugend fordert auf, in Politik und Gesellschaft umzudenken und unser Klima zu schützen und zu schonen. Wichtige Themenfelder sind:
Landwirtschaftliche Aus-, Fort- und Weiterbildung
Gesellschaftliche Bewusstseinsbildung
Energieeinsparung und Erneuerbare Energien
Forschung und Innovation
Klimabewusster Konsum
Globale Verantwortung wahrnehmen
Während der Klimawandel in Bayern laut Prognosen zu bewältigen sein wird, sind für die Länder des Südens dramatische Auswirkungen zu erwarten. Missernten oder Ernteausfälle, Überschwemmungen, Wetterextreme und damit Hunger sowie gesellschaftliche Katastrophen sind zu erwarten. Aus Verantwortung gegenüber den Menschen in anderen Ländern muss deshalb auf eine internationale Lösung des Klimawandels hingearbeitet werden. Die Bekämpfung des Klimawandels ist eine globale Aufgabe, bei der sich Bayern aktiv beteiligen muss. Die Herausforderungen des Klimawandels sind nur zu lösen, wenn in allen Ländern sofort gehandelt wird. Die Sonderfunktion der Land- und Forstwirtschaft, im Rahmen ihrer Erzeugung auch CO2 zu binden, verschafft den Landwirten eine globale Schlüsselfunktion. Land- und Forstwirtschaft werden auch in Zukunft einen zunehmenden Beitrag zur Reduktion von klimaschädlichen Gasen beitragen.
Die Arbeitsgemeinschaft der Landjugend sieht große Herausforderungen für die Weiterentwicklung der Land- und Forstwirtschaft, aber auch für die Politik und das Bewusstsein der Bevölkerung. Die vielfältigen Aspekte des Klimawandels werden von der Arbeitsgemeinschaft weiterhin bearbeitet. Gegebenenfalls werden wir die Umsetzung einzelner Punkte dieser Stellungnahme von Akteuren einfordern. Nur in Kooperation von Jung und Alt, von Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam mit Verbänden, Politik und Wirtschaft gelingt es uns, die große Aufgabe des Klimaschutzes zu meistern.
Ludwig Raßhofer,
Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft
- Ökologie und umweltbewusster Umgang mit Ressourcen soll verstärkter Bestandteil in der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung sein.
- Klimaschutz und Energieeinsparung sollen durch ein vermehrtes Angebot von zielgruppenspezifischen Seminaren, Workshops und Aktionen thematisiert werden. Dabei sind konkrete Lösungsansätze zu diskutieren.
Gesellschaftliche Bewusstseinsbildung
- Die inhaltliche Aufbereitung und Information der Öffentlichkeit zum Klimaschutz müssen verstärkt werden.
- Regionale Klimaschutzprojekte können verdeutlichen, welch wichtigen Beitrag jeder Einzelne zu leisten vermag. In der Summe kann gemeinschaftliches, sinnvolles Handeln Großes und Gutes bewirken.
Energieeinsparung und Erneuerbare Energien
- Nachahmenswerte Projekte der Energieeinsparung und der erneuerbaren Energien, beispielsweise, Photovoltaik, Niedrigenergiehäuser oder die Umstellung auf Hackschnitzelheizungen, insbesondere in öffentlichen Einrichtungen, gilt es umzusetzen.
- Finanzielle Unterstützung von Neu- und Umbaumaßnahmen soll es nur dann geben, wenn diese die Möglichkeiten der Energieeinsparung und der Nutzung erneuerbarer Energien einbeziehen.
- Ausarbeitung eigener Strategien zum Ausbau der Energieversorgung der Bevölkerung mit einem ausgewogenen, regionalen Energiemix.
Forschung und Innovation
- Die Reduktion des Ausstoßes von Treibhausgasen und die Anpassung der Landwirtschaft an die Folgen des Klimawandels müssen als Forschungsziele etabliert werden. Beispielsweise müssen standortangepasste und trockenheitsresistente Pflanzen gezüchtet werden.
- Im Hinblick auf Wetterextreme, wie Hitzewellen und Dürreperioden, müssen auch in der Züchtung die Aspekte einer sich wandelnden Lebensumgebung für Nutztiere berücksichtigt werden. Bestimmte klimatische Bedingungen können die Ausbreitung von bislang in unseren Breiten unüblichen Tierkrankheiten und Seuchen begünstigen.
- Anpassung an sich ändernde Klimaverhältnisse durch Optimierung der Haltung von Nutztieren, beispielsweise durch neue Ställe und Stallbautechnik.
Klimabewusster Konsum
- Bei öffentlichen Veranstaltungen, in den Einrichtungen des Bayerischen Bauernverbandes und der Landjugendverbände soll auf die Verwendung von saisonalen und regional produzierten Lebensmitteln geachtet werden.
- Die Arbeitsgemeinschaft fordert die Beachtung von Umwelt- und Sozialkriterien beim Einkauf von Ver- und Gebrauchsgegenständen (z.B. Lebensmittel, Drucksachen etc.) sowie bei Rahmenverträgen.
- Eine qualifizierte Beratung rund um die Themen Ernährung, Einkauf und Abfall sind für Verbraucher und Konsumenten unerlässlich. Die Förderung qualifizierter Ernährungs- und Einkaufsberater an Schulen, Institutionen und für Privatleute ist dringend notwendig. Dabei muss auch die Herausforderung der Müllvermeidung und Mülltrennung behandelt werden.
Globale Verantwortung wahrnehmen
Während der Klimawandel in Bayern laut Prognosen zu bewältigen sein wird, sind für die Länder des Südens dramatische Auswirkungen zu erwarten. Missernten oder Ernteausfälle, Überschwemmungen, Wetterextreme und damit Hunger sowie gesellschaftliche Katastrophen sind zu erwarten. Aus Verantwortung gegenüber den Menschen in anderen Ländern muss deshalb auf eine internationale Lösung des Klimawandels hingearbeitet werden. Die Bekämpfung des Klimawandels ist eine globale Aufgabe, bei der sich Bayern aktiv beteiligen muss. Die Herausforderungen des Klimawandels sind nur zu lösen, wenn in allen Ländern sofort gehandelt wird. Die Sonderfunktion der Land- und Forstwirtschaft, im Rahmen ihrer Erzeugung auch CO2 zu binden, verschafft den Landwirten eine globale Schlüsselfunktion. Land- und Forstwirtschaft werden auch in Zukunft einen zunehmenden Beitrag zur Reduktion von klimaschädlichen Gasen beitragen.
Die Arbeitsgemeinschaft der Landjugend sieht große Herausforderungen für die Weiterentwicklung der Land- und Forstwirtschaft, aber auch für die Politik und das Bewusstsein der Bevölkerung. Die vielfältigen Aspekte des Klimawandels werden von der Arbeitsgemeinschaft weiterhin bearbeitet. Gegebenenfalls werden wir die Umsetzung einzelner Punkte dieser Stellungnahme von Akteuren einfordern. Nur in Kooperation von Jung und Alt, von Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam mit Verbänden, Politik und Wirtschaft gelingt es uns, die große Aufgabe des Klimaschutzes zu meistern.
Ludwig Raßhofer,
Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft
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