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Sonntag 20. Mai 2012
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Tag des offenen Dorfes - Betriebserkundungen
Bei informativen Führungen auf den verschiedenen [weiter...]
09.12.2010 Klimaschutz

Bauern schützen das Klima

Natürliche Kreisläufe bewahren unsere Erde

Drei große Herausforderungen müssen wir in unserer globalisierten Welt meistern: Die Ernährung der Menschen mit hochwertigen und gesunden Lebensmitteln zu sichern, die Versorgung mit Energie und Rohstoffen zu gewährleisten und nachhaltig und klimaschonend zu wirtschaften.
In ihrem Positionspapier stellt die Landesversammlung, das höchste Gremium der bayerischen Bauern, die Besonderheiten der Land- und Forstwirtschaft heraus und macht deutlich, wie viel die bayerischen Betriebe schon jetzt für den Klimaschutz leisten. Diesen wesentlichen Beitrag wollen die Land- und Forstwirte in Zukunft noch weiter ausbauen. Das Positionspapier zum Download (pdf, 58 KB).
 
Natürliche Kreisläufe
Die Land- und Forstwirtschaft ist die einzige Branche, die CO2 aufnimmt, im natürlichen Kreislauf hält und zum Teil sogar langfristig bindet. So sind Holzmöbel zum Beispiel hervorragende CO2-Speicher. Wenn Wiederkäuer dafür sorgen, dass aus Grünland Fleisch und Milch wird, ist das auch ein natürlicher Prozess. Der damit verbundene Methanausstoß ist nicht neu und seit jeher Teil unserer Umwelt.
 
Ohne Lebensmittel kein Leben
Aus falsch verstandenem Klimaschutz auf bestimmte Nahrungsmittel zu verzichten, ist keine Lösung. Lebensmittel sind – wie der Name schon sagt – lebensnotwendig. Beim Auto oder der Urlaubsreise anzusetzen, macht da deutlich mehr Sinn. Außerdem lässt sich bei den kleinen Dingen des Alltags sehr einfach und wirkungsvoll Energie sparen, zum Beispiel indem man elektronische Geräte nicht in den Standby-Modus, sondern ganz ausschaltet.
 
Bauern nehmen Klimaschutz ernst
Insgesamt ist die Land- und Forstwirtschaft in Deutschland lediglich für sieben Prozent der klimawirksamen Emissionen verantwortlich. Obwohl dieser Wert sehr gering ist und wir Bauern schon viel für das Klima leisten, sind wir uns der Verantwortung eines jeden Einzelnen bewusst. Wir wollen unser Engagement beim Klimaschutz ausbauen, indem wir mit unseren Ressourcen sparsam und effizient umgehen. Außerdem tragen wir aktiv zum Klimaschutz bei, indem wir aus nachwachsenden Rohstoffen, Nebenprodukten und Reststoffen wie Gülle auch in Zukunft Strom, Wärme und Kraftstoffe erzeugen und damit Alternativen zur fossilen Energie bieten. Entlastet wird das Klima auch durch die Produktion und Verwendung von Holz, denn: Holz nützen heißt Klima schützen - die Informationsbroschüre zum Thema Bauen mit Holz zum Download (pdf, 553 KB).
 
Aktiver Klimaschutz in der Landwirtschaft - einige Beispiele:
Holz als Energielieferant spart große Mengen an Kohlendioxid-Emissionen ein.
© K. Völker
Einen aktiven Beitrag für den Klimaschutz leisten die Bauern zum Beispiel durch den Einsatz von Biodiesel, die gezielte Auswahl spritsparender Arbeitstechniken oder die regelmäßige Wartung des Maschinenparks. Allein durch regelmäßiges Schleifen der Messer im Ladewagen kann der Dieselverbrauch um bis zu 15 Prozent beim Einbringen des Mähguts gesenkt werden. Die Energieeffizienz kann beispielsweise auch bei der Lüftung und Dämmung von Ställen gesteigert werden.
 
Besonderes Potential birgt der Ersatz fossiler Rohstoffe. Bislang werden durch nachwachsende Rohstoffe aus der Landwirtschaft sowie die energetische Nutzung von Holz jährlich 50 Millionen Tonnen CO2 Emissionen vermieden. Durch die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen, insbesondere von Holz als Werkstoff, kann CO2 langfristig gespeichert werden. Allein ein Holzhaus speichert soviel CO2, wie bei 300.000 km Autofahrt frei würden.
 
Bauern spüren die Auswirkungen des Klimawandels besonders
Nicht vergessen darf man, dass die Land- und Forstwirtschaft selbst vom Klimawandel betroffen ist und Auswirkungen direkt zu spüren bekommt.
Die Folgen sind vielfältig und reichen von geänderten Anbaumöglichkeiten über Auswirkungen auf Erträge bis hin zu neuen Schädlingen und Tierseuchen.

Deshalb ist eine intensive Forschung sowie Beratung der Land- und Forstwirte nötig.

Ziel muss es sein, zukünftig noch effizienter mit der begrenzt verfügbaren Ressource Fläche umzugehen und die Bewirtschaftung so produktiv wie möglich zu gestalten – das bedeutet möglichst viel Biomasse so nachhaltig wie möglich erzeugen.

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