Termine und Seminare
09.12.2010
Klimaschutz
Bauern schützen das Klima
Natürliche Kreisläufe bewahren unsere Erde
Drei große Herausforderungen müssen wir in unserer globalisierten Welt meistern: Die Ernährung der Menschen mit hochwertigen und gesunden Lebensmitteln zu sichern, die Versorgung mit Energie und Rohstoffen zu gewährleisten und nachhaltig und klimaschonend zu wirtschaften.
In ihrem Positionspapier stellt die Landesversammlung, das höchste Gremium der bayerischen Bauern,
die Besonderheiten der Land- und
Forstwirtschaft heraus und macht deutlich,
wie viel die bayerischen Betriebe schon
jetzt für den Klimaschutz leisten. Diesen wesentlichen Beitrag wollen die Land- und Forstwirte in Zukunft noch weiter ausbauen. Das Positionspapier zum Download (pdf, 58 KB).
| Natürliche Kreisläufe
Die Land- und
Forstwirtschaft ist die einzige
Branche, die CO2 aufnimmt, im natürlichen
Kreislauf hält und zum Teil sogar
langfristig bindet. So sind Holzmöbel
zum Beispiel hervorragende CO2-Speicher.
Wenn Wiederkäuer dafür sorgen, dass aus
Grünland Fleisch und Milch wird, ist das
auch ein natürlicher Prozess. Der damit
verbundene Methanausstoß ist nicht neu
und seit jeher Teil unserer Umwelt. |
|
Ohne Lebensmittel kein Leben Aus falsch verstandenem Klimaschutz auf bestimmte Nahrungsmittel zu verzichten, ist keine Lösung. Lebensmittel sind – wie der Name schon sagt – lebensnotwendig. Beim Auto oder der Urlaubsreise anzusetzen, macht da deutlich mehr Sinn. Außerdem lässt sich bei den kleinen Dingen des Alltags sehr einfach und wirkungsvoll Energie sparen, zum Beispiel indem man elektronische Geräte nicht in den Standby-Modus, sondern ganz ausschaltet. |
Bauern nehmen Klimaschutz ernst
Insgesamt ist die Land- und
Forstwirtschaft
in Deutschland lediglich für sieben Prozent
der klimawirksamen Emissionen verantwortlich.
Obwohl dieser Wert sehr gering
ist und wir Bauern schon viel für das Klima
leisten, sind wir uns der Verantwortung
eines jeden Einzelnen bewusst. Wir wollen
unser Engagement beim Klimaschutz ausbauen,
indem wir mit unseren Ressourcen
sparsam und effizient umgehen. Außerdem
tragen wir aktiv zum Klimaschutz bei,
indem wir aus nachwachsenden Rohstoffen,
Nebenprodukten und Reststoffen wie
Gülle auch in Zukunft Strom, Wärme und
Kraftstoffe erzeugen und damit Alternativen
zur fossilen Energie bieten. Entlastet
wird das Klima auch durch die Produktion
und Verwendung von Holz, denn: Holz
nützen heißt Klima schützen - die Informationsbroschüre zum Thema Bauen mit Holz zum Download (pdf, 553 KB).
Aktiver Klimaschutz in der Landwirtschaft - einige Beispiele:
Einen
aktiven Beitrag für den Klimaschutz leisten die Bauern zum
Beispiel durch den Einsatz von Biodiesel, die gezielte Auswahl
spritsparender Arbeitstechniken oder die regelmäßige Wartung des
Maschinenparks. Allein durch regelmäßiges Schleifen der Messer im
Ladewagen kann der Dieselverbrauch um bis zu 15 Prozent beim Einbringen
des Mähguts gesenkt werden. Die Energieeffizienz kann beispielsweise
auch bei der Lüftung und Dämmung von Ställen gesteigert werden.
Besonderes Potential birgt der Ersatz fossiler Rohstoffe. Bislang
werden durch nachwachsende Rohstoffe aus der Landwirtschaft sowie die
energetische Nutzung von Holz jährlich 50 Millionen Tonnen CO2 Emissionen vermieden. Durch die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen, insbesondere von Holz als Werkstoff, kann CO2 langfristig gespeichert werden. Allein ein Holzhaus speichert soviel CO2, wie bei 300.000 km Autofahrt frei würden.
Bauern spüren die Auswirkungen des Klimawandels besonders
Nicht vergessen darf man, dass die Land- und Forstwirtschaft
selbst vom Klimawandel betroffen ist und Auswirkungen direkt zu spüren
bekommt.
Die Folgen sind vielfältig und reichen von geänderten Anbaumöglichkeiten über Auswirkungen auf Erträge bis hin zu neuen Schädlingen und Tierseuchen.
Deshalb ist eine intensive Forschung sowie Beratung der Land- und Forstwirte nötig.
Die Folgen sind vielfältig und reichen von geänderten Anbaumöglichkeiten über Auswirkungen auf Erträge bis hin zu neuen Schädlingen und Tierseuchen.
Deshalb ist eine intensive Forschung sowie Beratung der Land- und Forstwirte nötig.
Ziel muss es sein, zukünftig noch effizienter mit der begrenzt verfügbaren Ressource Fläche umzugehen und die Bewirtschaftung so produktiv wie möglich zu gestalten – das bedeutet möglichst viel Biomasse so nachhaltig wie möglich erzeugen.
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